17 ZIELE – Kino für eine bessere Welt
Frieden und Stärkung der Demokratie, Kampf gegen Hunger, Armut und Ungleichheit, Maßnahmen zum Klima- und Artenschutz – all diese Themen hängen miteinander zusammen und sind zentral für eine nachhaltige Entwicklung hin zu einer lebenswerteren Welt. Das Filmprogramm beschäftigt sich mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung, mit dem Ist-Zustand, hinterfragt kritisch, inspiriert und gibt Anregungen zur Auseinandersetzung.
Diese nachhaltigen Entwicklungsziele können jedoch nur erreicht werden, wenn alle mitmachen: Politik, Unternehmen, Institutionen und Vereine genauso wie jede und jeder Einzelne von uns. Taten sind jetzt gefragt!
Tu Du's auf 17Ziele.de
Ein Angebot von VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz, gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Alle Filme des Programms 2026:
https://www.visionkino.de/schulkinowochen/17-ziele/
Zirkuskind
2.–5. Jahrgangsstufe
Checker Tobi 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde
3.–6. Jahrgangsstufe
Flow
4.–13. Jahrgangsstufe
Die Möllner Briefe
8.–13. Jahrgangsstufe
Ein Tag ohne Frauen
9.–13. Jahrgangsstufe
Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Eine schwere Krankheit kann das Leben von Grund auf verändern, Pläne zerstören und ein soziales Gefüge in Frage stellen – die Filme zum Wissenschaftsjahr 2026 erzählen von solchen Herausforderungen. Sie erzählen von Hoffnung, von Wut und von Wegen, mit Krankheiten umzugehen. Sie erzählen auch von neuen Ansätzen in der Krankenversorgung und von der Vision, die Grenzen des Lebens mit Hilfe neuer Behandlungsmethoden zu verschieben.
Die Medizin der Zukunft setzt auf Fortschritte in der Forschung, auf gezieltere und individualisierte Behandlungen, auf künstliche Intelligenz und Prävention. Aber wird es der Medizin auch gelingen,
trotz fehlender Fachkräfte den einzelnen Menschen mit seiner eigenen Biografie, eigenen Ängsten und einem eigenen Weg durch die Krankheit zu betrachten? Wie wichtig eine erfolgreiche medizinische Forschung sein kann, hat nicht zuletzt die weltweite Corona-Pandemie gezeigt. Zugleich musste eben diese Forschung sich für ihre Arbeit und ihre Aussagen vor einer großen Öffentlichkeit rechtfertigen.
Unsere Filmauswahl lässt die Zuschauer:innen von der Grund-
schule bis zur Sekundarstufe II an existenziellen Erfahrungen Einzelner teilhaben und wirft zugleich einen Blick auf den Wandel des medizinischen Systems, auf neue Wege und Visionen für die Zukunft.
Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
Das gesamte Filmprogramm und weitere Filme unter: www.visionkino.de/wissenschaftsjahr/2026-medizin-der-zukunft/
Romys Salon
4.–8. Jahrgangsstufe
Amelie rennt
6.–10. Jahrgangsstufe
Marie Curie
9.–13. Jahrgangsstufe
Demokratische Grundrechte schützen: Presse, Recht und Ethik im Film
Die Pressefreiheit ist fest verankert im deutschen Grundgesetz:
Als Kontrollinstanz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist die Presse vor staatlicher Zensur und wirtschaftlicher Einflussnahme geschützt. Trotzdem erfährt sie weltweit massive Einschränkungen; steigende Gewalt gegen Journalist:innen und ein Schwund unabhängiger Berichterstattung lassen sich auch in Deutschland erleben.
Gleichzeitig sind überall auf der Welt autokratische Systeme auf
dem Vormarsch, die das Rechtssystem untergraben und Menschen- und Bürgerrechte systematisch missachten. Vor diesem Hintergrund
beleuchtet das Sonderprogramm Presse und Recht als zentrale
Kontrollinstanzen der Gewaltenteilung in demokratischen
Gesellschaften.
Ein Filmprogramm der VISION KINO und der Bundeszentrale für politische Bildung.
