Das Kompetenzzentrum für Film – Schule – Kino im Land Brandenburg
FILMERNST im Herbst
Das nennen wir schon mal einen kleinen Herbststurm: Nach gerade mal zwei Wochen im neuen Schuljahr haben uns schon 125 Anmeldungen für die vier Filme des aktuellen Programms erreicht. Für mehr als 3.500 Schülerinnen und Schüler konnten die Karten bereits bestätigt werden. Ganz oben in der Publikumsgunst: Bernd Sahlings »Koschka«.
Deshalb gibt es hier als Extra ein wunderschönes Making-of mit Fotos vom Produktionsprozess des Films.
Hier auch noch mal die Links zu den Flyern, zum »regulären« Herbstprogramm sowie zu den Veranstaltungen der JugendFilmTage im Landkreis Dahme-Spreewald und – erstmals – im Landkreis Spree-Neiße und Cottbus.
Die für den 29. September geplanten Veranstaltungen im Filmmuseum Potsdam können an dem Tag leider nicht stattfinden, da der Saal für einen anderen Termin gebraucht wird. Das Filmmuseum bat um Verlegung der beiden Termine auf Dienstag, den 13. Oktober 2026.
Alle neuen Filme stehen auch in der FILMERNST-Datenbank, mit weiteren Informationen, den Trailern, Begleitmaterial und sämtlichen Terminen in den jeweiligen Spielorten. Wir freuen uns auf weitere Anmeldungen und Ihren Besuch in einem unserer Partner-Kinos.
Hund und Katz
Die »Hundstage« haben bekanntlich nichts mit dem besten Freund des Menschen zu tun. Sie lassen uns auf und in den Himmel schauen: auf das Sternbild »Großer Hund« mit dem strahlenden Sirius. Wir indes haben die zwischen 23. Juli und 23. August liegenden, heißen »Hundstage« nicht zur astronomischen Bildung im Einleitungstext plaziert. Sondern schlicht deshalb, um mit einer tierisch guten Überleitung vom Hund auf »Koschka« zu kommen ...
… was auf Russisch Katze heißt und im Herbstprogramm so vielfach schnurrt, dass es nicht nur für kleine Katzenfreunde eine große Freude ist. Wir hatten ja schon einige Filme mit und über Katzen im FILMERNST-Angebot: erst jüngst den Oscar-prämierten »Flow«, vor einigen Jahren den in Tokio herumstreunenden schwarzen Kater »Rudolf« – und nicht zu vergessen die sprechende Katze in Rolf Losanskys DEFA-Klassiker »Moritz in der Litfaßsäule«. Das alles waren animierte »Schnurrer«.
Bei »Koschka« (empf. für 1.-3. Klasse) dagegen haben wir es mit sehr echten, quicklebendigen Katzen zu tun, wie uns der Regisseur – und FILMERNST-Pate – Bernd Sahling berichtete: »Es waren fünf Katzen im Wurf von zwei Müttern. Mit drei kleinen Miezen und natürlich einer der beiden Mütter haben wir die jeweiligen Szenen gedreht. Wir wollten den Müttern nicht alle Katzen wegnehmen – und drei Minikatzen vor der Kamera sind beim Drehen auch sportlich genug, denn die bewegen sich ja ständig – und zwar ziemlich schnell.«
»Koschka« wird erst im kommenden Frühjahr in die deutschen Kinos kommen, sorgt aber jetzt schon für Furore, national wie international. Seine Weltpremiere erlebte der Film beim Internationalen Filmfestival für Kinder und Jugendliche im tschechischen Zlín, wo er eine erste »Lobende Erwähnung« der Fachjury erhielt. Ende August war »Koschka« beim Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen vertreten, mit vier ausverkauften Vorstellungen. In der letzten Septemberwoche wird »Koschka« im Wettbewerb des Internationalen Festivals für junge Filmfans in Frankfurt/Main antreten. Die LUCAS-Kolleg:innen haben pädagogisches Begleitmaterial für die Arbeit mit dem Film erarbeitet, es ist hier in der Datenbank abrufbar.
