»Sie war einfach da.« So kurz und knapp erklärt Jan seinem Vater die Erweiterung ihres Zweier-Haushalts. Wie gut das Verhältnis zwischen den beiden ist, beweist schon die Reaktion auf die Mitteilung des Sohns. Statt zu schimpfen, erwidert der Vater nur lapidar: »Hoffentlich macht die uns nicht in die Bude«. Damit ist klar, dass ihr tierisch niedlicher Neuzugang länger bleiben wird. Klar ist auch, dass es nicht lange dauern wird, bis Jan das erste Mal Katzen-Pippi vom Boden aufwischen wird. Das macht er gemeinsam mit seinem besten Freund Sami. Mit ihm testet er auch einen Namen aus, auf den das Kätzchen vielleicht reagiert: Doch weder bei Findus, Simba, Leo oder Tiger, sondern erst bei Koschka wendet sie ihren Kopf. Es ist das russische Wort für Katze. Jan kennt es, weil er neben deutsch auch russisch spricht. Man hört es, wenn er mit seiner Mutter telefoniert – und man merkt es auch an seinem rollenden »R«. Koschka also bleibt bei ihnen und wartet wenig später mit einer Überraschung auf: Im Schrank miauen sanft und leise drei Katzen-Babys. Dieser Familienzuwachs erhöht die Herausforderungen natürlich enorm und damit auch die Verantwortung. Jan möchte erst mal die geplante Ferienreise mit der Mutter verschieben und sich gemeinsam mit Sami voll und ganz seinen Zöglingen widmen. Dritte im Bunde der angehenden Drittklässler wird Martha. Sie ist beeindruckt davon, wie sich die Jungs um die Tiere kümmern. Es gibt viel zu tun, erst recht, nachdem der Tierarzt von Katzenflöhen gesprochen hatte. Und als Jan bei ihm niesen musste, hatte der Doktor auch gefragt: »erkältet oder Allergie?« Bald schon werden die Anzeichen dafür stärker. Gerötete Augen, nächtliches Husten und Atemnot lassen kein andere Wahl: Die Katzen müssen aus der Wohnung und ins Tierheim. Natürlich versuchen Jan, Sami und Martha, das um jeden Preis zu verhindern. Sie lassen sich einiges einfallen und kommen dabei auf unerwartete Spuren. Koschka und ihre Kleinen werden ein gutes Zuhause finden – wo und bei wem wird hier nicht verraten.
Von der Idee bis zum fertigen Film vergingen fast zehn Jahre, ein halbes Katzenleben. Die Ausdauer des Regisseurs hat sich gelohnt, kein Film schnurrt schöner!
Fotos: farbfilm Verleih, Berlin