Heimat Natur

Das Kompetenzzentrum für
Film – Schule – Kino
im Land Brandenburg

Heimat Natur

Deutschland 2021 / Dokumentarfilm / 99 Minuten / 5.-9. Jahrgangsstufe

Inhalt

»Vielleicht ist es an der Zeit, unsere Ziele zu überdenken. Das endlose Wachstum in Frage zu stellen.« Am Ende seines – im wahrsten Sinne des Wortes wundervollen – Films gibt uns der Regisseur dies zu bedenken. Was wir bis dahin erblickt haben, ist überwältigend, ist Naturkundeunterricht ganz besonderer Art: mit Bildern von leuchtender Schönheit und mit Worten von tiefem Ernst. Was in den Alpen beginnt und an den Küsten des Landes endet, führt uns die Heimat, die Phänomene und Mysterien, die Verluste und Gewinne des Ökosystems vor Augen. Auf den ersten Blick absolut verwunderlich, wenn wir durch Wälder streifende Kühe sehen, die sich nicht von Silage und Kraftfutter ernähren. Früher eine Selbstverständlichkeit, gut für die Artenvielfalt. Auch anderswo kehren fast ausgerottete Tierarten zurück: Bartgeier, Biber, Kegelrobben – und Wölfe. Zeichen dafür, dass unsere Natur überall ein bisschen wilder wird. Ob in der Döberitzer Heide oder im Hochmoor, ob im Wattenmeer oder im Ostseewasser. Der Film verführt zum Hinschauen, Entdecken und Nachdenken: mit Argumenten und Überlegungen, was es zu erhalten gilt, was und wie wir selbst etwas dafür tun können. Es gibt durchaus ein Zurück, auf anderen Wegen. Die Zeit ist jetzt!

Im großen wie im kleinen faszinierende An- und Einsichten vom Wunderwerk Natur.

Bilder: polyband Medien, München

Das Buch zum Film
Jan Haft: Heimat Natur: Eine Entdeckungsreise durch unsere schönsten Lebensräume von den Alpen bis zur See.
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 288 Seiten, farbige  Abbild.
PENGUIN Verlag, Verlagsgruppe Random House GmbH, München 2021ISBN: 978-3-328-60164-7 / 20,00 €

Themen

Heimat   |  Natur   |  Naturkreisläufe   |  Kulturlandschaft   |  Lebensraum Wald   |  Lebensraum Meer   |  Landwirtschaft   |  Stickstoff   |  Landschaftsgestaltung   |  Landschaftsveränderung/-zerstörung   |  Ökologie   |  ökologisches Gleichgewicht   |  Biodiversität   |  Tier- und Insektenwelt   |  Artensterben   |  Klimawandel   |  Arten-, Klima-, Umweltschutz   |  Naturgeräusche   |  Werte

Fächer

Biologie   |  Geografie   |  Naturwissenschaften   |  Sachunterricht   |  Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde   |  Deutsch   |  fächerübergreifend

»Die 100 Minuten lange Dokumentation ... ist ein monumentales Werk. Jan Haft versucht hier zu zeigen, wie sich die Natur in Deutschland zwischen den Alpen und den Meeresküsten in den vergangenen Jahren verändert hat. Bis zu vier Filmteams drehten dafür parallel anderthalb Jahre lang. An 300 Drehtagen nahmen sie 250 Stunden Drehmaterial auf, und Jan Haft nutzte alle filmischen Stilmittel, die im Naturfilm gängig sind, also Zeitraffer, Zeitlupe, extreme Nahaufnahmen und natürlich viele der inzwischen allgegenwärtigen Drohnen-Aufnahmen. Vor allem aber hatte er mit seinen vielen Filmteams die Möglichkeit, den Tieren und Pflanzen sehr nah zu kommen, und so wird hier die Natur, auch wenn sie geschädigt und gefährdet ist, mit grandiosen Aufnahmen gefeiert.«
Wilfried Hippen, taz, Hamburg/Bremen

»Forschungsnah stellt Jan Haft immer wieder auch Fragen und vermittelt, was Landwirtschaft und Ökologie gerade erst zu klären versuchen. Er vereinfacht nichts und führt vor, welche Fehler in der Landnutzung schon lange vor der Massentierhaltung durch die Landreform des 19. Jahrhunderts passierten, die es verbot, das Vieh in Wäldern weiden zu lassen. Haft pflegt einen Blick auf wesentliche Details. Das kann schon einmal Wisentkot als Lebensraum auf der Brandenburger Heide sein.«
Thomas Weber, biorama.eu,  Wien

»Sein Ansatz ist nicht anklagend, sondern hinweisend. Haft zeigt die Schönheit der Natur, ihr harmonisches Zusammenspiel und weist darauf hin, wie dieses durch die Eingriffe der Menschen immer wieder beeinträchtigt wird. Ein beeindruckender und lehrreicher Film, der zum Nachdenken anregt. Über einen sorgfältigeren und nachhaltigeren Umgang mit unserem Planeten.« 
Irene Genhart, cineman.ch, Zürich

»Ein unbeteiligter Beobachter ist Jan Haft sicherlich nicht. Vielmehr sammelt er mit Heimat Natur Argumente dafür, dass ein Leben im Einklang mit der Natur für alle Seiten das Beste ist – selbst wenn die Wirtschaft etwas anderes behauptet. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Film nur das Schöne zeigt und sich auf Idyllen versteift. Tatsächlich gibt er uns auch einige Beispiele in die Grausamkeit von Mutter Natur.«
Oliver Armknecht,  film-rezensionen.de, München

»›Heimat Natur‹ zeigt aber auch, dass (fast) alles zwei Seiten hat. Es gibt Tiere, die der Mensch ausgerottet und nun wieder angesiedelt hat. Manchen Beständen geht es besser, anderen schlechter. Manche menschengemachten Eingriffe sind gut gemeint, aber schädlich. Andere erscheinen auf den ersten Blick schädlich, haben aber auch einen Nutzen für die Natur. Was die Menschen hingegen mehr in den Blick nehmen sollten, sind die Auswirkungen des Stickstoffs. Nicht zuletzt darauf macht dieser beeindruckende Naturfilm, der mit einem Plädoyer für die Begrenzung des Wachstums, für mehr Achtsamkeit und Weitsicht endet, aufmerksam.«
Falk Straub, spielfilm.de, Nierstein

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