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Persepolis

Frankreich 2007

 

Inhalt
Marjane ist zehn, als der Schah aus dem Iran vertrieben wird und die Ayatollahs an die Macht kommen. Zunächst ist die Familie voller Hoffnung, auch weil Marjanes Onkel, ein Kommunist, aus dem Gefängnis entlassen wird. Begeistert spielt die Kleine mit Freunden das widersprüchliche politische Geschehen nach. Sie selbst sieht sich als Prophetin, die mit Gott in Kontakt steht. Fortschritt und Freiheit bleiben im Zuge der Islamischen Revolution jedoch allzu bald auf der Strecke. Tausende werden inhaftiert, Frauen sind wieder gezwungen, ihre Gesichter mit Kopftüchern zu verhüllen. Die heranwachsende Marjane rebelliert, unterstützt von der resoluten, lebensklugen Großmutter, gegen die Sanktionen. Heimlich hört sie Pop- und Punk-Musik. Als der Onkel von den neuen Machthabern hingerichtet und Teheran im ersten Golfkrieg gegen den Irak bombardiert wird, beschließen Marjanes Eltern, die Tochter auf eine Schule nach Wien zu schicken. Obwohl Außenseiterin, findet sie schnell Anschluss. Doch eine unglücklich endende Liebe stürzt sie in tiefe Depression. Sie gibt die Schule auf, verliert die Wohnung und lebt auf der Straße. Als sie nach einer schweren Erkrankung in eine Klinik eingeliefert wird, beschließt sie, nach Teheran zurückzukehren und einen Neuanfang zu wagen. Mit 24 verlässt sie den Iran wieder in Richtung Paris. Diesmal ist es ein Abschied für immer.

Themen
Erwachsenwerden, Identität, Familie, Generationen, Rollenbilder, Heimat, Gesellschaft, Iran, Islam, Fundamentalismus, Gender, Menschenrechte, Exil, Krieg, Todesstrafe, Comic, Graphic Novel, Heavy Metal, Zeichentrick (2D-Animation)

Fächer
Deutsch, Französisch, Geschichte, Geografie, Kunst, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Sozialkunde, Philosophie

Pressestimmen
»... wurde bei der Premiere auf den Filmfestspielen in Cannes bejubelt; nur die iranische Regierung protestierte gegen die ›Verunglimpfung des Landes‹ ... Tatsächlich ist ›Persepolis‹ der schönste und erstaunlichste Zeichentrickfilm seit langem.«
Jens Baltzer, Berliner Zeitung

»... ebenso berührend wie unterhaltsam und vor allem eines nicht: Kinderkram.«
Henning Hönicke, Brigitte

» ... von der ersten bis zur letzten Szene ein faszinierendes Erlebnis, wozu auch die hervorragende Musik und die karge Strenge von Licht und Schatten entscheidend beitragen.«
Filmbewertungsstelle

» …ein großes Schmuckstück des französischen Animationsfilms, ja des Autorenkinos überhaupt. Kein Film wurde bei den letzten Filmfestspielen von Cannes stürmischer gefeiert.«
Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau




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