FILMERNST

Sehend lernen – Die Schule im Kino

Das Kompetenzzentrum für
Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

2007
Im Europäischen Parlament

Ganz unerwartet die Einladung, höchst erfreulich das Angebot, einzigartig der Ort: Im Europäischen Parlament in Strasbourg erlebte FILMERNST Ende Oktober 2007 seine internationale Premiere. Ein dreitägiger Kongress der französischen Initiative »École et Cinéma« versammelte Projektkoordinatoren aus 92 französischen Departements zum Erfahrungsaustausch − und zum Blick über die Grenze …



»Éducation au cinéma en Europe: l’exemple de l’Allemagne, trois projets à découvrir en Allemagne«, so stand es im offiziellen Flyer. Ein Vormittag war speziell dem deutschen Film und insbesondere den Aktivitäten im Rahmen schulischer Filmbildung gewidmet. Neben VISION KINO und Cinéfête konnte auch FILMERNST Voraussetzungen, Ziele und Ergebnisse seiner Arbeit darstellen und dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Ländern deutlich machen. In einem Saal des europäischen Parlaments von den guten, durchaus anregenden brandenburgischen Aktivitäten im Bereich von Film − Kino − Schule zu berichten, war nicht nur eine filmernste Herausforderung, sondern auch ein kleines Beispiel für das »Europa der Regionen«.





In den SchulKinoWochen 2007 präsentierten wir erstmals einen FOKUS DEFA mit vier Filmen. Die Eröffnungsveranstaltung war einem Klassiker gewidmet: »Berlin − Ecke Schönhauser« – und es wurde eine filmernste DEFA-Sternstunde, vor allem der Gäste wegen: Auf dem Podium saßen Ilse Pagé und Ernst-Georg Schwill als Hauptdarsteller*in des Films, Evelyn Carow als dessen Schnittmeisterin und nicht zuletzt Wolfgang Kohlhaase – Drehbuchautor von nationalem Ruhm und internationaler Klasse. »Wir erzählten Geschichten, die wir uns zutrauten«, berichtete Kohlhaase den Schülerinnen und Schülern. Dass sie auch heute noch Jugendliche für sich einnehmen können, war im Saal zu merken. Ernst-Georg Schwill, der während der Vorführung inmitten des Publikums saß, wollte gespürt haben, wie in manchen Szenen den jungen Leuten noch immer »das Herz puckerte«, wenn es um die Liebe auf der Leinwand gehe, aber auch beim Zoff der Jungen mit den Alten.



Fotos: DEFA-Stiftung, Siegmar Holstein, Hannes Schneider; FILMERNST


»Die Mehrzahl der 14- bis 16-Jährigen im vollbesetzten Kinosaal des Filmmuseums sind gestern Vormittag während der gesamten achtzig Minuten dicht dran am Geschehen, lassen sich gefangen nehmen von dieser Clique in dem DEFA-Klassiker ›Berlin – Ecke Schönhauser‹, die sich von den Erwachsenen gegängelt fühlt und mit Mutproben gegen alles Vorgefertigte rebelliert.«
Heidi Jäger, Potsdamer Neueste Nachrichten, 02.11.2007


2007
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