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Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück

Deutschland 2019

 

 

»Habt ihr euch schon mal gefragt, wie Astronauten in der Schwerelosigkeit auf Toilette gehen und wie das genau funktioniert?« Ein höchst dringendes Bedürfnis, dem Alfons in seinem Vortrag über die ISS Aufklärung verschaffen möchte. Aber weder die Mitschüler noch der Lehrer folgen seinen Ausführungen mit Aufmerksamkeit, sondern machen sich, wie immer, nur lustig über ihn. Alfons ist der geborene Pechvogel. Was er ererbt hat von seinen – literarischen wie leiblichen – Vätern, das scheint sich konsequent fortzusetzen. Im Traum fliegt er bereits durchs Weltall und skypt mit seinem Vorbild Astro-Alex. In der Realität dagegen, im »Sigmund-Jähn-Gymnasium«, geht jeder seiner hochfliegenden Pläne schief. Nun aber bietet sich ihm die Chance, beim Flugobjekte-Wettbewerb der Fantasie Flügel zu verleihen. Schärfster Konkurrent ist ein mieser Mobber, doch mit guten Freunden im Bunde trotzt Alfons allen Tricks. Natürlich gebührt ihm der erste Preis, weil er – wie zeitgemäß – auf erneuerbare Energiequellen setzt, auf Wasser, Wind und Sonne. 

Mit viel Witz und Fantasie: Astro-Alfons auf dem Weg zu den Sternen.

Fotos: X Verleih, Berlin

 

Themen

Außenseiter, Familie, Vater-Sohn-Beziehung, Rollenbilder, Vertrauen, Freundschaft, Schule, Technik, Raumfahrt, Stärken/Schwächen, Eigenarten, Vorbilder, Idole, Anerkennung, Slapstick, Komödie, Literaturverfilmung

 

Fächer

Deutsch, Sachunterricht, Naturwissenschaften, Kunst

 

Kritikerstimmen

»›Alfons Zitterbacke‹ ist ein liebevolles Plädoyer für alle Träumer und (positiv verrückten) Erfinder dieser Welt. Ein Aufruf an alle Eltern, ihre Kinder so zu nehmen, wie sie sind, sie bei ihren Wunschträumen zu unterstützen und nicht zu früh auf einen (falsch verstandenen) Ernst des Lebens vorzubereiten […] Eine gleichermaßen schwungvolle wie warmherzige Geschichte über Träumer und Träume, Väter und Söhne, Außenseiter und ihre Freunde.«
Falk Straub, spielfilm.de, Nierstein

»Mark Schlichter inszeniert den kindgerechten Film mit aufgeräumten Bildern und vielen Farben. Der Titelheld Alfons schildert seine Gefühlslage ab und an aus dem Off, so dass auch das jüngste Publikum nicht den Anschluss verpasst. Der Fokus liegt auf den jungen Figuren, während die Erwachsenen als Karikaturen erscheinen, die sich letztlich ebenso chaotisch benehmen wie die Kinder, bei denen sie dieses Verhalten kritisieren. Immerhin wurden die überzeichneten Erwachsenenrollen mit vielen prominenten Gästen besetzt […] Erst beim Finale zieht Schlichter das Tempo des ruhig erzählten Films an und beschließt die Geschichte mit einer kleinen Portion Slapstick und Tumult.«
Christian Horn, programmkino.de, Osnabrück

»Dem originalen DEFA-Film, 1966 inszeniert von Konrad Petzold nach den Büchern von Gerhard Holtz-Baumert, wird Reverenz gezollt, nicht zuletzt, indem der damalige Alfons-Darsteller Helmut Rossmann hier in der Schlusssequenz einen Auftritt als Bratwurstverkäufer hat. Sieht man sich Petzolds Film an, so wird deutlich, wie sehr sich das heutige Erzählen an klassischen Erzählmustern orientiert, nicht zuletzt beim dramatischen Finale. Das gab es damals nicht, wie überhaupt der ganze Film eher episodenhaft erzählt war, während 2019 natürlich mit Spannungsbögen und viel Drehbuchstrukturkalkül gearbeitet wird.« Frank Arnold, epd film, Frankfurt/Main

»Im 30. Jahr nach dem Mauerfall zieht Alfons Zitter­backe, einst Kultfigur nur im Osten, endlich auch in die Kinos des Westens und wird hier ein neues Publikum erobern, das genauso Spaß an seinen verrückten Ideen und Aben­teuern hat und froh ist, dass er am Ende die Kurve kriegt. Ein schönes Beispiel für eine univer­selle Geschichte, über Grenzen hinweg, und so ist der Film 2019 auch ein wunder­barer Beitrag zum 30. Jahrestag der Wieder­ver­ei­ni­gung.«
Christel Strobel, 
artechock.de, München

»Ein wahrer Coup aber ist der echte Alexander Gerst, der aus dem Weltraum mit Alfons skypet. Als die Dreharbeiten 2018 in Halle stattfanden, hat Gerst sich die Zeit genommen, aus dem Orbit die Nachricht zu senden, stets an seinen Träumen festzuhalten – der entscheidende Satz für Alfons, sich in der Nacht vor dem Wettbewerb noch einmal an die Raketenbaupläne zu setzen.
Katrin Hoffmann, kinder-jugend-filmportal.de, Remscheid



zuletzt aktualisiert am 29.10.2019

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