Rosis Leben im südamerikanischen Suriname fühlt sich perfekt an: Sie liebt ihre Freundinnen, Fußballspielen unter Palmenbäumen am Strand und ihre Oma, die ganz in der Nähe wohnt. Als ihr Vater befördert wird und die Familie in die grauen und regnerischen Niederlande umzieht, bricht für Rosi eine Welt zusammen. Doch dann freundet sie sich mit ihrer Klassenkameradin Jitte an, die genau wie Rosi verrückt nach Fußball ist. Im Verein kann Rosi ihr Talent beweisen und findet eine neue Gemeinschaft. Bald steht sie bei jedem Spiel auf dem Rasen und schießt für ihre Mannschaft wichtige Tore. Dafür muss ihre Freundin Jitte immer öfter auf der Ersatzbank sitzen – das belastet ihre Freundschaft. Zwischen Eifersucht, Rivalitäten und Rückschlägen müssen die Fußballerinnen lernen, zusammen und nicht gegeneinander zu spielen.
Nur gemeinsam kommt man ans Ziel: Der Sportfilm erzählt
eine altbewährte Geschichte auf frische und mitreißende Art.
Fotos: Der Filmverleih, Stuttgart
»Im Kern ist ›Lioness‹ eine Coming-of-Age-Geschichte, in der die Protagonistin ihre geliebte Heimat verlassen und einen Neuanfang in der Fremde wagen muss. Der fröhlich-kokette Afro-Look, den Rosi selbstbewusst und frech im sonnendurchfluteten Surinam getragen hatte, wandelt sich in den verregneten Niederlanden in einen streng nach hinten gebändigten Zopf – südamerikanische Lebensfreude weicht europäischer Disziplin. Dabei muss Rosi auch die Erfahrung machen, dass Freundschaft, besonders in der Pubertät, ein fragiles Gut ist, das ständig erneuert werden muss. Mit dem Erfolg kommt der Neid. Auch für diese Rivalität muss die Protagonistin eine Lösung finden. Die Wirren der Pubertät brechen mit Gewalt über sie hinein.«
Michael Ranze, filmdienst.de, Bonn
»Nicht alle Plot-Elemente sind plausibel, aber die Grundstory überzeugt und ist unterhaltsam, mit eingängiger Popmusik und aus der Sicht von Rosie erzählt. Das Mädchen – authentisch gespielt von Alyssa van Ommeren – trägt den Film, und auch wer kein Fußball spielt, kann sich leicht mit dem Mädchen identifizieren.«
Verena Schmöller, Münchner Merkur
»Obwohl der Film auch die Schattenseiten eines Teenager-Lebens nicht ausspart und mit großer Ernsthaftigkeit Themen wie Verlust, Vertrauen und Freundschaft behandelt, ist er in jeder Minute pures Gute-Laune-Kino. ›Lioness‹ strotzt geradezu vor Lebensfreude und positiver Energie. Und wäre dieser Film ein Fußballtrainer: Man könnte ihn mit Fug und Recht als ›Motivationskünstler‹ bezeichnen.«
Gaby Sikorski, programmkino.de, Berlin
»Der Kameramann Willem Helwig setzt das südamerikanische Land, in dem man Niederländisch spricht, gekonnt in Szene und lässt sich auch später, etwa während der zahlreichen Fußballszenen, einiges einfallen. Um die sich wiederholenden Ballstaffagen nicht zu redundant erscheinen zu lassen, setzt Helwig beispielsweise auf Drohnenflüge, die das Geschehen auf dem Rasen noch dynamischer machen.«
Falk Straub, spielfilm.de, Nierstein
»Besonders stark ist ›Lioness‹ dort, wo aufgezeigt wird, wie Gemeinschaft über Unterschiede hinweg entstehen kann – durch Zusammenhalt, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung. Insgesamt überzeugt der Film mit einer harmonischen Schnitt- und Farbgestaltung, die den positiven Grundton unterstützt. Insbesondere die Fußballszenen sind atmosphärisch inszeniert und mit energiegeladener Musik unterlegt, was dem Film eine gewisse Dynamik und Emotionalität verleiht. Schauspielerisch überzeugt vor allem Hauptdarstellerin Alyssa van Ommeren, die Rosis inneren Konflikt zwischen Anpassung und Selbstbehauptung glaubwürdig verkörpert ...«
Lisa Melzer, merz | medien + erziehung, München
»It’s no surprise when Rosi scores the final goal at the big game, but by the time that scene arrived, I didn’t really care. The adrenaline-pumping speed and energy of a football game makes it an inherently cinematic sport, and Leeuwin is able to capture that quality with an infectious enthusiasm. It got to me. I wanted to see Rosi make up with Jitte, find out that Chloe is a friend and win the game. And I suspect that many other viewers will feel the same.«
»Es ist keine Überraschung, dass Rosi das letzte Tor im großen Spiel schießt, aber als diese Szene kam, war mir das eigentlich egal. Die adrenalingeladene Geschwindigkeit und Energie eines Fußballspiels machen es zu einem von Natur aus filmreifen Sport, und Leeuwin gelingt es, diese Eigenschaft mit einer ansteckenden Begeisterung einzufangen. Das hat mich gepackt. Ich wollte sehen, wie Rosi sich mit Jitte versöhnt, herausfindet, dass Chloe eine Freundin ist, und das Spiel gewinnt. Und ich vermute, dass es vielen anderen Zuschauern genauso gehen wird.«
Megan Fisher, loudandclearreviews.com, Albany, NY (übersetzt mit DeepL.com)