… nicht nur ein ganzes Rudel lebensüberdrüssiger Meeressäuger in die Freiheit, sondern auch ihr Dorf und ihren Stamm in die Zukunft. Dem Großvater hat sie mit der Wal-Rettung eindrucksvoll klar gemacht, dass es nicht auf ewig ein Junge sein muss, der die Traditionen fortführt und das Erbe der Whangara bewahrt.
»Whale Rider«, der Film, entstand nach dem Roman des Māori-Schriftstellers Witi Ihimaera. Aus seiner New Yorker Wohnung heraus hatte der neuseeländische Autor einen im Hudson River aufgetauchten Wal beobachten können. Das seltene Ereignis inspirierte ihn dann zur literarischen Verarbeitung der Wal-Mythen seines Volkes.
Nun sind wir natürlich sehr gespannt auf die literarischen und filmischen Verarbeitungen von Timmys Ostsee-Odyssee. Vielleicht greift ja MV-Umweltminister Till Backhaus gleich mal selbst zur Feder. Als Experten sich gewiss zeigten, dass der wochenlang ganz Deutschland in Hochspannung haltende Buckelwal nun endlich das Zeitliche gesegnet habe, verkündete der wal-kämpfende Minister in einem NDR-Interview: »Ich kann Ihnen heute sagen: Der Wal lebt.«
Wenn das kein Stoff für dramatische Kunst ist! Doch ob FILMERNST den Timmy-Film dereinst ins Programm nimmt, bleibt abzuwarten. Wir würden weiter »Whale Rider« empfehlen!
Teaserfoto: Andrew Bain auf Unsplash
Filmplakat und Filmstill: Pandora Film, Köln 2003
