FILMERNST

Sehend lernen – Die Schule im Kino

Das Kompetenzzentrum für
Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

14 Kilometer

Sieben hin zum Kino und sieben wieder zurück zur Schule: Mehr Einsatz ist wohl kaum möglich als der einer 6. Klasse. Bewältigt nicht etwa im Laufe eines Wandertags, sondern als spezielle Vor- und Nachbereitung eines Filmbesuchs. Eine Lehrerin merkte das als wirklich einmalige Besonderheit in der Online-Umfrage an, die wir alljährlich nach Abschluss der SchulKinoWochen an die beteiligten Lehrkräfte senden und sie um deren Mitwirkung bitten. In diesem Jahr waren es insgesamt 58 Kolleginnen und Kollegen …

… die sich die Zeit nahmen für die Antworten auf die zahlreichen Fragen – und auch freie Anmerkungen hinzufügten. Wir möchten uns bei allen sehr herzlich für Ihre Mühe bedanken. Mittlerweile ist alles ausgewertet, wie nahezu immer mit großem Erkenntnisgewinn. Ihre Einschätzungen, Meinungen und Kritiken helfen uns sehr.

Wenn 48 der Befragten planen, auch im nächsten Jahr wieder an den SchulKinoWochen teilzunehmen und sieben das immerhin erwägen, nehmen wir das als bestätigendes, ermutigendes, motivierendes Zeichen für die Zukunft – auf ein Neues 2025!

Hier noch einmal ein kleiner bildlicher Rückblick auf die Eröffnung der diesjährigen SchulKinoWochen im »Haveltorkino« Rathenow.
Claudia Zinke, Staatssekretärin im Bildungsministerium, und Jörg Zietemann, Bürgermeister der Stadt Rathenow, schlugen die Klappe für die offizielle Eröffnung. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal erlebten mehr als 200 Schüler:innen einen musikalischen Vormittag der Extraklasse: Mit dem französischen Spielfilm »Divertimento – Ein Orchester für alle« und weiteren musikalischen Darbietungen zweier junger Rathenower Musikerinnen: der Harfinistin Viktoria Maday und der Gitarristin Julia Horn. Beeindruckend auch die auf der Leinwand zu bewundernden Bewegungsdiagramme von Händen weltberühmter Dirigenten – wie Kurt Masur oder Yehudi Menuhin –, mitten im Orchester gezeichnet von der Bildenden Künstlerin Susanne Pomerance. Das intensive Gespräch mit den Jugendlichen drehte sich nicht zuletzt um eigene musikalische, aber auch um Diskriminierungs-Erfahrungen, wie sie die Protagonistinnen des Films erfuhren. Unterricht im außerschulischen Lernort Kino!


Auf den Fotos: Claudia Zinke, Staatssekretärin im MBJS, Jörg Zietemann, Bürgermeister der Stadt Rathenow, Schüler:innen der Spektrum-Schule und des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums sowie das FILMERNST-Team. Des weiteren die Harfinistin Viktoria Maday und die Gitarristin Julia Horn.


Fotos: FILMERNST/Delia Wöhlert


Unsichtbares Stachelschwein

Wie Magie ungeahnte Kräfte entfachen, Hoffnungen bestärken, letztlich sogar Familien zusammenführen und retten kann, das erleben wir in »Mein Totemtier und ich«. Der Film ist Teil unseres aktuellen Angebots und läuft gewissermaßen mit einer Ausnahme-Genehmigung: Die bundesweite, offizielle Leinwand-Premiere ist erst am 6. Juni, und normalerweise liegen einige Wochen zwischen regulärem Kino-Abspiel und dem Einsatz bei schulfilmischen Projekten. Dank langjährig guter Kontakte zum Berliner »farbfilm Verleih« dürfen wir …


»Mein Totemtier und ich« schon vorab präsentieren. Ein großer Dank daher an die im Kinder- und Jugendfilmbereich besonders engagierten »farbfilmer« (speziell Alex und Reno). Wir wissen das Vertrauen zu schätzen und wollen uns natürlich mit guten Besucherzahlen auch für künftige Kooperationen und weitere »farbfilme« empfehlen.