Am 18. Oktober läuft »Koschka« im Rahmen der 70. Ausgabe des BFI London Film Festival, allein die Einladung ist eine Auszeichnung. Zuvor geht es für Bernd Sahling noch über den Großen Teich: In Los Angeles und Houston wird er dabei sein, wenn das Goethe-Institut seinen Film präsentiert.
Dank der langjährig vertrauten Beziehungen zu Bernd Sahling und zum Berliner farbfilm Verleih hat FILMERNST die Möglichkeit bekommen, »Koschka« bereits jetzt im FILMERNST-Herbstprogramm einzusetzen. Geplant sind 50 Veranstaltungen, für 21 liegen schon Anmeldungen vor.
Wir haben an dieser Stelle, ganz exklusiv für und bei FILMERNST, einige Fotos von den Dreharbeiten. Es heißt ja immer, wer mit Kindern und Tieren dreht, der müsse schon ziemlich verrückt sein, um das alles unter einen Hut zu kriegen. Bernd Sahling hat das oft genug geübt, wie gut es ihm gelungen ist, davon können Sie sich mit Ihren Schülerinnen und Schülern überzeugen.
Auf den Fotos: Bildgestalterin Sabine Ballnat (Tieraufnahmen); Sebastian Erbes (Jan), Ilkay Yalcin (Sami), Bella Mortlock (Martha); Bildgestalter Piotr Rosolowski und die 1. Kameraassistentin Sabine Rösing; Jan/Sebastian Erbes und Kameramann Piotr Rosolowski; Sebastian Erbes bei der ersten Begegnung mit den Katzenkindern mit der Tierpflegerin Anika Erdmann
Hier als Extra-Bonus auch noch ein wunderschönes Making-of mit Fotos vom »Koschka«-Produktionsprozess.
Zum Schluss noch unsere Hoffnung: Wenn Bernd mit den Katzen nicht gerade durch die Welt tourt, wird er auch bei uns die eine oder andere FILMERNST-Veranstaltung begleiten. Wir werden ihn sanft umschnurren …
Fotos: Bernd Sahling (privat und Dreharbeiten von »Koschka«), farbfilm-Verleih, Berlin
Ganz frisch in die Kinos, am 8. Oktober, kommt auch »Mira« (empf. für 5.-7. Klasse). Die dänische Produktion ist erneut ein Beispiel für den seit Jahrzehnten hervorragenden skandinavischen Kinder- und Jugendfilm. Beim renommierten Giffoni Film Festival in Italien wurde »Mira« Ende Juli als »Bester europäischer Spielfilm für Kinder« geehrt. Schulvorführungen im Rahmen des Filmfestivals im schwedischen Malmö bewiesen, wie sehr der Film sein Publikum zu fesseln vermag. Es geht um Freundschaften und erste Liebe …
… um Ehrlichkeit und Vertrauen, um Verlockungen und Enttäuschungen im Umgang mit sozialen Medien. Der Film zeigt, wie es ist, fast ein Teenager zu sein: mit allen Höhen und Tiefen der Gefühle, warmherzig, einfühlsam, witzig und film-ernst zugleich.
Nicht zuletzt: »Mira« ist nicht, wie vielleicht zu vermuten wäre, ein reiner »Mädchenfilm«. Bei der Sichtung und der Auswahl von Filmen achten wir immer auch darauf, einseitige oder eindimensionale Zuschreibungen zu vermeiden. »Warum weiß ich nichts über Liebe und Jungs?« Mira geht eine ganze Reihe von »Kandidaten« durch, wer denn geeignet sein könnte, ihn den anderen Mädchen als Freund zu präsentieren. Den guten Freund an ihrer Seite scheint sie zu übersehen, obwohl er doch so vieles mit ihr gemeinsam hat.
Der Film braucht genau diese Figur, diesen Charakter als Protagonisten neben Mira. Jungen werden sich als beim Zuschauen in dessen Rolle versetzen und überlegen können, was sie in solchen Situationen wohl tun oder lassen würden. »Ich will nicht mehr dein Freund sein, damit wir wieder Freunde sein können.« Klingt merkwürdig, aber wer den Film gesehen hat, weiß genau, was Louis meint.
