Hola Frida

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Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

Hola Frida

Kanada, Frankreich 2024 / Animationsfilm / 86 Minuten / 1.-4. Jahrgangsstufe

Inhalt

Die neugierige und lebenslustige Frida Kahlo wächst mit ihrer Familie in Mexiko-Stadt auf. Noch ahnt niemand, dass sie später eine weltberühmte Künstlerin sein wird – am wenigsten Frida selbst, denn sie will eigentlich Ärztin werden und Menschen helfen, gesund zu werden. Frida liebt es, Fragen zu stellen und ihr Viertel zu entdecken, fährt mit ihrem besten Freund Rollschuh und tobt mit ihrem frechen Hund Chiquita. Doch dann wird sie sehr krank und muss sich lange im Bett erholen. Als sie wieder zur Schule darf, wird sie wegen ihres Beins gehänselt, das jetzt dünner und schwächer ist. Doch Frida lässt sich nicht unterkriegen und nutzt ihre Fantasie, um wieder Lebenskraft zu schöpfen. Sie lernt, dass auch Kunst und Kreativität heilen können.

Ein farbenfroher Animationsfilm über die Kindheit Frida Kahlos –
und über Resilienz, Zusammenhalt und die Macht der Fantasie.

Fotos: eksystent Filmverleih, München / Tobo Studio; Du Coup Animation & Production

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»Das Leben der größten mexikanischen Künstlerin aller Zeiten also als Kinderfilm? Wie mag das gehen in diesem so bewegten Leben voller körperlichem Leid und sinnlicher Exzesse, mit Kinderlähmung, Tramunfall und natürlich mit dieser Kunst mit explodierenden Farben, surrealistischen Einfällen und ewiger Präsenz des Todes? Ganz einfach: Indem die Regisseure André Kadi und Karine Vezina nur die frühen Jahre bis zum verheerenden Tramunglück 1925 erzählen, das Frida Kahlo in ein Stahlkorsett zwang. So sehen wir sie also als Kind auf Bäume klettern, ihrem Hund hinterherjagen und geschützt von ihrem deutschen Vater, einem Fotografen, sich langsam der Kunst annähern, wenn sie dessen Bilder ausmalen darf.« 
Eberhard von Elterlein, Berliner Morgenpost

»Das Bemerkenswerte an diesem 2D-Animationsfilm, der mit digitalen Mitteln malerische Wirkungen erreicht, ist, wie überdeutlich er Glück und Tragik gegeneinanderstellt. Strahlende, kreisrunde Gesichter, leuchtende Farben, die neben Kahlos Werk vor allem an den Stil der Disney-Zeichnerin Mary Blair erinnern, zelebrieren Neugier und Kinderglück. Besonders Kahlos aus Pforzheim stammender Vater, der sie als Fotograf zur Kunst führt, ist ein Garant für Glücksmomente. Aber auch die strenge, streng katholische Mutter, die auf bürgerliche Etikette achtet, steht für den Sonnenteil des Films.« 
Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau

»Der Film setzt die Schaffensphase, die Frida schließlich zu einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts werden ließ, in starke, fantasievolle Bilder mit strahlenden Rottönen um. Die kleine Frida trägt stets Blumen im Haar, Accessoires, mit denen sich später die erwachsene Künstlerin porträtiert. ›La Catrina‹, die elegante Todesgestalt des ›Día de los Muertos‹ (Tag der Toten), sucht Frida regelmäßig in einem Zwischenreich in eher düsterer Farbgebung heim, aber Fridas imaginiertes zweites Ich hilft ihr immer, ›La Catrina‹ abzuwehren.« 
Katrin Hoffmann, epd film, Frankfurt/Main

 »Immer dann, wenn Fridas Fantasie ihr in schwierigen oder leidvollen Momenten hilft, beginnen die Farben im Film zu leuchten: Die Blumen, die sie im Dunkel ihres Alptraums erblühen lässt, oder die Flügel, die ihr auf dem Schulhof wachsen, wirken überbelichtet und erscheinen wie die Zutaten einer fantastischen Ebene des Films, deuten aber eben auf ihre künstlerische Fantasie und verdeutlichen die Kunstwerdung von Frida Kahlo.« 
Verena Schmöller, kinder-jugend-filmportal.de, Remscheid

 »Indem vom Menschen und nicht vom Mythos erzählt wird, sind Szenen möglich, die es sonst wohl eher nicht in ein Malerinnen-Biopic geschafft hätten. Man erlebt die junge Frida in ihrem vielleicht zunächst banal anmutenden, aber doch mit viel kindlicher Fantasie angereicherten Alltag: Beim Spielen mit der Schwester oder beim Einkaufen auf dem Markt, ein Mädchen wie viele andere, wenn auch sicher eine Ecke temperamentvoller. Ein Kind, dem es allmählich schlechter geht und das bereits in diesen jungen Jahren mit der Fragilität des Lebens konfrontiert wird.« 
Thorsten Hanisch, filmstarts.de, Berlin

»Die Freude und das Leid der Frida Kahlo liegen nah beieinander. Dies wird optisch äusserst symbolträchtig und mit einem starken Kontrast festgehalten: Die ansonsten kunterbunte Welt verliert ihre Farben, Frida wird langsam von Dunkelheit umringt und aufgefordert, den Tod zu begleiten. Die zuvor üppige Welt an Farben und Formen wird stark reduziert, der Kampf um das Leben förmlich spürbar. Denn optisch ist ›Hola Frida!‹ eine absolute Wucht! Der Film sprudelt nur so von Kolorierung und fantasievollem Ideenreichtum. Die Figuren mit ihren runden, stilisierten und doch markanten Gesichtern und den grossen, mandelförmigen Augen sind wunderschön gezeichnet und schaffen es eindrücklich, die mexikanische Kultur und Lebensweise dieser Zeit optisch einzufangen.« 
Yannick Bracher, outnow.ch, Zürich

»Die Optik ... gefällt dann auch durch den Mix aus bunten Farben und märchenhaften Elementen. Technisch ist das eher einfach, was aber nicht negativ auffällt [...]Das kann auch inspirierend sein, wenn ›Hola Frida!‹ dazu ermuntert, sich selbst zu verwirklichen und immer das Beste aus der eigenen Situation zu machen. Wie so oft in Kinderfilmen sehen wir einen jungen, außergewöhnlichen Menschen, der seinen Weg durch die Welt sucht und sich nicht davon abhalten lässt. Das hat schon eine Vorbildfunktion, wobei der Film lieber die Bilder sprechen lässt.« 
Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, München

Was erhoffen Sie sich vom weltweiten Publikum? 
Vézina: Vor allem hoffen wir, dass sie von der Geschichte dieses kleinen Mädchens berührt werden, dass sie von der lebendigen und wundervollen Stadt Mexiko-Stadt bezaubert werden und dass sie sich in bestimmten Situationen manchmal fragen: „Was würde Frida in dieser Situation tun?“

Kadi: Wir hoffen auch, dass diese Kinder in einigen Jahren ihre Bilder entdecken und sich an die Anspielungen und Details im Film erinnern werden, die sich darauf beziehen. Wir konnten Fridas Bilder nicht direkt zeigen, da sie für Kinder oft zu intensiv oder explizit sind, aber wir haben viele kleine Samen in ihrer Fantasiewelt gepflanzt, die andeuten, was aus ihren Werken später werden würde. 
aus einem von Ramin Zahed geführten Gespräch mit den Regisseur:innen André Kadi und Karine Vézina, in:  animationmagazine.net, Calabasas, CA

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