Bislang sieht es allerdings eher frühjahrsmüde aus mit den Anmeldungen aus den Schulen, für alle Filme des Frühsommerprogramms. Deshalb möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf das Angebot und die vier Filme aufmerksam machen. Die Flyer sind schon vor einigen Wochen an die Schulen versandt worden – und auch gleich hier auf der Webseite noch zu sehen und zu lesen.

pdf: FILMERNST Frühjahrsprogramm

Wie immer haben wir sehr viele Filme gesichtet, waren uns aber schnell einig, was wir Ihnen und Ihren Schüler:innen zeigen wollen: drei ganz aktuelle Produktionen und einen Klassiker. Vier filmische Perlen, inhaltlich vielschichtig und vor allem künstlerisch anspruchsvoll. Schon der Film für die Allerjüngsten ist hier das beste Beispiel: »Yuku und die Blume des Himalaya« (empf. für 1.-3. Jahrgangsstufe) ist ein nur 65 Minuten kurzer Animationsfilm, wie ein wunderschönes Bilderbuch: über die Lust am Lesen und Singen, an Wörtern und Tönen, Rätseln und Spielen. Ein Film, der absolut kindgerecht und verantwortungsvoll auch schwere Themen wie das Abschiednehmen von geliebten Personen leicht und einfühlsam gestaltet.

Mit ganz ähnlichen Worten ließe sich »Mein Totemtier und ich« (empf. für 4.-6. Jahrgangsstufe) charakterisieren. Ausgezeichnet beim Chemnitzer SCHLiNGEL-Festival mit dem Europäischen Kinderfilmpreis, verbindet er eine bisweilen bedrohliche Realität mit erlösender Fantasie. Das Totemtier der elfjährigen Ama ist ein riesiges Stachelschwein, ihr für alle anderen unsichtbarer Begleiter – ein magisch-mythischer Kraftspender!

»Krabat« (empf. für 7.-10. Jahrgangsstufe) ist der Klassiker, der bestens zur Diskussion um das literarische Erbe des großen Geschichtenerzählers Otfried Preußler passt. Außerdem passt die Geschichte ins Land Brandenburg und in die Gegenwart, geht es doch um Macht und Verführung, um Manipulation und einen faustischen Pakt. Nicht zuletzt sind Schauspieler am Beginn ihrer Karriere zu sehen, die zu großen Stars wurden: David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober, Hanno Koffler, Charly Hübner – und Paula Kalenberg. Eine sagen- und fabelhaft gute Literaturadaption – eine Wiederentdeckung!

»Reality« schließlich (empf. ab 9. Jahrgangsstufe) präsentiert mit Sydney Sweeney eine junge US-amerikanische Schauspielerin, die dem hiesigen jugendlichen Publikum aus populären Serien und Netflix-Produktionen bekannt ist. Hier brilliert sie in der Hauptrolle einer jungen Frau, die zur ersten Whistleblowerin der Trump-Ära wurde und zu abschreckenden fünf Jahren Haft verurteilt wurde. Die direkt aus dem Verhörprotokoll des FBI stammenden Dialoge des Films sind ebenso raffiniert wie banal, ebenso surreal wie selbstvernichtend. Eine Lehrstunde in Psychologie und Zeitgeschichte, aber auch in Demokratie und »Staatsbürgerkunde«.

Vier Filme im Frühjahrsprogramm 2024, von denen wir überzeugt sind, dass sie zu sehenswerten, auf- und anregenden, erkenntnisreichen und nachwirkenden Kino-Erlebnissen führen werden. Wir freuen uns über Ihre Anmeldungen!

Foto: farbfilm Verleih

Melancholie und Freude

Wie eingangs im Rundbrief angekündigt, hier das Mai-Gedicht Erich Kästners.
Im Galarock des heiteren Verschwenders, / ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders, /aus seiner Kutsche grüßend, über Land.
Es überblüht sich, er braucht nur zu winken. / Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken. / Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein …


Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.
Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!
Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.
Er nickt uns zu und ruft: »Ich komm ja wieder!«
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.

Foto: Nikolaos Topp

Frühbucherrabatt …

... gibt’s höchstens noch bei Urlaubsreisen, aber leider nicht bei Anmeldungen für FILMERNST-Veranstaltungen oder die der SchulKinoWochen. Hier mussten wir die Eintrittspreise mit Beginn des neuen Jahres anpassen und moderat erhöhen: auf 4,50* Euro pro Schüler:in. Ein kleines Zeichen für die Unterstützung unserer Partnerkinos, die trotz beträchtlich gestiegener Kosten …


… für Energie und Personal beispielsweise ihren kulturellen Auftrag erfüllen und uns bei den schulfilmischen Veranstaltungen und den nicht zu knappen Sonderwünschen nach wie vor mit großem filmernsten Engagement die Treue halten. So hoffen wir auf Ihr Verständnis und viele Anmeldungen auch ohne Frühbucherrabatt und einem Eintrittspreis von 4,50 Euro*.