»Plitsch Platsch forever!« (empf. für 3.-5. Klasse) war ein Riesenerfolg in der Schweiz – und damit wir hierzulande auch verstehen, worum es geht, wurde vom Schwyzerdütschen ins Hochdeutsche synchronisiert. Das hat vielleicht nicht mehr den charmanten Klang, aber wir können dem Geschehen um eine Freibad-Rettung problemlos folgen. Begeistert schrieb eine Kritikerin, der Film wäre »wie ein Sprung vom Dreimeterbrett: Mut sammeln, Luft holen und dann mitten rein – ins Wasser wie ins Leben«. Auch wenn die Freibad-Saison …
…vorbei ist, die nächste kommt bestimmt – und was uns die Kinder im Film in Sachen Engagement, Verantwortung, Gemeinschaftssinn vormachen, gilt das ganze Jahr über.
»Macht Lärm und sorgt dafür, dass man euch hört!« So lautet einer der zweckdienlichen Ratschläge von Frau Hunziker, die jetzt im Altenheim lebt, aber offenbar über einschlägige Erfahrungen in der Protestbewegung verfügt. Bei der Rettung des Freibades werden sie von großer Bedeutung sein.
Für »Plitsch Platsch forever!« trifft leider zu, was wir immer wieder auch bei anderen guten Kinderfilmen feststellen müssen: Sie finden nur höchst unzureichend Leinwandpräsenz. Nach acht Wochen bundesweitem Kinoeinsatz zählte der Film gerade mal 4.100 Besucher. Bei FILMERNST sind wir nach nicht mal zwei Wochen Anmeldezeit bei 650 bestätigten Karten für den Film. Wir schwimmen weiter! Filme wie diese finden bei FILMERNST ihren Platz.
Übrigens, hier ist der Platz dafür, um das mal zu erwähnen: Wenn sich Filme bei ihrer Entstehung – von der Idee über die weitere Konzeption, vom Drehbuch bis hin zur Inszenierung - der Kompetenz dramaturgischer Beratung versichern, so ist das in den meisten Fällen ein großes Plus. Bei und für »Plitsch Platsch forever!« gab es eine solche von Beate Völcker. Beate ist eine langjährige FILMERNST-Freundin, Mentorin würde auch zutreffen – und so freuen wir uns immer sehr, wenn wir Filme präsentieren können, an denen Beate dramaturgisch entscheidend mitgewirkt hat. »Fritzi – Eine Wendewundergeschichte« wäre ein wunderbares Beispiel dafür. Im aktuellen Programm ist Beate Völcker gleich doppelt vertreten als Dramaturgin, denn auch die Katzen in Bernd Sahlings »Koschka« hat sie dramaturgisch begleitet. Wir haben es gemerkt ...
Eine Perle des europäischen Jugendfilms ist »Wild Foxes« (empf. ab 8. Klasse). Diese belgisch-französische Ko-Produktion ist zwar nicht synchronisiert, aber mit den deutschen Untertiteln ohne Schwierigkeiten zu verstehen. So verstehen wir auch, dass es kein Sport- und schon gar kein klassischer Box-Film ist, selbst wenn wir einige kurze, intensive, authentische Kampfszenen erleben. Vielmehr geht es um das Sich-Selber-Finden in einer schwierigen Zeit. Was und wer ist mir wichtig? Was will ich und was will ich nicht? Woran erkenne ich …
… meine wahren Freunde? Wer hilft mir, wie kann ich anderen beistehen? Nicht zuletzt: Das überraschend Schöne an »Wild Foxes« und seiner Erzählung ist ein Mädchen, das im Sportinternat nicht nur Teakwondo trainiert, sondern zugleich ihre Liebe zur Musik, zum Jazz unter Beweis stellt. Die Beziehung zwischen dem Boxer Camille und der Trompeterin Yasemine hat weniger mit erster Liebe zu tun, aber ungemein viel mit Einfühlung, Verständnis, Ermutigung – auch und gerade in schwierigen Zeiten.
