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Als wir tanzten
და ჩვენ ვიცეკვეთ

Georgien/Schweden 2019

 

 

»Im georgischen Tanz gibt es keine Sexualität. Das ist kein Lambada«, ermahnt der Trainer seine Eleven. Die jungen Männer wissen, was sie leisten und worin sie sich fügen müssen, wollen sie einen festen Platz im Georgischen Nationalballett: Härte, Disziplin, Respekt und vor allem die Achtung gesellschaftlicher Werte und kultureller Traditionen. Merab ist vielleicht nicht das größte Talent, aber Fleiß und Ehrgeiz treiben ihn an. Er tanzt, seit er denken kann – außerdem ist er familiär vorbelastet. Auch die Eltern waren Tänzer, doch nach dem Tod der Mutter kam der Vater aus dem Tritt. Jetzt betreibt er mehr schlecht als recht einen Marktstand – und traut Merabs Bruder David künstlerisch mehr zu. Doch David ist ein Luftikus, der schnell mal die Regeln bricht und das Leben genießen will. Als er Irakli in die Akademie mitbringt, wird der Neue für Merab zum Rivalen. Ganz anders vom Typ, aber Gegensätze ziehen sich an. Flüchtige, scheue Blicke, die Anziehung und bald auch Begehren verraten. Berührungen, Küsse – eine Liebe, die in diesem Land keine Zukunft hat. Irakli entzieht sich, Merab erlebt nach dem Höhenflug den Absturz der Gefühle. Wird er die Kraft haben, im Tanz zu sich selbst zu finden und über sich hinauszuwachsen?

In Georgien tabubrechend, angefeindet, boykottiert: ein Film von emotionaler Tiefe, einfühlsam gespielt, mitreißend getanzt.

Fotos: Edition Salzgeber, Berlin


 

Themen

Außenseiter, Identität, Familie, Familien-, Geschwister- und Generationsbeziehungen, Selbstverwirklichung, Leistungsdruck, Gruppendruck, Tanz, Tradition, Homosexualität, Gender, Geschlechterrollen, Vorurteile, Toleranz, Empathie


zuletzt aktualisiert am 16.09.2020

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