Die ersten Anmeldungen für die SchulKinoWochen haben uns schon erreicht, da waren die Programme noch gar nicht an die Schulen versandt: Besonders filminteressierte, und FILMERNST seit langem verbundene Lehrer:innen hatten sich bereits auf unserer Webseite informiert und ihren Besuch für März avisiert: Sie hätten Frühbucherrabatt verdient.

Nach einem kleinen Anmeldehoch in den ersten beiden Wochen stagniert es jetzt allerdings. Von daher möchten wir Sie gern vor den kurzen Winterferien erinnern und ermuntern, sich in das wirklich gute Programm zu vertiefen – und dann möglichst für eine der Veranstaltungen anzumelden. Wir freuen uns auf Ihre Mails und Ihre Anrufe – und im März auf Ihren Besuch. Und abschließend noch die Bitte, auch Kolleginnen und Kollegen auf die Angebote der SchulKinoWochen aufmerksam zu machen. Da wir bei allen Veranstaltungen zumeist eine Mindestbesucherzahl erreichen müssen (50 bis 60), sind in der Regel mehrere Klassen/Kurse erforderlich.

* Abweichungen vom landesweit verbindlichen Eintrittspreis von 4,50 € pro Schüler:in – »Obenkino« Cottbus und »Neue Lichtspiele« Beelitz – sind in den Rückmeldungen auf  die dortigen Anmeldungen entsprechend vermerkt.

Holy Shit …

… »Mit SCH#!$E die Welt retten«. Etwas kryptisch wurde der Untertitel eines Dokumentarfilms verfremdet, um vielleicht nicht auszusprechen, was dann über 85 Minuten höchst lehrreich und zugleich unterhaltsam zu sehen ist: Wie unsere Exkremente zur Umweltbelastung werden, nach dem Spül-Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Statt dessen sehen wir, welche Veränderungen nötig und möglich wären, um künftig nicht massenhaft runterzuspülen, was anderweitig besser …


… verwertet werden könnte. Kein Scheiß: Dieser Dokumentarfilm bricht Tabus und erhellt dunkle Materie – und er führt die Zuschauer:innen nicht nur durch die Welt, sondern auch nach Eberswalde: Hier sind innovative junge Leute mit ihrem Start-up »Finizio« wegweisend in Sachen Sanitär- und Nährstoffwende.

Und hier das Angebot für die SchulKinoWochen: Das Team von »Finizio – Future Sanitation« würde sich sehr freuen, bei schulfilmischen Veranstaltungen mit »Holy Shit« dabei zu sein und über seine Arbeit zu informieren. Denkbar wären sogar Exkursionen für Schulklassen/Kurse zur Recyclinganlage in Eberswalde – Wissensvermittlung erst auf der Leinwand, dann zum Anfassen. Wir geben dieses großartige Angebot sehr gern weiter, mit dem »Finizio«-Motto: Nach uns der Humus!

Wenn Sie an Veranstaltungen mit »Holy Shit« generell oder mit Gästen interessiert sind, auch über die SchulKinoWochen hinaus, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

»Kopf hoch« …

… und mit Optimismus in die nächsten Jahre hinein!« Klingt gut, dieser Satz, gerade am Jahresanfang. Ist aber nicht von uns, sondern ein Zitat – aus dem Dokumentarfilm »Auf der Kippe«. Die Worte aus dem Mund eines LEAG-Vorstands richten sich an Menschen, die sich im Lausitzer Braunkohlerevier Sorgen um ihre Zukunft machen. Ihre Heimat und ihre Leben stehen auf der Kippe, sie wollen sich nicht mit Phrasen abspeisen lassen. »Auf der Kippe« ist einer von drei Filmen, mit denen wir bei den diesjährigen SchulKinoWochen den Blick auf die Lausitz richten, auf deren Schmerzen und deren Träume …



Neben dem Dokumentarfilm »Auf der Kippe« steht die Otfried-Preußler-Adaption »Krabat« und Andreas Dresens großartiges »Gundermann«-Porträt. Programmiert sind die Filme vorrangig für die Kinos im Süden des Landes, aber natürlich können sie für »Wunschfilm«-Veranstaltungen in allen Spielorten nachgefragt werden.

