Nicht alle wissen, was ein Aprilscherz ist. Als Lutz seine Frau am 1. April mit einer morgendlichen Überraschung hereinlegt, ist Xi Zhou, Gastschüler aus China, sofort fasziniert. Er lässt sich von Sohn Lucas die Tradition erklären und versucht sich kurz darauf an einem eigenen Scherz am Freund von Lucas’ Schwester, Schaaf: Er vertauscht einen Pizzakarton aus dessen geheimer Lieferung – die, wie sich herausstellt, eine Menge Geld enthält. Xi Zhou und Lucas finden sich plötzlich in einer verrückten Geschichte wieder: Sie müssen den Geldkarton zurückbringen, Schaafs Leben retten und sind plötzlich mitten in einer wilden Verfolgungsjagd durch ganz Berlin. Sie flüchten vor der Polizei, sitzen am Steuer eines autonom fahrenden Elektroautos und helfen, eine langgesuchte Mafiaorganisation dingfest zu machen.
Ein außer Kontrolle geratener Aprilscherz wird zum wilden Abenteuer mit Verfolgungsjagd, Autoklau und Mafia! Unkonventionell und mit vielen unterhaltsamen Überraschungen erzählt.
Fotos: Port au Prince Films, Berlin
»›Der Prank‹ ist ein Film der liebenswerten, ein wenig eitlen, selbstunsicheren Jungs und der stets ein bisschen souveräneren, tougheren Mädchen. Auch ein Film, der weiß, dass Aufwachsen heißt, gleichzeitig mehr Eigenständigkeit und mehr Kontrollverlust zu erleben. Möchte man seine Moral auf den Punkt bringen, so lautet sie schlicht: Die Pranker werden die Geprankten sein – aber das spricht ganz und gar nicht dagegen, gleich morgen den nächsten Prank auszuhecken.«
Lukas Förster, filmdienst.de, Bonn
»›Der Prank‹, für den Heisenberg zusammen mit seinem Co-Autor Peer Klehmet auch das Drehbuch geschrieben hat, funktioniert überraschend gut. Zum einen, weil die jungen Schauspieler gut miteinander harmonieren und dann, weil die Story mit ordentlich Schwung erzählt wird. Auch in Sachen Humor ist von albern bis ausgefuchst eigentlich alles dabei, wenn der Familiengag zum 1. April nicht so recht zünden will, aber dann cool die typischen Genre-Klischees von Gangsterklamotten persifliert werden.«
Sarah Stutte, kino-zeit.de, Mannheim
»Neben der charmanten Figurengestaltung und der humorvollen Darstellung lebt ›Der Prank‹ vor allem von seiner spürbaren Lust am großen Tohuwabohu. Heisenberg wirft sein Personal ins Durcheinander und lässt uns miterleben, wie sich Lucas, Xi Zhōu und Co. allmählich aus dem Schlamassel befreien. Das macht Spaß und ist (auch dank Kameramann Timon Schäppi und der Musik von Christoph Zirngibl) gut gemacht.«
Andreas Köhnemann, spielfilm.de, Nierstein
»Ein Kinospaß ohne Wenn und Aber, ein Gegenentwurf zu dem sonst gerne so um pädagogische Wertigkeit bemühten Family-Entertainment hierzulande, das modern angestrichen sein mag, aber oft wie in den Fünfzigerjahren konzipiert zu sein scheint. Wenn hier der Zeigefinger erhoben wird, dann nur, um etwas ins Handy zu tippen.«
Thomas Schultze, THE SPOT, media & film, München
» ... verlässt der Film erst einmal die groteske elterliche Umgebung und entwickelt sich die Screwball-Komödie zu einer mit schönen Überraschungen garnierten, wilden Verfolgungsjagd durch Berlin, gewinnt der Film gerade dadurch, dass er nicht nur Stereotypen reproduziert, sondern sie mit süffisanter Lust auch bricht ...«
Axel Timo Purr, artechock.de, München
»Aus erwachsener Sicht mag manches vorhersehbar und auch etwas klischeebeladen sein. Formale Experimente bleiben erwartbarer Weise aus, zwischendrin kommt jedoch hin und wieder die Handyperspektive zum Einsatz, was die Bildgestaltung angenehm auflockert und eine Prise von Social Media für das junge Publikum einstreut. Das ungleiche Duo im Zentrum funktioniert nicht zuletzt, weil sie am Weg zum wohlverdienten Happy End erkennen dürfen, dass sie eigentlich gar nicht so verschieden sind. Das ist zwar ein bekanntes Narrativ, sorgt jedoch für eine emotionale Verankerung und ein gewisses Identifikationspotential mit den Protagonisten.«
Dominic Hochholzer, moviebreak.de, Kassel
»Ihre Reisestationen sind dabei aus geographischer Sicht großer Quatsch, aber es gehört bei Berlinfilmen spätestens seit ›Lola rennt‹ (Tom Tykwer, 1998) und ›Emil und die Detektive‹ (Franziska Buch, 2000) zum guten Ton, dass das Stadtbild topologisch gesehen keinen Sinn ergibt. Es geht aber ja eh nicht um Realismus: Im Berlin dieses Films ist es am 1. April so warm, dass alle nur in T-Shirts herumlaufen.«
Rochus Wolff, kinder-jugend-filmportal.de, Remscheid