FILMERNST

Sehend lernen – Die Schule im Kino

Das Kompetenzzentrum für
Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

2015
Quatsch gemacht

Es wurden Klappen geschlagen, Töne geangelt, Takes wiederholt, bis alles im Kasten war: Fast wie bei einer großen Filmproduktion, was im Prenzlauer UNION zum »Tag der Filmbildung« über die Bühne ging. Als Highlight gab’s die Preview von Veit Helmers »Quatsch und die Nasenbärbande«. Weltweit ein Festival-Erfolg, reagierten Erwachsene hierzulande eher verhalten-besorgt auf die freudvolle Kinder-Anarchie.
Wir wollten es genauer wissen …


… und holten, in Kooperation mit »Kinder machen Kurzfilm«, Schüler:innen der 5. Klassen der Grund- und Oberschule Grabow ins Kino. Sie sollten schauen und beurteilen, ob und wie der »Quatsch« sich eignet für Erst- und Zweitklässler. Die jungen Filmkritiker:innen waren emsig bei der Sache, füllten Fragebögen aus, schrieben kurze Texte, und zum Schluss wurden ihre Pro- und Kontra-Argumente in Wort und Bild festgehalten. Vor dem Kino wurde dann das große »Quatsch«-Klassenfoto gestellt.


Als Gesamtnote für den Film ergaben die Bewertungen der 42 Mädchen und Jungen – analog zu den Schulnoten – einen Wert von 1,8. Die meist angekreuzten Adjektive für die Beschreibung des Films waren: lustig, fantasievoll, verrückt, chaotisch, action-geladen. Auf die Frage, wie sie sich nach dem Anschauen des Films gefühlt haben, antworteten die Kinder mit: sehr cool, crazy, lustig, aufgeregt, verrückt, gut, MILCHig☺, traurig vor Freude und ziemlich froh.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, wollten die Schüler:innen den Film ihren jüngeren Geschwistern empfehlen, aber eigentlich, so war die übereinstimmende Auffassung, sei es ein Film für die ganze Familie.
Kein Quatsch!



Fotos: FILMERNST



Gedreht wurde der Film übrigens im märkischen Buckow – und mit den dortigen, von den Grund-Brüdern geleiteten »Parklichtspielen« war erstmals ein FILMERNST-Partnerkino auf der Leinwand zu sehen.




Bei einer Veranstaltung mit »Lauf, Junge lauf« im CAPITOL Königs Wusterhausen freuten wir uns über den Besuch vom Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, Stephan Loge. Er wollte nicht nur gemeinsam mit den Schüler:innen den Film sehen, sondern im Anschluss daran auch mit ihnen darüber reden. Er sprach sehr bewegend von der Notwendigkeit, auch heute noch an den Holocaust zu erinnern und zu verhindern, dass Menschenfeindlichkeit irgendwo geduldet würde. Er sei sehr dankbar für solche Filme, und er forderte die Jugendlichen auf, sich ganz aktuell mit den Geflüchteten und Hilfesuchenden zu solidarisieren und sie zu unterstützen, was vor allem vor dem Hintergrund an Bedeutung gewann, dass Rechtsradikale und Rechtspopulisten gegen den Bau einer Flüchtlingsunterkunft in Königs Wusterhausen mobil machten. Der Landrat wünschte sich unbedingt weitere Veranstaltungen dieser Art.



Fotos: NFP Marketing & Distribution





Im April 2014, bei der FILMERNST-Party, hatte er noch auf der Bühne des CAPITOL gestanden, als Bandleader der Schülerband der Zeuthener musikbetonten Gesamtschule »Paul Dessau«. Anfang 2015 wechselte der Schulleiter Dr. Thomas Drescher zwar nicht ganz die Seiten, wohl aber das Amt: Er wurde Staatssekretär im MBJS – und Günter Baaske neuer Bildungsminister. Nachdem wir erst zum zehnjährigen Jubiläum ein paar große Schirme in den FILMERNST-Farben hatten produzieren lassen und einen auch an Martina Münch übergaben, brauchten wir nun schon wieder einen neuen Schirmherrn, den vierten mittlerweile. Günter Baaske nahm an – und erzählte uns bei einem seiner Besuche von seinen jugendlichen Kino-Erfahrungen, nicht zuletzt mit DEFA-Filmen.



Fotos: FILMERNST


2015
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