Momo

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Momo

0 / Spielfilm / 92 Minuten / 5.-7. Jahrgangsstufe

Inhalt

Das Mädchen Momo wohnt ganz allein in den Ruinen eines alten Amphitheaters. Wirklich allein ist sie aber eigentlich nie. Alle lieben Momo. Denn sie kann richtig gut zuhören und macht das Amphitheater zu einem Ort, an dem Menschen einander wirklich begegnen. Hier wird gelacht und getanzt und sich umarmt. Doch plötzlich fangen die Menschen an, Zeit sparen zu wollen. Ein seltsames Armband, verteilt von einer Agentur namens Grey Company, soll ihnen dabei helfen. Alle um Momo herum werden immer ernster. Sie denken nur noch an Arbeit und Pflichten.
Momo entdeckt den wahren Grund dafür: Die Grey Company hilft den Menschen nicht, ihre Zeit besser zu nutzen, sondern stiehlt sie ihnen heimlich. Als Momo einer geheimnisvollen Schildkröte begegnet, auf deren Panzer leuchtende Botschaften erscheinen, erkennt sie, dass noch Hoffnung besteht und dass sie vielleicht die Einzige ist, die die Menschheit vor den Zeitdieben retten kann.

Michael Endes Märchenklassiker neu erzählt für unsere Zeit.

 Fotos: Constantin Film, München

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»Dass die Zeit-Diebe hier nicht mehr in Grau gekleidet sind und graue Zigarren rauchen, ist zwar bedauerlich, da sich das Sinnbild des grauen Alltags toll in den Schurken der Story wiederfindet, aber auch hier gibt sich die Neuinterpretation sichtlich Mühe. Regisseur Ditter fängt die Fantasie und den Charme der Vorlage vor allem im spannenden letzten Drittel gelungen ein, hält aber auch mit Humor nicht zurück. Er modernisiert den Klassiker, bleibt ihm aber gleichzeitig treu.« 
Sven Adran, treffpunkt-kritik.de, Putzbrunn

»Geschickt gelingt es Christian Ditter in seinem Drehbuch und seiner Inszenierung dabei, die wichtigsten Elemente der Vorlage Endes zu bewahren, aus ihrer Essenz heraus vorsichtige Anpassungen vorzunehmen, die Geschichte nicht aus der Zeit gefallen wirken zu lassen, sondern zu erden in der modernen Erlebniswelt der Zielgruppe: Wenn Momo mit Hilfe der hier ungemein lässigen Schildkröte Cassiopeia und der letzten Stunden-Blume triumphieren kann, hat man die Gewissheit: Der Kinobesuch ist lohnenswert investierte Zeit.«
Thomas Schultze, THE SPOT, media & film, München

»An manchen Stellen merkt man aber schon, dass es sich um einen Film von 2025 handelt. Wenn Momos bester Freund Gigi zu Ruhm kommt, ähnlich zum Roman, dann durch seine neue Berufung als Influencer. Gebraucht hätte es das vielleicht nicht, es schadet aber auch nicht weiter, da es doch gut zu den Themen passt. Diese sind sowieso zeitlos, schließlich wird den Menschen heute – auch durch soziale Medien – ständig die Wichtigkeit von Selbstoptimierung eingebläut. Wenn die Menschen in Momo nicht nur die Zeit verlieren, sondern auch sich selbst, niemand mehr fantasieren und ausprobieren darf, dann ist die Identifikationsfläche groß.« 
Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, München

»Es gelingt ›Momo‹ gut, den Einfluss des ›Zeitsparens‹ auf den Alltag einzufangen. Als Beispiel dient vor allem Ginos Mutter, die einen kleinen Imbiss betreibt, in dem schließlich wortwörtlich am Fließband gegessen wird; hier hat niemand mehr Zeit füreinander. Sogar die grauen Gestalten sind moderner geworden; die Blütenblätter der Stundenblumen werden nun nicht mehr in Zigarren geraucht, sondern in Inhalatoren aufgelöst.« 
Rochus Wolff, filmdienst.de, Bonn

»Damit kommentiert der Film auch die Gegenwart, in der viele ihren körperlichen Zustand über Armbanduhren messen und sich von ihnen sagen lassen, wann sie ins Bett gehen oder sich einmal wieder bewegen sollten. In der wir, wie die Menschen unter der Herrschaft der grauen Kreaturen, Nachrichten lesen, während wir Filme ansehen, Serien streamen, während wir in der Warteschlange stehen. An diesen Stellen fühlt man sich als Zuschauer:in ertappt, hier packt der Film die – schon in den 1970er Jahren angelegten – gesellschaftskritischen Aspekte der Geschichte in eine zeitgenössische Form.« 
Verena Schmöller, kino-zeit.de, Mannheim

»So spinnt der Film vor allem die Science-Fiction-Elemente der Vorlage weiter. Von der Märchenhaftigkeit des Romans bleiben die Schildkröte Cassiopeia, Momos treue Begleiterin, als Publikumsliebling und die Niemalsgasse mit ihrer eigenwilligen Physik – die Zeit läuft hier rückwärts. Dagegen wurden manche anthroposophisch geprägte Metaphern wie Momos Reise in ihr eigenes Herz und die Rolle der Sphärenmusik entweder geopfert oder eingeebnet.«
Eric Mandel,  kunstundfilm.de, Kassel/Berlin

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