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Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums

Deutschland 2018

 

 

Das Universum muss jede Menge Fehler haben, findet der zehnjährige Matti. Sonst wären die Menschen doch viel glücklicher! Sein Vater Sulo wäre kein Busfahrer, sondern Computerspiel-Entwickler, so wie er es sich erträumt. Seine Mutter müsste sich nicht länger über ihren cholerischen Chef in der Arztpraxis ärgern. Und Matti selbst wäre schon längst einmal mit seiner Familie in Sulos Heimat Finnland im Urlaub gewesen... Also beschließt Matti, dem Glück ein wenig nachzuhelfen und erfindet einen Lotto-Gewinn. Es gelingt ihm tatsächlich, Mama, Papa und seinen kleinen Bruder Sami nach Finnland zu locken. Doch weil faustdicke Lügen meistens unvorhergesehene Konsequenzen haben, steht die Familie plötzlich ohne Geld, ohne Dach über dem Kopf und ohne Autoschlüssel da, mitten in der finnischen Pampa. Nun braucht Matti ganz dringend ein Wunder. Aber ob das Universum auch für so etwas zuständig ist?

Fotos: Universum Film GmbH, München

Buch-Tipp
Salah Naoura: Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums Filmausgabe mit farbigen Fotos, 152 Seiten, gebunden | ISBN 978-3-407-74943-7 Gulliver/Beltz & Gelberg, Weinheim 2018



 

Themen

Familie, Familien- und Geschwisterbeziehungen, Glück, Träume, Wünsche, Lügen, Geheimnisse, Ehrlichkeit, Gewissenskonflikt, Komik, Heimat, Literaturverfilmung

 

Fächer

Deutsch, fächerübergreifend, Geografie, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Die aufregende Vorstellungswelt eines zehnjährigen Jungen, der dem Glück seiner Familie auf die Sprünge helfen will, lässt diese Romanverfilmung zwischen naivem Charme und Realismus balancieren. Die gut gezeichneten und gespielten Charaktere der beiden Titelfiguren geben der manchmal komplizierten Geschichte um gute und schlechte Lügen, wichtige, falsche und fehlende Hoffnungen eine sympathische Erdung. Der Spielfilm empfiehlt sich für größere Kinder mit seiner Fähigkeit, aus anspruchsvollen Themen eine witzige, relativ unbeschwerte Handlung zu stricken.« Bianka Piringer, spielfilm.de, Nierstein

»Die Verfilmung des preisgekrönten, 2011 erschienenen Kinderbuchs des Berliner Autors Salah Naoura überzeugt durch starke schauspielerische Leistungen der Hauptdarsteller und thematisiert neben moralischen Werten auch wichtige Themen wie Artenschutz und Klimawandel. Wenngleich einige der Figuren stark überzeichnet sind, verläuft sich die Handlung niemals ins Absurde, können Kinder wie Erwachsene sich mit den Figuren und ihren Schwierigkeiten identifizieren – und die gewonnene Erkenntnis fürs eigene Leben verwerten: Wenn man nur lang und fest genug daran glaubt, gehen Träume am Ende doch in Erfüllung.« Lina Lux, zitty, Berlin

»Auch wenn die Geschichte mit viel Humor und sommerlich leicht erzählt ist, geht es doch um die Erschütterung der Grundfesten familiärer Beziehungen und um die Krise, die nach einem Vertrauensbruch zu kitten wäre. Warum Matti mit derselben Lügenstrategie seinen Eltern Paroli bietet, kann man nachvollziehen, denn schließlich erreicht er das, was er sich immer gewünscht hat – einen herrlichen Sommer mit fröhlichen Eltern in Finnland.«
Katrin Hoffmann, epd film, Frankfurt/Main

»›Matti und Sami‹ erzählt aber noch etwas anderes. Weil die Eltern beruflich wie privat im Dauerstress sind, ist Matti früh zur Verantwortung gezwungen, etwa sich um seinen jüngeren Bruder zu kümmern. Sein kindlich-naiver Glaube, mit einem Glücksspielgewinn die familiären Risse alle auf einmal und ein für alle Mal zu kitten, ist der traurige Subtext, der unter all den heiteren Episoden mitschwingt. Es ist aller Ehren wert, ein so ernstes Thema wie eine Ehekrise in einen Kinderfilm einzubauen.«
Falk Straub, kino-zeit.de, Mannheim




zuletzt aktualisiert am 14.11.2019

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