FILMERNST

Sehend lernen – Die Schule im Kino

Das Kompetenzzentrum für
Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

Wir wollen's wissen …

.. und bitten alle Lehrerinnen und Lehrer, die mit Ihren Klassen an den SchulKinoWochen teilgenommen haben, um deren Unterstützung bei einer Umfrage. Für die qualifizierte Evaluierung des Projekts hat VISION KINO eine (anonyme) Online-Befragung entwickelt – unter dem folgenden Link können Sie sich an der Umfrage beteiligen ...

Umfrage-Link für SchulKinoWochen 2022:


https://www.surveymonkey.de/r/SKW21_22

Ihre Auskünfte und Anregungen, Vorschläge und Wünsche helfen uns sehr. Die Daten werden vertraulich behandelt und ausschließlich zu internen Auswertungszwecken verwendet.


Froh und erleichtert waren wir, so hatten wir unsere Gefühle ja schon an dieser Stelle beschrieben, als sich der Vorhang im »Movieland« Erkner tatsächlich öffnete und die SchulKinoWochen Mitte März wirklich beginnen konnten. Am Ende zählten wir in 152 Veranstaltungen reichlich 10.000 Besucher:innen. In Zeiten wie diesen war mit einer solchen Resonanz nicht unbedingt zu rechnen. Von einigen wenigen Ausnahmen und Pannen abgesehen, lief alles zu unserer und des Publikums Zufriedenheit. Eine ganze Reihe von Veranstaltungen war begleitet und umrahmt von Moderationen und Filmgesprächen, hier erhielten wir schon die direktesten Rückmeldungen – sowohl Lob als auch Kritik. Nun möchten wir es mit Hilfe der Umfrage noch etwas genauer analysieren.


Vielen Dank für Ihre Mitwirkung – und bis zum nächsten FILMERNST-Rundbrief die herzlichsten Grüße!

Ohne Worte …

… brachte Will Smith seine Empörung zum Ausdruck, er schlug einfach zu. Seine Ohrfeige ins Gesicht von Chris Rock war der wohl spektakulärste Moment der diesjährigen Oscar-Verleihung, der emotionalste war es jedoch nicht. Für den sorgte Troy Kotsur mit seiner Dankesrede nach der Ehrung als »Bester Nebendarsteller«. Auch er kam ohne – hörbare – Worte aus, aber er hatte dem Auditorium Bewegendes zu sagen, in Gebärdensprache …


Der gehörlose Schauspieler stellt im ebenfalls mit dem Oscar als »Bester Film« ausgezeichneten »Coda« einen Familienvater dar. Seinen Oscar widmete Troy Kotsur der Gehörlosen-Community, der »Coda«-Community und der Behinderten-Community: »Das ist unser Moment!«

Oscar Dankesrede

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Einen dritten Oscar gewann »Coda« in der Kategorie »Adaptiertes Drehbuch«, denn der Film (Regie: Siân Heder) ist ein Remake des französischen Kinohits »Verstehen Sie die Béliers« – das Original wurde leider in der Oscar-Gala mit keinem Wort erwähnt. »Coda« jedenfalls erzählt die Familiengeschichte eines gehörlosen Ehepaars, dessen 17-jährige Tochter nicht nur völlig normal hören kann, sondern zudem mit einem herausragenden Gesangstalent gesegnet ist. Aufgrund seiner Einschränkung kann der Vater, können die Eltern diese Begabung ihres Kindes nicht sinnlich wahrnehmen. Die beeindruckende Darstellung seines Schmerzes und des Verlusts trug Kotsur den Oscar ein.

Darsteller:innen:  Amy Forsyth, Daniel Durant, Marlee Matlin, Troy Kotsur
Fotos: Vendome Pictures

Was das mit FILMERNST zu tun hat? Zum einen weisen wir schon mal auf »Coda« hin, falls er es denn als Apple+-Produktion ins Kino schafft und nicht nur im Stream versendet wird. Zum anderen und vor allem aber wollen wir auf einen Film hinweisen, den wir im Frühjahrsprogramm präsentieren: Es ist ein in Südkorea produzierter Kinderfilm, »Bori« (empfohlen für 3. bis 6. Jahrgangsstufe), der ebenfalls eine Familiengeschichte erzählt. Auch hier sind die Eltern gehörlos, ebenso wie ihr kleiner Sohn. Die elfjährige Tochter Bori indes kann ganz normal hören und sprechen – und fühlt sich in ihrer Normalität wie eine Außenseiterin. Immer öfter schaut sie mit Neid auf die anderen drei, wenn die in ihrer eigenen Welt Glücksmomente genießen. Bori bleibt stille Beobachterin, bis sie einen folgenschweren Entschluss fasst: Nach einem absichtlichen Sturz ins Meer wird sie so tun, als wäre sie taub geworden.

Mit Worten, aber vor allem auch ohne ist »Bori« ein feinfühliger und warmherziger Film, keine Oscar-, aber eine klare FILMERNST-Empfehlung!

Fotos: barnsteiner-film, Ascheffel; Sächsischer Kinder-
und Jugendfilmdienst e.V., Chemnitz

Der Film ist deutsch synchronisiert; die Passagen, in denen sich die Protagonist:innen in Gebärdensprache unterhalten, sind deutsch untertitelt. Die Untertitel können bei Bedarf von FILMERNST-Moderator:innen eingesprochen werden.

Aktuelle Programmfilme

Tagebuch einer Biene

2.–6. Jahrgangsstufe

Bori

3.–6. Jahrgangsstufe

Der Junge und die Wildgänse

4.–7. Jahrgangsstufe

Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess

4.–7. Jahrgangsstufe

Träume sind wie wilde Tiger

4.–7. Jahrgangsstufe

Zu weit weg

5.–8. Jahrgangsstufe

About a Girl

8.–11. Jahrgangsstufe

Ein nasser Hund

9.–13. Jahrgangsstufe

Alle Programmfilme anzeigenausblenden

SchulKinoWochen im Land Brandenburg

Ein Projekt von VISION KINO – Netzwerk für Film- und
Medienkompetenz in Kooperation mit FILMERNST.
Unterstützt durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
Gefördert durch die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH.

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Postanschrift FILMERNST – Kinobüro im LISUM
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… bietet

im besonderen Lernort Kino und als Teil des Unterrichts ein regelmäßiges Programm ausgewählter Kinder- und Jugendfilme für alle Jahrgangsstufen – und darüber hinaus die Möglichkeit für Veranstaltungen mit medienpädagogisch und künstlerisch wertvollen Wunschfilmen.

… vernetzt

engagierte Lehrer, Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmemacher und ist als Kompetenzzentrum Ansprechpartner für schulfilmische Projekte aller Art.

… präsentiert

sein Angebot in zahlreichen Brandenburger und auch Berliner Kinos und hat sich zum Markenzeichen für schulische Film- und Kinokompetenz entwickelt – in der Region und darüber hinaus.

… fördert

mit anspruchsvollen Unterrichtsmaterialien, mit moderierten Veranstaltungen, Gesprächen und Diskussionen nachhaltig die Entwicklung von Film- und Medienkompetenz, von kultureller und Allgemeinbildung.