Kein Knockout, sondern eine absolute Empfehlung für die Oberstufe – und natürlich hoffen wir sehr, dass die Resonanz darauf groß ist. Bisher jedenfalls sieht es gut aus: schon knapp 500 angemeldete Schülerinnen und Schüler. Ring frei zur nächsten Runde!
Seit Jahren schon sind sie eine gute Tradition: die JugendFilmTage zu den Themen »Liebe, Freundschaft, Sexualität« – in Kooperation von FILMERNST und dem Gesundheitsamt des Landkreises Dahme-Spreewald. Immer Ende November, Anfang Dezember in den »Spreewald Lichtspielen« Lübben und im »Capitol« Königs Wusterhausen, erlebten wir im Laufe der Jahre stets bestens besuchte Veranstaltungen, oft mit Gästen vom Team der präsentierten Filme. Erfolg spricht sich rum – und so gibt es …
… in diesem Jahr erstmals auch in Cottbus, Forst und Spremberg die JugendFilmTage, hier als Kooperation von FILMERNST und dem Fachbereich Gesundheit der Stadt Cottbus/Chóśebuz sowie dem Gesundheitsamt des Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa.
Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen der Gesundheitsämter gestaltete sich sehr konstruktiv und produktiv – und ob wir genügend Besucher für die Veranstaltungen finden werden, diese Frage beantwortete sich ziemlich schnell: Mehrere Termine waren im Nu ausgebucht, was höchst erfreulich ist. Es bedeutet aber zugleich, dass wir alle folgenden Anfragen abschlägig bescheiden mussten, was wir natürlich sehr bedauern.
Für einige Veranstaltungen gibt es aber noch freie Plätze, vor allem auch für den ganz herausragenden Film »Junge Mütter«(Belgien, Frankreich 2025, empf. ab 9. Jahrgangsstufe), der in Lübben am 26. November und in Königs Wusterhausen am 3. Dezember läuft (Beginn jeweils 10 Uhr).
Außerdem in Lübben und Königs Wusterhausen für die jüngeren (4.-8) Jahrgangsstufen: Bernd Sahlings von der Kritik hochgelobter, vorletzter Film»Ab morgen bin ich mutig«. Bei FILMERNST im Herbst 2026 also gewissermaßen ein doppelter Bernd: Manchmal läuft es einfach!
Wir freuen uns schon sehr, Bernd Sahling am 2. Dezember im »Capitol« Königs Wusterhausen begrüßen zu können. Bis dahin wird er wohl von seinen Weltreisen zurück sein.
Zur Premiere der JugendFilmTage in Cottbus, Forst und Spremberg werden die Filme »Anne liebt Philipp« (Norwegen/Deutschland 2011, empf. für 4.-7. Jahrgangsstufe) und »Das schönste Mädchen der Welt« (Deutschland 2018, empf. ab 8. Jahrgangsstufe) präsentiert – und zwar im »Obenkino« Cottbus, im »Spreekino« Spremberg und im Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz.
Auf das filmernste Geschehen im Herbst haben wir nun ausführlich hingewiesen, das war die Rundbrief-Pflicht sozusagen. In der abschließenden Rundbrief-Kür wenden wir den Blick zunächst nach Venedig, wo beim ältesten Filmfestival der Welt im Moment noch die hochkarätigen Wettbewerbsbeiträge um wertsteigernde Auszeichnungen konkurrieren. Einen Preis gab es gleich zu Beginn des Festivals: George Clooney wurde mit einem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk geehrt. In seiner Dankesrede gebrauchte er ein Wort, das …
… nach Aufklärung verlangte. »Ich glaube, wir leben im Moment vielleicht in einer Kakistokratie. Das ist ein Land, das von den am wenigsten qualifizierten Leuten regiert wird«, lautete sein ernüchterter Befund. »Aber wir werden da durchkommen«, versicherte er dem Publikum. Wie man so rein- und durchkommt, hat George Clooney nicht nur in »Ocean’s Eleven« mehrfach bewiesen. Der »Goldene Löwe« ist verdient – und für seine engagierte Dankesrede gibt es ein Lob.
