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Lauf, Junge lauf

Deutschland/Frankreich/Polen 2013

 

 

Wenn Srulik sein Leben retten will, dann muss er von heute auf morgen Jurek, dann muss er vom Juden- zum Christenkind werden. Jeder Fehler aber kann tödlich sein, auf der Flucht durch das von Deutschen besetzte Polen. Verborgen unter einem Pferdekarren, war er 1942 als Achtjähriger dem Warschauer Ghetto entkommen. Er versteckt sich in den Wäldern, schließt sich anderen Kindern an, wird denunziert und verraten, erfährt aber immer wieder auch Solidarität. Gut und Böse liegen nah beieinander und sind nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Beseelt von unbändiger Überlebenskraft, erträgt der Junge allen Schmerz und alle Pein. 

Nach Uri Orlevs gleichnamigem Jugendbuch, basierend auf authentischen Erlebnissen von Yoram Fridman. Ein Hohelied der Menschlichkeit in finsteren Zeiten.

Fotos: NFP Marketing & Distribution



 

Themen

Antisemitismus, Autobiografie, Flucht/Vertreibung, Gewalt, Holocaust, Identität, Krieg, Literaturverfilmung, Nationalsozialismus, Solidarität, Verantwortung, Verrat, Vertrauen, Werte, Zeitgeschichte, Zivilcourage

 

Fächer

Deutsch, Geschichte, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Politische Bildung, Polnisch

 

Kritikerstimmen

»›Lauf Junge, lauf‹ ist spannend erzählt und solide inszeniert. Vor allem das polnische Zwillingspaar Andrzej und Kamil Tkacz, die abwechselnd die Hauptrolle übernommen haben, setzt hier schauspielerische Glanzpunkte. Mit soviel Hingabe spielen sie und mit so viel kindlicher Strahlkraft, dass einem das Herz aufgeht und dass man schon nach wenigen Minuten vergisst, dass es sich hier um einen Spielfilm handelt und nicht um die Realität. 
Carsten Beyer, kulturradio vom rbb, Berlin und Potsdam

»›Lauf Junge, lauf‹ schafft es, eine Zeit der Unordnung, Angst und Bedrohung lebendig zu machen, ohne in Klischees und Kitsch zu verfallen. Eine große Hilfe ist dabei der Wald, den Danquart zugleich archaisch und sehr konkret abbildet. Für die vagabundierenden Kinder ist er ein wahrer Schutzschild und insgeheim eine Figur, die im Film mitspielt. 
Josef Schnelle, Deutschlandfunk, Köln

»›Lauf, Junge, lauf‹ ist ein Stationendrama, dessen unsteter Rhythmus auch beim abgebrühtesten Zuschauer keine Langeweile aufkommen lässt. Dass Danquart durchweg konventionell erzählt, dass der Proporz an bösen und weniger bösen Nazis, an guten und weniger guten polnischen Bauern so ungemein ausgewogen erscheint - auch das muss sich wohl eher der Zuschauer selbst ankreiden, dem alle Extreme in dieser Darstellungshinsicht als falsch aufstoßen würden.« 
Barbara Schweizerhof, taz, Berlin

»Danquart erzählt dieses Schicksal in traditioneller Machart ohne Extravaganz. Vollkommen zu Recht. Jedes Mätzchen, jeder Manierismus würde das reale Erlebnis dämpfen und in seiner Drastik schmälern. So erweist sich die klassische Form des Abenteuerfilms als sinnige Strategie des Regisseurs.« 
Katrin Hildebrand, Merkur, München

»Die historische Wahrhaftigkeit dieses eindrucksvollen Jugendabenteuers bezeugt am Ende dann ein kurzer Besuch von Pepe Danquart am Strand von Tel Aviv, wo mit Yoram Fridman jener Mann vor die Kamera tritt, dem dieses zutiefst berührende und fesselnde Schicksal wiederfahren ist.«
Thomas Volkmann, programmkino.de



zuletzt aktualisiert am 19.01.2016

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