Neben dem »Fokus Lausitz« möchten wir auch auf die anderen Sonderreihen der diesjährigen SchulkinoWochen hinweisen: Auf »Alltag und Widerstand – Mutige Mädchen und Frauen in der iranischen Gesellschaft« mit drei herausragenden Werken, auf die Filme im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2024 zum Thema »Freiheit« sowie auf das Filmprogramm zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung: 17 ZIELE – Kino für eine bessere Welt.

Offizieller Anmeldeschluss für die Veranstaltungen ist am 1. März. Aber wenn Veranstaltungen bereits gebucht und es noch freie Plätze im jeweiligen Kinosaal gibt, können die natürlich mit Nachmeldungen »aufgefüllt« werden. Es lohnt sich also auf jeden Fall, Kontakt zu FILMERNST aufzunehmen und nachzufragen.

Kannawoniwasein!

Das gab es schon lange nicht mehr, einen Besucherrekord bei FILMERNST! Von Mitte September bis jetzt kurz vor Weihnachten zählten wir rund 8.700 Kinder und Jugendliche in 97 Vorführungen. Und was es auch noch nie gab: Jeder der vier Filme des regulären Herbstprogramms kam auf mehr als tausend Besucher:innen. Absoluter Publikumsfavorit war »Kannawoniwasein!« – mit Anmeldungen aus 53 Schulen. Mehr als 3.000 Mädchen und Jungen …


… hatten in bislang 31 Veranstaltungen viel Spaß an dem turbulenten Roadmovie mit dem wunderbaren Duo Finn und Jola auf ihrem Weg an die Ostsee.

Höhepunkte waren natürlich die Begegnungen mit Gästen: Am Nikolaustag überraschte der Schriftsteller und Drehbuchautor Martin Muser das Publikum im Kino »Union« in Fürstenwalde. Tags darauf besuchte Regisseur Stefan Westerwelle das »MovieMagic« in Eberswalde – und ebenfalls am 7. Dezember freuten sich die Besucher:innen im »Thalia« Berlin-Lankwitz über gleich zwei Gäste: über Leslie Malton, die im Film die taffe Chefin der Motorrad-Rocker spielt, und Felix von Manteuffel, der als ›Opa Heinz‹ zu erleben ist. Beide mussten viele Fragen beantworten und natürlich auch Autogramme geben, sogar auf Sneaker.

Sehr gefreut haben wir uns auch über die starke Resonanz auf »Sonne und Beton«: immerhin 16 Veranstaltungen mit 1.100 Jugendlichen.
Knapp 2.000 Schüler:innen sahen in 15 Veranstaltungen zehn, aus unserer Datenbank ausgewählte »Wunschfilme«, unter anderem bei den, in Koopeeration mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Dahme-Spreewald veranstalteten,  Jugendfilmtagen in Lübben und Königs Wusterhausen oder beim DEFA-Tag im Kino »Astoria« in Wittstock.

34 Veranstaltungen, also mehr als ein Drittel, wurden bereichert durch Filmgespräche im Anschluss an die Vorführungen. Unsere neuen Moderator:innen – Annette Hollywood und Steffen Kieslich – mussten gleich einige Bewährungsproben bestehen und haben sie bestens gemeistert. Willkommen im Team!

Eine wunderbare Weihnachtsbilanz also, mit »Geschenken« wie dieser Mail einer Lehrerin: »Für die Kinder wie auch für uns Begleitpersonen war es ein wunderbares Filmerlebnis in diesem kleinen Kino mit seinem Charme … Selbst am nächsten Tag hatten meine Schüler noch das große Bedürfnis, ihre Eindrücke loszuwerden. Schön, dass Sie diesen Film für Ihr Programm ausgewählt haben! Das Filmgespräch vorher und nach dem Film rundete das Ganze noch ab und vertiefte das Filmerlebnis.«

Zahlreiche gezeichnete Rückmeldungen aus den Schulen gab es auch zum Animationsfilm »Die kleine Spinne Lilly Webster«, über die sich auch die Regisseurin Katarína Kerekesová sehr freute. Sie schrieb uns: »We will be very happy to know the feedback from German children. And we are really proud to be part of your filmernst-festival as a Slovak-Czech co-production work.«

Auf ein Neues 2024! Sehend lernen – Die Schule im Kino, bei FILMERNST.