Kein Lob gab es von der Jury-Präsidentin, der US-amerikanischen Schauspielerin Maggie Gyllenhaal. Sie kritisierte zu recht den viel zu geringen Frauenanteil beim diesjährigen Festival. Hier fände dann erneut ein griechisches Wort seinen praktischen Ausdruck: »Patriarchat«.
Übrigens: Kakistokratie heißt »Herrschaft der Schlechtesten« – und die britische Zeitung »Economist« wählte den Begriff 2024 zum »Wort des Jahres« – mit explizitem Verweis auf die sich abzeichnende zweite und vielleicht letzte Amtszeit des jetzigen MAGA-Präsidenten.
Unser Faible für Sprache und Worte, für Neologismen und Fremdworte, aber auch für die Jugend- oder Un-Worte des Jahres haben wir ja schon des öfteren in den FILMERNST-Rundbriefen bekundet. »Kakistokratie« war neu für uns, wir sind also etwas klüger geworden. Wir hätten noch einen weiteren, ganz persönlichen Favoriten für ein Wort des Jahres, bei dem man zwar nicht unbedingt klüger wird, aber den man hin und wieder in ein Streitgespräch einflechten könnte: Vielleicht entsinnen Sie sich noch, wie der echauffierte Jung-Trainer Julian Nagelsmann nach dem WM-Spiel gegen Paraguay die (Fehl-)Entscheidung des marokkanischen Schiedsrichters charakterisierte: Das wäre ja wohl ein »Vollwitz« gewesen. Nun ist er weg, der Nagelsmann, kein Witz!
Foto: George Clooney in »Ocean's Eleven«, Warner Bros. GmbH
Nun kehren wir vom Festivalpalast am venezianischen Lido zurück in heimische Gefilde, in einen Kinopalast nach Werder und in ein MovieMagic nach Eberswalde. Beide Häuser sind seit vielen Jahren gute, verlässliche Partner. Wir wissen, was sie, was unsere Partnerkinos generell leisten, um den Betrieb am Laufen zu halten, um die Säle zu füllen. Am Vormittag mit FILMERNST natürlich – und abends mit Filmen, aber auch mit anderen Kulturveranstaltungen, mit Kleinkunst, Kabarett, Konzerten. Darauf möchten wir an dieser Stelle hinweisen, auf ein ganz besondereres Konzert: POND präsentiert …
… mit »Space Night« ein Elektronikkonzert der Extra-Klasse.
Im Kino »MovieMagic« Eberswalde schon am Freitag, dem 18. September (Beginn 20 Uhr) und im »Scala Kulturpalast« Werder am Freitag, dem 16. Oktober 2026, (Beginn 19:30 Uhr). Am Samstag, dem 17. Oktober 2026 (Beginn 20 Uhr) gibt es ein weiteres Konzert, im Französischen Dom am Berliner Gendarmenmarkt.
POND war die erste Gruppe, die weiland in der DDR elektronische Instrumentalmusik live aufführte. Ihre LPs »Planetenwind« und »Auf der Seidenstrasse« verkauften sich hunderttausendfach.
Der Synthesizer-Künstler und das POND-Mastermind Wolfgang Paule Fuchs hat nach den klassik-affinen Werken »Bilder einer Ausstellung« (nach Modest Mussorgski), nach »Gemälde einer Vernissage« (nach Bildern von Willi Sitte) sowie »Edelweiß« (Klassik & Poesie) nun ein weiteres Multimedia-Programm konzipiert: »POND Space Night – Elektronische Instrumentalmusik zwischen Erde , Himmel & Weltall« lädt ein zu einer Reise durch Raum und Zeit.
