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Into the Beat – Dein Herz tanzt

Deutschland 2020

 

 

»Es ist wirklich wie Fliegen. Nur viel besser«, sagt Katya zu ihrem Vater, als er endlich das Formular unterschreibt. Sein Einverständnis ist nötig, wenn sie bei den »Sonic Tigers« vortanzen und die Chance ihres Lebens nutzen will. Allerdings ist ihr nicht hipper Streetdance, sondern klassischer Tanz im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt worden. Katya ist eine angehende Primaballerina und wird, ganz selbstverständlich, die künstlerische Familientradition fortsetzen. Um so mehr, nachdem eine Verletzung die bislang glanzvolle Karriere des Vaters jäh beendete. Die Tochter hat beste Aussichten, an die renommierte New Yorker Ballet Academy zu kommen, nur noch acht Wochen härtestes Training trennen sie von der Berufung. Doch dann lenkt eine simple Fahrradpanne die Schritte in eine ganz andere Richtung. Katya trifft auf eine Truppe Hamburger Streetdancer, und Marlon zeigt ihr, was tanzen für ihn bedeutet. Wie es ist, wenn ein Gefühl wie Strom durch den Körper rauscht und dann explodiert. Katya lässt sich anstecken und mitreißen, aber die neue Leidenschaft fordert eine Entscheidung.

Lebe deinen Traum: Überzeugend gespielt und überragend gut getanzt: eine »RAPsodie« der Extraklasse!


Fotos: Wild Bunch Germany, München/Berlin


 

Themen

Identität, Lebensentwürfe, Selbstverwirklichung, Träume, Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Erwachsenwerden, Freundschaft, (erste) Liebe, soziale Gegensätze, Vorurteile, Toleranz, Leistungsdruck, Gruppendruck, Gruppenzugehörigkeit, Anerkennung, Rollen- und Körperbilder, Ballett, Tanz, Musik, HipHop, Rap, Popkultur

 

Fächer

Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Sozialkunde, Musik, Sport

 

Kritikerstimmen

»Die Choreografien der renommierten Flying Steps Academy, die hierzulande einen hohen Standard in der Streetdance-Szene gesetzt hat, geben dem Film zweifellos sein authentisches Flair, etwas wirklich Besonderes aber wird er erst durch das ›magische‹ Zusammenspiel der jungen Darsteller*innen Alexandra Pfeifer (Katya) und Yalany Marschner (Marlon). Beide leben förmlich ihre Figuren und verwandeln sie eindrucksvoll in glaubwürdige, höchst vitale Charaktere. Der Film entstand im Rahmen der Initiative ›Der besondere Kinderfilm‹, die hier wohl zum ersten Mal ihr Ziel erreicht hat, Geschichten anzustoßen, die ›larger than life› sind, größer als das Leben: ›Into the Beat‹ bietet pralles Genrekino, bei dem es fühlbar ums ›Erleben‹ geht, um das Erspüren und das Austesten von Grenzen.«
Horst Peter Koll, kinder-jugend-filmportal.de, Remscheid

»Into the Beat« ist nicht ausschließlich ein Tanzfilm, denn er beleuchtet in klassischer Coming-of-Age-Manier den Konflikt, den Katya lösen muss. Aber die Tanzszenen nehmen einen großen Raum ein und das macht die Geschichte zu einem außergewöhnlichen Film, wie man ihn zumindest hierzulande selten für Jugendliche zu sehen bekommt.«
Katrin Hoffmann, epd film, Frankfurt/Main

»Das Hauptaugenmerk des Films liegt aber, neben der Entscheidung eines jungen Mädchens über seinen zukünftigen Lebensweg im Zwiespalt zwischen den Erwartungen von Vater und neuem Freund, eindeutig auf den HipHop-Szenen, ob in coolen Lagerhallen oder mitten in der U-Bahn, wo sich die Tänzer den öffentlichen Raum frech aneignen und zur Bühne umfunktionieren. Die Choreographie ist perfekt, die Aggressivität der Bewegungen, das scheinbare Fehlen von Regeln, die Freiheit, die damit einhergeht, kommen anschaulich rüber.«
Michael Ranze, filmdienst.de, Bonn

»Aber gut, die Streetdance-Einlagen sind schön anzusehen, dafür haben schon die Starchoreografen Jeff Jimenez und Pepita Bauhardt gesorgt, zumal den beiden Hauptdarstellern Alexandra Pfeifer und Yalany Marschner auch noch einige der besten Tänzer der europäischen Streetdance-Szene zur Seite stehen. Rein technisch gibt es da wirklich nichts zu beanstanden. Das ist schon Tanzen auf hohem Niveau und auch schön anzusehen, selbst wenn man kein besonderes Flair für Hip Hop hegt.«
Peter Osteried, programmkino.de, Osnabrück


»Während die schematische, teils oberflächliche Behandlung der Themen Abzüge bei der B-Note bedeutet, überzeugt der Film doch mit dem Paar an sich. Dass Hauptdarstellerin Alexandra Pfeifer selbst einen Tanzhintergrund hat, merkt man ihrem Auftritt an, sowohl bei den klassischen Ballett-Szenen wie auch den freieren Tanzeinlagen. Außerdem bildet sie mit Yalany Marschner, der hier ebenfalls seine erste Hauptrolle hat, ein charmantes Paar, dem man auch abseits der Bühnen gerne zusieht. Wer sich also nicht daran stört, dass hier doch eher viel mit Klischees gearbeitet wird und Freiheit nicht immer wirklich frei ist, der kann ein bisschen träumen, seufzen und staunen, vielleicht an der einen Stelle selbst mit den Füßen wippen.«
Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, München

»Wie man eine Geschichte fast ausschließlich über ihre Bilder erzählt, scheint Regisseur Westerwelle sehr genau zu wissen (besonders hervorzuheben sei da ein Moment zur Halbzeit, in der Regentropfen am Fenster zu metaphorischen Tränen auf Kayas Ballettkostüm werden) und seine beiden Hauptdarsteller veredeln diesen sonst sehr autopilotigen Film enorm. Ja, es läuft hier alles ein bisschen zu sehr nach Schema F ab, einem tanzbegeisterten Kind wird dies aber nicht auffallen. Und die Kernbotschaft des Films: ›Tu, was Dir Spaß macht!‹ die kann man Kindern nicht früh genug beibringen.«
Christoph Müller, FluxKompensator/radio.de, Hamburg

»In der ersten halben Stunde übertreiben es Stefan Westerwelle und seine Mit-Autorin Hannah Schweier mit der ›pädagogischen Werthaftigkeit‹ ihres Films dann doch: In den Dialogen wird nicht nur auf unnatürliche Weise Exposition versteckt (als eine Mitschülerin Katya auf den Tod ihrer Mutter anspricht, erwähnt sie dabei auch, wie viele Jahre das nun schon her ist – als ob Katya das nicht selbst am besten wüsste). Auch die Jugendsprache gerät zum Auftakt wenig natürlich – das klingt dann eher so, wie sich ein ZDF-Intendant wohl vorstellt, dass heutige Teenager miteinander sprechen. Ein Kinderfilm braucht aber – erst recht, wenn es um Breakdance geht – immer auch eine gesunde Portion Rebellion.« Christoph Petersen, filmstarts.de, Berlin







zuletzt aktualisiert am 29.10.2020

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