FILMERNST

Sehend lernen – Die Schule im Kino

Das Kompetenzzentrum für
Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

Wir wollen's wissen …

.. und bitten alle Lehrerinnen und Lehrer, die mit Ihren Klassen an den SchulKinoWochen teilgenommen haben, um deren Unterstützung bei einer Umfrage. Für die qualifizierte Evaluierung des Projekts hat VISION KINO eine (anonyme) Online-Befragung entwickelt – unter dem folgenden Link können Sie sich an der Umfrage beteiligen ...

Umfrage-Link für SchulKinoWochen 2022:


https://www.surveymonkey.de/r/SKW21_22

Ihre Auskünfte und Anregungen, Vorschläge und Wünsche helfen uns sehr. Die Daten werden vertraulich behandelt und ausschließlich zu internen Auswertungszwecken verwendet.


Froh und erleichtert waren wir, so hatten wir unsere Gefühle ja schon an dieser Stelle beschrieben, als sich der Vorhang im »Movieland« Erkner tatsächlich öffnete und die SchulKinoWochen Mitte März wirklich beginnen konnten. Am Ende zählten wir in 152 Veranstaltungen reichlich 10.000 Besucher:innen. In Zeiten wie diesen war mit einer solchen Resonanz nicht unbedingt zu rechnen. Von einigen wenigen Ausnahmen und Pannen abgesehen, lief alles zu unserer und des Publikums Zufriedenheit. Eine ganze Reihe von Veranstaltungen war begleitet und umrahmt von Moderationen und Filmgesprächen, hier erhielten wir schon die direktesten Rückmeldungen – sowohl Lob als auch Kritik. Nun möchten wir es mit Hilfe der Umfrage noch etwas genauer analysieren.


Vielen Dank für Ihre Mitwirkung – und bis zum nächsten FILMERNST-Rundbrief die herzlichsten Grüße!

»Apis mellifera« …

… ist nur eine von rund 25.000 Bienenarten. Die »Westliche Honigbiene« liefert uns die Naturprodukte Honig und Wachs – ein ebenso köstlicher wie praktischer Nebennutzen ihres fleißigen Tuns. Hauptsache jedoch und überlebensnotwendig für Mensch und Tier ist die Blüten-Bestäubung durch Bienen. Jetzt ist die Zeit, in der sie millionenfach ausschwärmen – und wir können ihnen bei ihrer Pollensuche extrem nahe kommen …


… im Dokumentarfilm »Tagebuch einer Biene« (empfohlen für 2. bis 6. Jahrgangsstufe, aber eigentlich für Menschen jeden Alters). Genau genommen sind es zwei Bienen, die uns an ihrem unterschiedlich langen – oder eher kurzen – Leben teilhaben lassen: eine Sommer- und eine Winterbiene. Die Bienenbilder sind höchst beeindruckend in ihrer Größe und Genauigkeit, auf der großen Leinwand wirken sie um so stärker. Die von Anna Thalbach stimmlich personifizierte »Winterbiene« überzeugt durch sehr anschaulich und verständlich vermitteltes Wissen über sich und ihre Art: Wenn sie von Blüten, Pollen und Honig erzählt, von Drohnen, Arbeiterinnen und Königinnen. Wir hören von ihr, dass Bienen mit der Haut atmen und sehen dazu, wie sie sich vor scheinbar riesigen Regentropfen retten, um nicht zu ertrinken. Wir werden Augenzeuge einer gemeinen Hornissen-Attacke und der heldenhaften Bienen-Verteidigung. Wenn sie nach verrichteter Arbeit an ihre Nachfolgerin, die von Nellie Thalbach gesprochene »Sommerbiene« übergibt, begleiten wir diese auf ihren Sammelflügen durch den Frühling: in Wort und Bild ein großes Film- und Naturerlebnis!

In der FILMERNST-Datenbank findet sich zu diesem Film unter dem Balken »Begleitmaterial« auch ein kurzes Video, in dem der Komponist Darren Fung am Beispiel eines musikalischen Motivs, »First Flight«, seine filmkompositorische Herangehensweise erläutert. Sehr sehenswert.

Fotos: Taglicht Media, Köln/Brian McClatchy; Filmwelt Verleihagentur, Berlin

Mit »More Than Honey« hatte FILMERNST ja schon vor einigen Jahren eine filmische Erzählung von Königinnen und ihren arbeitsamen Völkern im Programm: Szenarien vom Bienensterben globalen Ausmaßes und vom lukrativen Geschäft mit den Pollen. »Tagebuch einer Biene« ist anders in der Betrachtung und Kommentierung, aber nicht weniger erkenntnisreich und horizonterweiternd.