Wolfgang Paule Fuchs schrieb uns, dass seine Konzerte auch bestens geeignet seien als Erlebnis für Schülerinnen und Schüler der oberen Jahrgangsstufen, eine »außergewöhnliche Musikstunde« gewissermaßen.Klassen-Karten-Anfragen für die Konzerte in Eberswalde und Werder direkt beim Künstler unter 0160 1884727
Da wir für außerschulische Lernorte viel übrig haben, geben wir diese Offerte gern weiter. Wir wünschen POND, aber vor allem auch unseren Partnerkinos volle Häuser und eine spannende Reise durch den Weltraum.
Gut, wir geben es zu: Der erste Text des Rundbriefes sollte in seiner Überschrift das Lockwort »Wal« haben. »Wal-Kampf« war uns zu politisch und »Wal-Urne« zu deprimierend. Beides hätte ja auch keinerlei Bezug zu FILMERNST. »Wal-Reiterin« dagegen schon, als Übersetzung des originalen »Whale Rider«. Dieser neuseeländische Film war vor mehr als 20 Jahren eine frühe Perle im FILMERNST-Programm. Am Ende der Geschichte reitet ein 12-jähriges Mädchen auf dem Rücken eines Wals hinaus auf den Pazifik, führt damit …
… nicht nur ein ganzes Rudel lebensüberdrüssiger Meeressäuger in die Freiheit, sondern auch ihr Dorf und ihren Stamm in die Zukunft. Dem Großvater hat sie mit der Wal-Rettung eindrucksvoll klar gemacht, dass es nicht auf ewig ein Junge sein muss, der die Traditionen fortführt und das Erbe der Whangara bewahrt.
»Whale Rider«, der Film, entstand nach dem Roman des Māori-Schriftstellers Witi Ihimaera. Aus seiner New Yorker Wohnung heraus hatte der neuseeländische Autor einen im Hudson River aufgetauchten Wal beobachten können. Das seltene Ereignis inspirierte ihn dann zur literarischen Verarbeitung der Wal-Mythen seines Volkes.
Nun sind wir natürlich sehr gespannt auf die literarischen und filmischen Verarbeitungen von Timmys Ostsee-Odyssee. Vielleicht greift ja MV-Umweltminister Till Backhaus gleich mal selbst zur Feder. Als Experten sich gewiss zeigten, dass der wochenlang ganz Deutschland in Hochspannung haltende Buckelwal nun endlich das Zeitliche gesegnet habe, verkündete der wal-kämpfende Minister in einem NDR-Interview: »Ich kann Ihnen heute sagen: Der Wal lebt.«
Wenn das kein Stoff für dramatische Kunst ist! Doch ob FILMERNST den Timmy-Film dereinst ins Programm nimmt, bleibt abzuwarten. Wir würden weiter »Whale Rider« empfehlen!
Teaserfoto: Andrew Bain auf Unsplash Filmplakat und Filmstill: Pandora Film, Köln 2003
Ein Projekt von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz in Kooperation mit FILMERNST. Gefördert durch die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Filmförderungsanstalt.
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FILMERNST – Kinobüro im LIBRA
Struveweg 1
14974 Ludwigsfelde-Struveshof
Sehend lernen – Die Schule im Kino
FILMERNST …
… bietet
im besonderen Lernort Kino und als Teil des Unterrichts ein regelmäßiges Programm ausgewählter Kinder- und Jugendfilme für alle Jahrgangsstufen – und darüber hinaus die Möglichkeit für Veranstaltungen mit medienpädagogisch und künstlerisch wertvollen Wunschfilmen.
… vernetzt
engagierte Lehrer, Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmemacher und ist als Kompetenzzentrum Ansprechpartner für schulfilmische Projekte aller Art.
… präsentiert
sein Angebot in zahlreichen Brandenburger und auch Berliner Kinos und hat sich zum Markenzeichen für schulische Film- und Kinokompetenz entwickelt – in der Region und darüber hinaus.
… fördert
mit anspruchsvollen Unterrichtsmaterialien, mit moderierten Veranstaltungen, Gesprächen und Diskussionen nachhaltig die Entwicklung von Film- und Medienkompetenz, von kultureller und Allgemeinbildung.