Dokumentarfilme – Genauer hingeschaut
Jährlich kommen rund hundert unter deutscher Produktionsbeteiligung entstandene Dokumentarfilme ins Kino – Filme, die unterschiedlichste Themen beleuchten und eine Vielzahl an filmischen Formen aufweisen. In ihrer Nähe zur Realität und durch ihre erzählerische Überzeugungskraft entfalten sie auch politische Strahlkraft: Sie schaffen Bewusstsein, decken Missstände auf und können kollektives Handeln anstoßen.
Für das diesjährige Programm haben wir drei Dokumentarfilme
ausgewählt, in denen sich diese Kraft bei aller Unterschiedlichkeit der Themen auf besonders eindrucksvolle Weise zeigt.
»Über uns von uns« begleitet sieben Teenagerinnen mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund in Eberswalde über mehrere Jahre beim Erwachsenwerden. Aus Szenen aus Kunst-, Musik- und Filmworkshops entsteht ein authentisches Porträt junger
Menschen, die mit Witz, Mut und Kreativität ihren Platz in der Gesellschaft suchen.
Mit leiser Kraft und behutsamer Nähe begleitet »Im Prinzip Familie« den Alltag einer Wohngruppe. Im Zentrum stehen fünf Kinder und ihre drei Erzieher:innen, die ihnen mit Empathie, Geduld und Engagement ein Gefühl von Zuhause schenken. Zwischen aufrichtiger Fürsorge und systemischer Bürokratie entfaltet sich
eine sensible Geschichte über Verantwortung, Bindung und die Frage, was Familie eigentlich bedeutet.
»Riefenstahl« nutzt neu zugängliche Nachlassdokumente, um ein schonungsloses Bild der umstrittenen Regisseurin Leni Riefenstahl zu zeichnen. Indem der Film Riefenstahls aktive Rolle im Nationalsozialismus und ihre spätere Uneinsichtigkeit beleuchtet, schafft er Bewusstsein für die politische Dimension von Kunst
und Erinnerung und ruft dazu auf, historische Verantwortung wachzuhalten und gesellschaftlicher Gleichgültigkeit entschieden entgegenzutreten.
Genauer hingeschaut: mit drei besonderen Dokumentarfilmen.
Über uns von uns
8.–10. Jahrgangsstufe
Im Prinzip Familie
8.–13. Jahrgangsstufe
Riefenstahl
10.–13. Jahrgangsstufe
CineFiesta – ¡Bienvenido al cine!
Zwischen Abschied und Neuanfang: Unser diesjähriger Cine-
Fiesta-Film »Reinas – Die Königinnen« nimmt uns mit ins Peru
der 1990er Jahre. In Lima lernen wir die Familie von Lucía und
Aurora kennen, die sich mit ihrer Mutter Elena auf einen
Umzug in die USA vorbereiten. Dann taucht nach Jahren ihr
Vater wieder auf und wirft die Pläne durcheinander.
Der Film gefällt uns auch deshalb so gut, weil er ab der 7. Klasse
aufwärts für jede Altersstufe etwas zum Entdecken und
Mitfühlen bereithält. Für ein jüngeres Publikum ist vor
allem die Familiengeschichte und die Dynamik der beiden
Schwestern interessant. Während die etwa 15-jährige Aurora
rebelliert und sich weigert, von ihrem Zuhause und ihren
Freunden Abschied zu nehmen, ist die etwas jüngere Lucía
hin und hergerissen zwischen widersprüchlichen Loyalitäten.
Ein älteres Publikum lädt der Film zusätzlich ein, sich mit dem
historischen Kontext zu beschäftigen: Die 1990er Jahre waren in
Peru von politischer Gewalt, Terror und Unsicherheit geprägt,
deren alltägliche Auswirkungen auf die Menschen der Film
spürbar macht. Gleichzeitig zeichnet »Reinas« kein dunkles und
hoffnungsloses Bild von Peru, sondern steckt voller Wärme und
Nostalgie. Am Ende können wir sehr gut verstehen, warum Aurora
ihr Land liebt und nicht weggehen möchte – aber auch, warum
Elena die Zukunft ihrer Töchter woanders sieht.
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