Fotos: Weltkino Filmverleih, Feldafing / FILMERNST, Hjördis Hornung

Lichtblicke

Klein, aber fein ist das Weihnachtsgeschenk, das wir uns selbst beschert haben: Das Programmheft für die nächsten SchulKinoWochen kam weit schneller als sonst aus der Druckerei und ist nun zum Versand aus dem LISUM bereit. Anfang Januar, nach den Ferien, wird es in allen Schulen vorliegen. Erneut präsentieren wir 30 Film- und Kinogeschichten für alle Jahrgangsstufen, gewissermaßen Lichtblicke für ein Filmfestival im Kleinen. »Lausitz: Schmerzen und Träume« ist eine von mehreren Sonderreihen, zu denen auch …


… das Wissenschaftsjahr zum Thema »Freiheit« gehört, ebenso wie fünf Filme in der Rubrik »17 ZIELE – Kino für eine bessere Welt« und ein starker Fokus auf das iranische Kino: »Alltag und Widerstand: Mutige Mädchen und Frauen in der iranischen Gesellschaft«.

Bevor Sie das gedruckte Heft in den Händen halten, hier schon mal das PDF für die Vorauswahl – und hier, zum ersten Mal, das Programmheft zum Blättern. Ab Anfang Januar sind die 30 Filme auch in unserer Datenbank zu finden, mit allen relevanten Informationen, mit Trailern, Pressestimmen, Unterrichtsmaterial – bereit für viele Anmeldungen.

Einen Wermutstropfen gibt es nach wie vor: Leider haben nicht alle Schulen, an die wir die Programmhefte schicken, auch die Möglichkeit, sich an den SchulKinoWochen und an an FILMERNST zu beteiligen. Ganz einfach, weil ihre Orte ohne Kino sind und der Weg in die nächste Stadt zu weit wäre. Nicht ganz so einfach: Weil es in ihren Orten zwar ein Kino gibt, diese aber nicht an den SchulKinoWochen teilnehmen können oder wollen: weil ihnen der Eintrittspreis zu niedrig ist oder aus anderen, betriebsinternen Gründen. Vor allem aus Oranienburger und Neuruppiner Schulen, aber auch aus dem Fläming, erreichten uns daher im vergangenen Jahr Zuschriften von Lehrkräften, die es sehr bedauerten, unser filmisches Angebot nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzen zu können. Wir versuchen immer wieder, hier für beide Seiten akzeptable Lösungen zu finden, bisher jedoch vergebens. Auch die Erhöhung des Eintrittspreises von 4 Euro auf nunmehr 4,50 Euro pro Schüler:in vermochte daran nichts zu ändern. Insofern können wir alle »kinolosen« Schulen und Lehrkräfte um ihr Verständnis bitten.

Einen im wahrsten Sinne des Wortes schönen Lichtblick aber gibt es in dieser Beziehung: Wir haben ein neues Kino als FILMERNST-Partner.
Das »Neue Lichtspielhaus« Beelitz ist von nun an dabei, die SchulKinoWochen im März werden der Auftakt sein. Bürgermeister Bernhard Knuth gewährte den FILMERNST eine Führung durch sein – nach der aufwendigen Sanierung – wunderbares Kino. Beelitz, wir kommen!

Fotos: Stadt Beelitz

 

Lametta

Weil Weihnachten naht, können wir einfach nicht am Baum vorbeigehen, ohne mit Bedauern festzustellen: »Früher war mehr Lametta!« Opa Hoppenstedt beklagte diesen Verlust, in einem von vielen Loriot-Klassikern. Wir dürfen den berühmt-berüchtigten Stoßseufzer verwenden, ohne dafür Tantiemen bezahlen zu müssen. Loriots Erben wollten das vor etlichen Jahren gerichtlich klären lassen, alldieweil ein geschäftstüchtiger Mensch, wahrscheinlich ein Sachse, diesen Spruch auf T-Shirts drucken wollte. Er sei urheberrechtlich …


… geschützt, da ihm eine »eigene Werkqualität« zukomme. Die Gerichte verkündeten im nicht anfechtbaren Urteil allerdings, dass dem Spruch eine »hinreichende Schöpfungshöhe« fehle und er nur im Kontext des Sketches merk- und denkwürdig werde. Mithin kein Urheberrechtsschutz! Dass beim Hören des Wortes Lametta fast jedem automatisch Loriot in den Sinn kommt: mehr geht nicht an Ruhm!



