Der junge Buckelwal Vincent ist der Sohn des letzten Walsängers, der mit seinem magischen Lied die Meereswelt beschützte. Einst wollte Vincent in die Flossenstapfen seines Vaters treten. Doch seit seine Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen, will er nicht mehr singen. Auch als sich ein Monster aus einem schmelzenden Eisberg befreit und alles Leben im Meer bedroht, schafft es Vincent nicht, sein Lied zu finden, um sein Zuhause zu retten. Gemeinsam mit dem plappernden Putzerfisch Walter und dem draufgängerischen Orca-Mädchen Darya begibt er sich stattdessen auf eine Reise zum tiefsten Punkt des Meeres. Hier soll der Legende nach das Sternenbecken liegen, in das Wale nach ihrem Tod hinabsinken. Um das Monster zu besiegen, will Vincent seinen Vater zurückholen – muss auf dem Weg aber vor allem sein Selbstvertrauen und seine eigene Stimme finden.
Das mitreißende und magische Unterwasser-Abenteuer nimmt uns mit in eine Meereswelt, die es zu schützen lohnt.
Fotos: Little Dream Pictures, Hamburg
» ... der Film verknüpft die Heldenreise mit einer ökologischen Botschaft; später wird die Schönheit der Flora und Fauna, die der Film farbenfroh ins Bild zu rücken weiß, konterkariert durch den Müll, der die Natur zu ersticken droht. Es ist aber nicht nur der Mensch, durch den Gefahr droht. Der Film entwirft das Bild einer Gemeinschaft, die durch Spirituelles zusammengehalten wird. Mit Hilfe des Walgesangs gelang es einst Vincents Vater, den Leviathan zu bannen, indem er das Seeungeheuer in einen Eisberg einschloss – doch dieser ist nun geschmolzen. Um den Leviathan wieder zu stoppen, muss Vincent seine Selbstzweifel überwinden und den Tod der Eltern verarbeiten.«
Frank Arnold, epd film, Frankfurt/Main
»In ›Der letzte Walsänger‹ geht es nicht nur um Familienzusammenführung, den Glauben an sich selbst und um Freundschaft, sondern auch darum, ein Bewusstsein für die Umweltzerstörung, für Naturschutz bei den Kids zu schaffen. Und das nicht auf eine belehrende Art, sondern sehr charmant, auf der erzählerischen wie auf der visuellen Ebene.«
Heike Angermaier, blickpunkt:film, München
»Der Animationsfilm schafft es ohne überladenes Fantasygehabe, eine überzeugende Geschichte von einem Wal im Kampf mit sich selbst zu erzählen. Der Leviathan wird zum bösen Monster unterm Bett, dem man mit fortschreitendem Alter zunehmend allein begegnen muss. Man versteht, dass das Monster nur im eigenen Kopf existiert und das pure Böse eine Fiktion von jugendlichem Unverständnis ist. So bleibt der Film trotz Heldengeschichte und Bösewicht-Mythos seiner differenzierten Linie treu und zeigt anschaulich, dass niemand böse auf die Welt kommt.«
Nicolas Bruggaier, Hamburger Abendblatt
»Memari, der sich für seinen zweiten abendfüllenden Animationsfilm von einer Doku über Buckelwale inspirieren ließ, und seine Effekte-Künstler haben bei der Ausgestaltung ihrer vielfarbigen, prächtigen Unterwasserwelt ganze Arbeit geleistet. Die Korallenriffe erstrahlen in leuchtendem Glanz, geheimnisvolle Meeresbewohner aller Couleur huschen durchs Bild und jedes noch so unbedeutend erscheinende Detail (Algen, Muscheln, kleine Fischschwärme u.a.) wirkt authentisch – und sieht schlicht wunderbar aus. Hinzu kommt das durch Quallen erzeugte neonfarbene Licht, das sich vor allem auf der großen Leinwand gut macht und die gesamte Szenerie erhellt.«
Björn Schneider, spielfilm.de, Nierstein
»Kinder können hiermit ihren Spaß haben, aber auch ein wenig staunen, wenn es um den mythologischen Aspekt geht. Und selbst wenn einem ›Der letzte Walsänger‹ das Thema nicht um die Ohren haut, so spielt natürlich auch die Ökologie hier eine Rolle, wenn es um den Schutz der Meere und der Tiere geht. Insofern ist das hier ein Werk, das man dem Nachwuchs bedenkenlos zeigen kann.«
Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, München