… von Anfang bis Ende mit Bildern und Tönen, Farben und Formen höchster Lebensfreude. Ein Dank also gen Potsdam an Rainer Simon. Ein Dank und Gruß aber auch nach Berlin, wo die DEFA-Stiftung ihren Sitz hat und seit Jahren dafür sorgt, dass das DEFA-Erbe erhalten und bewahrt, gehegt und gepflegt wird. Und dass Filme eben auch digitalisiert werden, damit sie nicht auf analogem Material in Archiven verstauben, sondern in Kinos weiter am Leben bleiben. Wie eben »Wie heiratet man einen König« (wir werden uns bei Rainer Simon erkundigen, warum dem Titel das Satzzeichen fehlt, obwohl es doch ganz eindeutig eine Frage ist).
Und um noch mal auf das havelländische Wasser zurückzukommen: Gedreht wurde u.a. um das Dorf Päwesin herum. Das erste Bild des Films zeigt uns ein windschiefes Häuschen an einem See. Ein malerisch schönes Motiv – und Rainer Simon glaubt sich zu erinnern, dass es ehemalige Kieskuten waren, »wo unsere Szenenbildner das Häuschen hinbauten, nachempfunden dem Weiherhaus von Albrecht Dürer«. Nicht das einzige Bild und die einzige Einstellung wie gemacht für den Kunstunterricht.

Wir empfehlen »Wie heiratet man einen König« für 1. bis 3. Klasse. Aber eigentlich ist er sehenswert für jedes Alter – und für die Älteren, die DEFA-Freunde, gibt es viel (wieder-)zuentdecken, vor allem auch ganz großartige Schauspielerinnen und Schauspieler. Cox Habbema und Eberhard Esche sind ein Traumpaaar!
Hier die Online-Version des Flyers mit dem FILMERNST-Frühjahrsprogramm.
Der MDR widmet sich mit einem opulenten Programm dem Jubiläum »DEFA 80« – unter diesem Link finden Sie alle Filme und alle Sendezeiten: https://www.mdr.de/presse/achtzig-jahre-defa-100.html
Teaserfoto: © DEFA-Stiftung/Hans Rudolf Hattop, Wolfgang Reinke
Gemälde: »Weier Haws«, Aquarell, Albrecht Dürer 1495/96