Flow

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Flow
Straume

Lettland, Belgien, Frankreich 2024 / Animationsfilm / 89 Minuten / 4.-13. Jahrgangsstufe

Inhalt


Eine gewaltige Überschwemmung vertreibt Tiere aus ihrem Lebensraum. Eine schwarze Katze entkommt der steigenden Flut. Kann sie ihre Angst vor Hunden und Wasser überwinden und sich auf einem Boot mit anderen Tieren ins Ungewisse treiben lassen? Sie traut sich, und die verschiedenen Tiere begegnen sich zunächst argwöhnisch. Doch sie lernen einander nach und nach näher kennen und vertrauen. Auf ihrer Reise entdecken sie die Ruinen rätselhafter Städte und lernen viel über die sie umgebende Natur. Mit all ihren Eigenheiten setzen sie ihre unterschiedlichen Talente ein, um gemeinsam zu überleben. Der mitreißende Animationsfilm funktioniert ganz ohne Dialoge und verzichtet auf die Vermenschlichung der Tiere: Katze, Wasserschwein, Lemur, Sekretärvogel und Labrador werden in ihren arttypischen Bewegungen gezeigt und sprechen in ihren eigenen ›Sprachen‹.

Ganz ohne Sprache und doch für alle verständlich: Ein tierisches Film-Abenteuer über Umweltzerstörung und Hoffnung im Miteinander.

Fotos © 2024 Dream Well Studio, Sacrebleu Productions, Take Five / MFA+ FilmDistribution, Regensburg

Themen

Tiere im Film   |  Tiercharaktere   |  Katzen   |  Freundschaft   |  Arche Noah   |  Heimat   |  Werte   |  Ängste   |  Respekt   |  Solidarität   |  Zusammenhalt   |  Kommunikation   |  Humanität   |  Umweltschädigung   |  Naturkatastrophen   |  Klimawandel   |  Naturgeräusche   |  Filmsprache   |  Figurenzeichnung   |  Filmtechnik   |  Animationsfilm

Fächer

Deutsch   |  Sachunterricht   |  Kunst   |  L-E-R   |  fächerübergreifend

»›Flow‹ funktioniert als kindgerechter Film über die Kraft von Freundschaft und Solidarität, gerade angesichts bedrohlicher Situationen. Zugleich ist ›Flow‹, ohne belehrend zu wirken, ein erwachsenes filmisches Plädoyer für die Schönheit, den Wert und die Würde alles Lebendigen und eine Warnung vor der Verletzlichkeit und möglicher menschengemachter Vernichtung der natürlichen Grundlagen. Es wird kein Zufall sein, dass neben vertrauten Haustieren wie Hund und Katze die Hälfte der Crew auf der Liste der gefährdeten oder sogar vom Aussterben bedrohten Tiere zu finden ist [... ] Am Ende bleiben in  ›Flow‹ die großen Augen der Katze und ihrer Freunde, die weiter staunen und uns auf den Ausblick in eine lebenswerte Zukunft hoffen lassen.« 
Julia Helmke, epd film, Frankfurt/Main

»Ein Film, der es tatsächlich versteht, keine Unterschiede zwischen jungem und älterem Publikum machen zu müssen. Ein Film der es tatsächlich schafft, in allen Aspekten alle Altersgruppen gleichermaßen anzusprechen. Fantastische Bilder, einnehmende Figuren, eine exzellente Tonebene, eine atmosphärische Schnittfolge. Und die magischste Sterbeszene, seit es Kino gibt. Gints Zilbalodis‘ ›Flow‹ ist eine geschlossene Welt aus zauberhafter Poesie – und die macht den Film zu einem ästhetischen Meisterwerk.« 
Uwe Kraus, alleyways.de, Fürth

» ... begeistert ›Flow‹ nicht nur dank seiner diversitätsbejahenden Botschaft, sondern ist dank seiner farbsatten, dynamischen Bildwelten, die dank der entschleunigten Kamera in sich ruhende Momente der Betrachtung zulässt,  für die große Leinwand gemacht. Das Wasser gluckert, sprudelt, fließt, der Wind bläst, der Hund bellt, das Capybara grunzt, der Vogel kreischt. Sie alle haben ihre Art zu kommunizieren, und auch wenn sie sich untereinander kaum verstehen, so ist es die Geste des Respekts, der sie alle weiterbringt. In dieser universellen filmischen Botschaft kann man sich verlieren und treiben lassen. Denn niemand geht in dieser und in anderen Welten jemals verloren.« 
Michael Grünwald, filmgenuss.com, Wien