More Than Hony Plakat und Filmstills

Fotos: Senator Film, Berlin

Wir machen mit unseren beiden Bienen und ihrem Tagebuch natürlich ihrer berühmtesten, aber eben nur animierten Artgenossin Konkurrenz, die in »Die Biene Maja – Das geheime Königreich« just zu ihrem dritten großen Kinoflug ansetzt. Wahrscheinlich wird sie ein paar Zuschauer:innen mehr einsammeln, aber nicht die Quantität entscheidet: Unsere »Sommerbiene« wird in nur siebenwöchiger Lebenszeit mit ihrem Volk von abertausenden Blüten Pollen für hundert Kilo Honig zusammentragen, gerade mal ein Teelöffelchen davon ist von ihr – und dieser Honig hat seine Qualität!

Übrigens, noch ein Blick in die Vergangenheit: 1925 wurde Waldemar Bonsels Kindergeschichte von der wissbegierigen Biene Maja zum ersten Mal verfilmt. Fast zwei Jahre dauerten die Dreharbeiten, mit lebenden Insekten, in einem Berliner Terrarium. »Die Biene Maja und ihre Abenteuer«, eine viragierte Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm, erlebte 1926 ihre Premiere. Das Kino »Capitol« am Berliner Nollendorfplatz annoncierte unter dem merkwürdigen Titel »Der Film aller Deutschen: Die Biene Maja« den großen Erfolg: »Wegen der sich täglich steigernden Nachfrage Jugendlicher, die mit ihren Eltern zu Tausenden das Capitol besuchen, finden heute und Sonnabend 5 Uhr Sonder-Vorstellungen für Jugendliche statt.«

2015 erschien die 2004 vom Bundesarchiv-Filmarchiv restaurierte Fassung erstmals auf DVD. Die von Florian C. Reithner komponierte Filmmusik wurde eingespielt vom Orchester Filmharmonie. Als Bonusmaterial eine 20-seitiges Begleitheft und eine halbstündige Dokumentation von Michael Seeber: »Das kleinste Epos der Filmgeschichte«. Im Datenteil der DVD eine Bildergalerie sowie zahlreiche Originaldokumente, Artikel und
Kritiken.

Bei ebenso überwältigender Nachfrage wie 1926 im Berliner »Capitol« wird FILMERNST natürlich auch an den Wochenenden Sondervorstellungen mit »Tagebuch einer Biene« organisieren – für Jugendliche, wenn sie gemeinsam mit ihren Eltern erscheinen … Und ein Kino CAPITOL haben wir auch, in Königs Wusterhausen nämlich.

Fotos: Seeber FILM Verlag, Michael Seeber, Klagenfurt

Aktuelle Programmfilme

Tagebuch einer Biene

2.–6. Jahrgangsstufe

Bori

3.–6. Jahrgangsstufe

Der Junge und die Wildgänse

4.–7. Jahrgangsstufe

Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess

4.–7. Jahrgangsstufe

Träume sind wie wilde Tiger

4.–7. Jahrgangsstufe

Zu weit weg

5.–8. Jahrgangsstufe

About a Girl

8.–11. Jahrgangsstufe

Ein nasser Hund

9.–13. Jahrgangsstufe

Alle Programmfilme anzeigenausblenden

SchulKinoWochen im Land Brandenburg

Ein Projekt von VISION KINO – Netzwerk für Film- und
Medienkompetenz in Kooperation mit FILMERNST.
Unterstützt durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
Gefördert durch die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH.

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Instagram @filmernst
Postanschrift FILMERNST – Kinobüro im LISUM
Struveweg 1
14974 Ludwigsfelde-Struveshof
Sehend lernen –
Die Schule im Kino

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… bietet

im besonderen Lernort Kino und als Teil des Unterrichts ein regelmäßiges Programm ausgewählter Kinder- und Jugendfilme für alle Jahrgangsstufen – und darüber hinaus die Möglichkeit für Veranstaltungen mit medienpädagogisch und künstlerisch wertvollen Wunschfilmen.

… vernetzt

engagierte Lehrer, Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmemacher und ist als Kompetenzzentrum Ansprechpartner für schulfilmische Projekte aller Art.

… präsentiert

sein Angebot in zahlreichen Brandenburger und auch Berliner Kinos und hat sich zum Markenzeichen für schulische Film- und Kinokompetenz entwickelt – in der Region und darüber hinaus.

… fördert

mit anspruchsvollen Unterrichtsmaterialien, mit moderierten Veranstaltungen, Gesprächen und Diskussionen nachhaltig die Entwicklung von Film- und Medienkompetenz, von kultureller und Allgemeinbildung.