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»Ich finde andere Mädchen manchmal so schön«, bekennt Nora mit großem Ernst. Sie sitzt einer Lehrerin gegenüber, die ihre Schülerinnen zum Einzelgespräch gebeten hat – weil sie vielleicht Fragen haben, die man sich vor der Klasse nicht zu stellen traut. Was Nora sagen will: dass sie Mädchen eher so anschaue, wie ein Junge es wohl tue. In ein paar Monaten könne das schon wieder ganz anders sein, erwidert die Lehrerin. Gefühle änderten sich schnell. Nach diesem heißen Sommer wird für die 14-Jährige vieles anders sein. Nicht nur äußerlich ist ihre Verwandlung zu erkennen. Vor allem ist sie reifer geworden, hat sich selbst entdeckt und einige Wechselfälle des Lebens. Bislang hat sie alles eher beobachtet, mit fragendem Blick und ernster Miene. War mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester und deren bester Freundin mitgelatscht, ins Freibad oder zu den Partys mit den Macho-Jungs. Was hier eine Rolle spielt, lässt Nora eher kalt, der Hype ums Idealgewicht oder die Social-Media-Präsenz. Ihr Herz wird getroffen, als eine Neue in die Schule kommt. Romy scheint all das schon zu haben, wonach Nora tastend forscht: Wer bin ich und wer will ich sein, für mich selbst und für andere? Die Enttäuschung bleibt nicht aus, aber Stärke und Selbstbewusstsein wachsen. Nora wird Antworten finden.


Der Film ist wie seine Heldin: genau beobachtend und unter der bunten Oberfläche nach Tiefe und Schönheit suchend – einfach großartig.

Fotos: Edition Salzgeber, Berlin



 

Themen

Identität, Liebe, Sexualität


zuletzt aktualisiert am 16.09.2020

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