Wir behängen also die Kiefer mit wenigen Stanniolstreifen und denken an den großen Loriot, der vor 100 Jahren in Brandenburg an der Havel als Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow zur Welt kam.

Wir FILMERNSTe wünschen allen frohe Weihnacht, lassen Dicki ein Gedicht aufsagen und sind uns einig: »Ach, Kinder, ist das gemütlich!«

Hier kauft Opa Hoppenststedt sein Weihnachtsgeschenk:

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Fotos: pixabay AKrebs60ulroettg / ARD Das Erste

Aktuelle Programmfilme

Die kleine Spinne Lilly Webster

1.–3. Jahrgangsstufe

Yuku und die Blume des Himalaya

1.–3. Jahrgangsstufe

Ein Sack Reis

1.–13. Jahrgangsstufe

Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen

2.–5. Jahrgangsstufe

Ernest & Célestine: Die Reise ins Land der Musik

2.–5. Jahrgangsstufe

Oink

2.–5. Jahrgangsstufe

Die Eiche – Mein Zuhause

2.–7. Jahrgangsstufe

Lou – Abenteuer auf Samtpfoten

3.–5. Jahrgangsstufe

Neue Geschichten vom Franz

3.–5. Jahrgangsstufe

Das fliegende Klassenzimmer

3.–6. Jahrgangsstufe

Mein Totemtier und ich

4.–6. Jahrgangsstufe

Kannawoniwasein!

4.–7. Jahrgangsstufe

Mission Ulja Funk

4.–7. Jahrgangsstufe

Eva & Adam

5.–7. Jahrgangsstufe

Der Sommer, als ich fliegen lernte

5.–8. Jahrgangsstufe

Krabat

7.–10. Jahrgangsstufe

Dear Future Children

8.–10. Jahrgangsstufe

So Damn Easy Going

8.–10. Jahrgangsstufe

Auf der Kippe

8.–13. Jahrgangsstufe

Arena 196 – Zwischen Wende, Wahl und Wirklichkeit

9.–13. Jahrgangsstufe

Blix Not Bombs

9.–13. Jahrgangsstufe

Das Land meiner Träume

9.–13. Jahrgangsstufe

Der Kern, der dich zusammenhält

9.–13. Jahrgangsstufe

Divertimento – Ein Orchester für alle

9.–13. Jahrgangsstufe

Franky Five Star

9.–13. Jahrgangsstufe

Gundermann

9.–13. Jahrgangsstufe

Holy Shit – Mit SCH#!$E die Welt retten

9.–13. Jahrgangsstufe

Horizont

9.–13. Jahrgangsstufe

No Land’s Song

9.–13. Jahrgangsstufe

Persepolis

9.–13. Jahrgangsstufe

Reality

9.–13. Jahrgangsstufe

The North Drift – Plastik in Strömen

9.–13. Jahrgangsstufe

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SchulKinoWochen im Land Brandenburg

Ein Projekt von VISION KINO – Netzwerk für Film- und
Medienkompetenz in Kooperation mit FILMERNST.
Unterstützt durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
Gefördert durch die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH.

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Telefon 03378 209 161 (Susanne Guhlke)
03378 209 148 (Susanne Pomerance)
03378 209 162 (Jana Hornung)
E-Mail kontaktfilmernst·de
Instagram @filmernst
Postanschrift FILMERNST – Kinobüro im LISUM
Struveweg 1
14974 Ludwigsfelde-Struveshof
Sehend lernen –
Die Schule im Kino

FILMERNST

… bietet

im besonderen Lernort Kino und als Teil des Unterrichts ein regelmäßiges Programm ausgewählter Kinder- und Jugendfilme für alle Jahrgangsstufen – und darüber hinaus die Möglichkeit für Veranstaltungen mit medienpädagogisch und künstlerisch wertvollen Wunschfilmen.

… vernetzt

engagierte Lehrer, Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmemacher und ist als Kompetenzzentrum Ansprechpartner für schulfilmische Projekte aller Art.

… präsentiert

sein Angebot in zahlreichen Brandenburger und auch Berliner Kinos und hat sich zum Markenzeichen für schulische Film- und Kinokompetenz entwickelt – in der Region und darüber hinaus.

… fördert

mit anspruchsvollen Unterrichtsmaterialien, mit moderierten Veranstaltungen, Gesprächen und Diskussionen nachhaltig die Entwicklung von Film- und Medienkompetenz, von kultureller und Allgemeinbildung.