»Es ist eine traumhafte Stimmung entstanden, die neben aller Ernsthaftigkeit auch sehr stimmige  Situationskomik ins Bild setzt, weil die Tiere eben nicht aus ihrer Haut heraus können. Die Katze will mit dem schwingenden Schwanz des Affen spielen, oder springt ganz kätzisch einer Lichtreflexion hinterher. Der Hund jagt allen runden Gegenständen nach, als wären es Bälle. Die Bilder sehen aus, als seien sie mit Ölfarben gemalt, sie sind aber CGI animiert und mit einem Sound unterlegt, der die surreale Atmosphäre noch verstärkt, aus der wir am Ende plötzlich geweckt werden. Schade - man hätte den Film gerne noch weiter geträumt.«
Katrin Hoffmann, kinder-jugend-filmportal.de, Remscheid

»Getragen wird der Film ganz von den Welten, die er in seinen Bildern entwirft. ›Flow‹ ist der rare Fall eines ebenso unterhaltsamen Animationsfilms, der es bei aller Leichtigkeit nicht an Denkanstößen fehlen lässt. Gints Zilbalodis ist ein Glücksfall für den europäischen Animationsfilm und stellt das mit ›Flow‹ ein weiteres Mal unter Beweis.« 
Fabian Tietke, taz, Berlin

»Wovon ›Flow‹  dabei im Kern erzählt, ist kein großes Mysterium, selbst wenn die Katastrophe und die Welt, die sie heimsucht, nicht im Detail erläutert werden. Es ist jedoch eine Geschichte, die gerade auf Grund ihrer geerdeten und besonnenen Erzählweise ein ganz anderes Publikum anspricht, als es die meisten Animationsfilme tun. Nicht darauf aus, im Minutentakt den nächsten Gag zu präsentieren, oder eine Actionszene nach der anderen. Stattdessen vermittelt das Erkunden jener Welt, gerade durch die Perspektive der Tiere, zuerst ein Gefühl der schieren Einsamkeit ohne menschliche Figuren, die im Verlauf einem Zusammengehörigkeitsgefühl weicht, das einen mit einer unvorhergesehenen Wärme füllt.« 
Jens Adrian, treffpunkt-kritik.de, Putzbrunn

»Vor allem erzählt ›Flow‹ mit fantastischen Bildern eine schlichte, aber schöne Geschichte. Dabei wird aus den tierischen Hauptfiguren eine muntere Reisegesellschaft mitten in einem weltverändernden Ereignis. Dabei entsteht gerade durch die Tierbeobachtung und die wortlose Kommunikation eine faszinierende Ebene im Film von Gints Zilbalodis. Die nimmt praktisch das gesamte Publikum mit, sofern es sich auf den Film einlassen mag. Das ist schon große Animationskunst ...« 
Frank Schmidke, brutstatt.de, Hamburg

»In Zilba­lodis’ Heimat Lettland, wo ›Flow‹ alle Kassen­re­korde brach, wurde dem Film sogar ein Denkmal in Form einer Katze, gleich neben dem Freiheits-Monument in Riga, gesetzt. Zu Recht, denn Zilba­lodis erzählt ja nicht nur eine tages­ak­tu­elle Geschichte über unsere kommu­ni­ka­tive ›Kris­tal­li­sie­rung‹, sondern letzt­end­lich auch eine univer­selle Geschichte über die ewige Migration aller Lebewesen auf dieser Erde, von denen der Mensch nur eines ist. Doch ist es hier immerhin eine menschen­ge­machte Arche Noah, stößt die Natur so wie die Politik an ihre Grenzen und muss inzwischen fast jede Nation befürchten, zu den nächsten ›Boat People‹ zu werden, ist ›Flow‹ also ein fast schon perfekter Spiegel, um sich auf das vorzu­be­reiten, was kommt, ohne Angst, aber mit neugie­rigem Staunen.«
Axel Timo Purr, artechock.de, München

»Abseits der großen kosmischen Vorgänge und der dramatischen Landschaftspanoramen entspinnt sich in ›Flow‹ außerdem ein intimeres, aber darum nicht weniger drängendes Drama. Denn die junge Katze kämpft nicht nur ums nackte Überleben, sondern auch um eine gelingende Kommunikation mit den anderen Schutzsuchenden, die sie auf ihrer Reise begleiten. Die Tiere versuchen, sich mit Gesten und Blicken untereinander verständlich zu machen und doch scheint es dabei nie zu gelingen, einen stabilen Zugang zum Innenleben des Gegenübers herzustellen [... ]Selbst in einer Extremsituation, in der man existenziell auf den anderen angewiesen ist, bleibt ein verlässliches Gefühl der Gemeinschaft unerreichbar.«  
Philipp Schwarz, critic.de, Berlin

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