FILMERNST

Sehend lernen – Die Schule im Kino

Das Kompetenzzentrum für
Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

Verschoben ...

... klingt immerhin besser als abgesagt. Leicht ist uns die Entscheidung nicht gefallen, aber die »virale Entwicklung« ließ uns keine andere Chance: Die SchulKinoWochen im Land Brandenburg rücken vom Januar zwei Monate nach vorn, der neue Termin: 17. bis 31. März 2022. Der achtwöchige Aufschub ...

... ist gewissermaßen »gekaufte« Zeit, in der großen Hoffnung, dass sich die Lage entspannt, vielleicht sogar normalisiert. Aus den Schulen wissen wir, dass die Lust auf Film, auf Gemeinschaftserlebnisse im Kino, unverändert groß ist. Bisher haben uns Anmeldungen für knapp 3.000 Schüler:innen erreicht, die im Januar Veranstaltungen besuchen wollten. Zugleich aber gab es für die FILMERNST-Termine im November/Dezember immer mehr Stornierungen, Absagen, Ausfälle. Diese Ungewissheiten in der Planung und Organisation konnten und wollten wir weder den Kinos noch den Schulen weiter zumuten.


SKW Brandenburg: Verschoben!


Einig waren wir uns aber mit unserem Kooperationspartner VISION KINO, den 2022er Jahrgang der SchulKinoWochen nicht einfach ausfallen zu lassen, sondern alles zu versuchen, um das Angebot aufrecht zu erhalten.


Nun werden wir uns mit den Kinos verständigen und die Bereitschaft zur Teilnahme ihrer Häuser auch im März erfragen. Anschließend werden die neuen Termine in den jeweiligen Spielorten hier auf der Webseite publiziert. Geplant ist auch, die neuen, aktuellen Spielpläne noch einmal an alle Bildungseinrichtungen des Landes zu versenden.

Wir hoffen sehr auf Ihr Verständnis für unsere Entscheidung – und ebenso auf Ihr filmernstes Engagement beim zweiten Versuch. Ihnen, allen Kolleginnen und Kollegen in den Schulen, wünschen wir jetzt und in den kommenden Wochen Kraft und vor allem auch Zuversicht. Wir freuen uns auf bessere Zeiten und auf gemeinsame filmernste Erlebnisse mit Ihnen und Ihren Schüler:innen in den Kinos. Ihr, euer FILMERNST-Team.

Lernt schwimmen!

Im neuen Schuljahr werden, in Kooperation mit Sportorganisationen, für Schüler:innen mit motorischen Defiziten oder psychosozialen Auffälligkeiten im Grundschulalter zusätzliche Bewegungsangebote geschaffen. Für all jene, die nicht schwimmen können, wird es Intensiv-Schwimmkurse geben. »Lernt schwimmen!«, so ist auch das letzte Kapitel von Erich Kästners satirischer Erzählung »Fabian« überschrieben. In der »Geschichte eines Moralisten« springt …


…. der Held am Ende von einer Brücke in den Fluss, um ein Kind vor dem Ertrinken zu retten. »Der kleine Junge schwamm heulend ans Ufer«, heißt es bei Kästner. »Fabian ertrank. Er konnte leider nicht schwimmen.«

Seit Anfang August ist die filmische »Fabian«-Adaption des Regisseurs Dominik Graf nun in den Kinos zu sehen– und wer die Gelegenheit hat, sollte sie unbedingt wahrnehmen. Es ist ein ganz großartiger Film, jetzt auch mit dem adäquaten, dem eigentlichen und ursprünglichen Untertitel: »Der Gang vor die Hunde«. Es ist ein faszinierender Rückblick auf das Ende der Weimarer Republik, aber kein Babylon Berlin. Es gibt Ähnlichkeiten und Parallelen zur Gegenwart, aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern für all jene, die sehen und Zwischentöne hören können und wollen. Ein Meisterwerk in schwarzweiß und Farbe, im klassischen Format, aber ein Film, der aus dem Rahmen fällt.
Kästner, so steht zu vermuten, hätte seinen Gefallen gefunden und sich bestätigt gefühlt – vielleicht gar als »Schulmeister«, der er im besten Sinne des Wortes als Satiriker auch sein mochte.

»Satiriker können nicht schweigen, weil sie Schulmeister sind. Und Schulmeister müssen schulmeistern. Ja, und im verstecktesten Winkel ihres Herzens blüht schüchtern und trotz allem Unfug der Welt die törichte, unsinnige Hoffnung, daß die Menschen vielleicht doch ein wenig, ein ganz klein wenig besser werden könnten, wenn man sie oft genug beschimpft, bittet, beleidigt und auslacht. Satiriker sind Idealisten.«
(Erich Kästner. Eine kleine Sonntagspredigt. Vom Sinn und Wesen der Satire
)

Wenn es ein »Leider« gibt zu Dominik Grafs »Fabian«, dann ist es nur in einer Beziehung von Belang: Der Film ist runde drei Stunden lang und damit – leider – für schulfilmische Veranstaltungen eine Herausforderung. Wer sie aber mit seinen Schüler:innen annehmen möchte, der verschafft ihnen ein Bildungserlebnis allererster Güte. Wir vermitteln das gern.

»Lernt schwimmen!«, diese dringende Aufforderung ist in Dominik Grafs Film an Berliner Litfaßsäulen und auf Plakaten zu lesen. Beiläufig, aber unübersehbar, wie so vieles in diesem Film. Gedreht wurde er übrigens zu großen Teilen in Görlitz an der Neiße.

Teaserphoto by Daoud Abismail on Unsplash
Film Social Media Posts »Fabian«: DCM Film Distribution GmbH
Buchcover: FILMERNST

SchulKinoWochen im Land Brandenburg

Ein Projekt von VISION KINO – Netzwerk für Film- und
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Unterstützt durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
Gefördert durch die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH.

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… vernetzt

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… präsentiert

sein Angebot in zahlreichen Brandenburger und auch Berliner Kinos und hat sich zum Markenzeichen für schulische Film- und Kinokompetenz entwickelt – in der Region und darüber hinaus.

… fördert

mit anspruchsvollen Unterrichtsmaterialien, mit moderierten Veranstaltungen, Gesprächen und Diskussionen nachhaltig die Entwicklung von Film- und Medienkompetenz, von kultureller und Allgemeinbildung.