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Invisible Sue – Plötzlich unsichtbar

Deutschland/Luxemburg 2019

 

 

»Du bist mutiger und klüger, als ich gedacht habe.« Wer wünschte ein solches Lob nicht zu hören, allerdings sollte es wohl nicht an eine existenzielle Entscheidung gekoppelt sein. Vor der aber steht Sue in diesem dramatischen Moment: Entweder das aufgeben, was sie sich immer gewünscht hatte: eine Superheldin mit magischen Kräften zu sein – oder wieder ein normales Mädchen zu werden, das von anderen übersehen wird. Was sie bis dahin erlebte, übertraf jede Vorstellungskraft: Im Labor ihrer Mutter, einer Evolutionsforscherin, hatte sie sich nach der Explosion eines Reaktors mit der Substanz NT 26D infiziert. Die verleiht ihr – temperaturabhängig – die magische Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen. Was ein Spaß sein könnte, wendet sich im Nu: Sue wird verfolgt, ihre Mutter entführt. Nichts ist so, wie es scheint. Allein würde Sue es niemals schaffen, die Abenteuer zu bestehen und dem Mysterium auf die Spur zu kommen, aber zum Glück hat sie holografische Hilfe und mit Kaya und Tobi zwei außergewöhnliche Freunde.

Mit allen Raffinessen des Genres: Ein Superheldinnen-Film, wie er nicht im Buche steht!

Entstanden im Rahmen der Initiative »Der besondere Kinderfilm«, ein Zusammenschluss von 26 Institutionen aus Filmwirtschaft, Politik, Förderungen des Bundes und einiger Länder sowie öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern zur Förderung originärer Filmstoffe mit einem Zielpublikum ab 6 Jahren.

Fotos: farbfilm verleih, Berlin


 

Themen

Außenseiter, Familie, Anerkennung, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Träume, Fantasie, Superkräfte, Superheld*innen, Comic, Wissenschaft und Forschung, Science Fiction, Freundschaft, Teamarbeit, Vertrauen, Zusammenhalt

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Sachunterricht, Naturwissenschaften, Kunst

 

Kritikerstimmen

»Die Handlung … ist originell und erfüllt ziemlich alle Ansprüche, die Eltern, Lehrkräfte und die gesamte Medienpädagogik an einen gelungenen Familienfilm stellen. Es gibt eine weibliche Hauptfigur, deren Mutter zudem einen MINT-Beruf ausübt. Sues beste Freundin ist eine brillante IT-Bastlerin und Tobi ein sympathischer Sportler, der mit allem fahren kann, was Räder hat. Aus dieser Grundkonstellation heraus einen Superheldinnen-Film mit ordentlich Action und vielen Spezialeffekten zu komponieren, in dem mal eben die Gesetze der Physik und der Logik ausgehebelt werden, besitzt viele reizvolle Aspekte. Es geht auch gleich gut los. Die Exposition ist kurz und knackig, die Protagonistin wird mit Pepp eingeführt.« Gaby Sikorski, film-dienst, Bonn

»Einen dem Jugendalter angemessenen Raum nimmt das Thema der Freund- und Feindschaften unter Gleichaltrigen ein. Sues neue Freunde Tobi und App sind ebenfalls starke, interessante Charaktere. Das Trio ergibt ein pfiffiges Team, das auch in ruhigeren Momenten nicht langweilig wirkt. Die Handlung ist durchzogen von Fantasyelementen, die die visuelle Gestaltung vor besondere Herausforderungen stellen. Sie werden ehrgeizig gemeistert. Sue hat Kontakt mit einer holografischen Figur namens Alfred, die ihr wertvolle Hilfe leistet. Es gibt Actionszenen, in denen Sue ihr plötzliches Unsichtbarwerden gezielt zu steuern versucht. Welche Wandlung ihr Charakter durchläuft, zeigt sich beispielhaft an ihrem Umgang mit der neuen Eigenschaft, die sie zuerst erschreckt, dann aber stärkt.«
Bianka Piringer, spielfilm.de, Nierstein

»›Invisible Sue‹ ist aber keineswegs nur gut gemacht, sondern überzeugt auch inhaltlich. Es geht um Themen wie Mobbing und Freundschaft, die Kinderfilme zwar oft, aber selten so eingängig und charmant verhandeln. Der sympathische Cast um Ruby M. Lichtenberg, Anna Shirin Habedank und Lui Eckardt steht dem hohen filmischen Niveau in nichts nach. So lässt das liebevoll in Szene gesetzte und sehr unterhaltsame Abenteuer handelsübliche Kinderfilme aus Deutschland ziemlich alt aussehen. Und wie schön es erst sein muss, den Film als Kind zu sehen!«
Christian Horn, programmkino.de
, Osnabrück

»Auch wenn die Story überwiegend vertrauten Pfaden folgt, sollte man sich auf Überraschungen gefasst machen. Wer gehört zu den Guten, wer zu den Bösen? Gerade im – vielleicht etwas zu forcierten – Schlussdrittel werden die Überzeugungen des Zuschauers wiederholt über den Haufen geworfen. Dabei kommt dem Film zugute, dass auch die Erwachsenen-Charaktere nie der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Umso stärker ist es dann nämlich einzuschätzen, wenn Sue & Co. über ihre ernstzunehmenden erwachsenen Widersacher (statt nur über dämliche Knallchargen) triumphieren.«
Jörg Brandes, filmstarts.de, Berlin

»Die drei jungen Darsteller agieren hervorragend zusammen. Sie sprechen glaubhafte Sätze, oft mit schrägem Humor. Die Mädchen sind sich so unähnlich, dass ihre Freundschaft echt wirkt, von Neugier getrieben. Zwischen Sue und Tobi beginnt es derweilen zu knistern. Die Kinder bewegen sich so, wie man sich eben benimmt, wenn man einen Haufen Gegner überlistet, mal wendig, mal hektisch. Wobei, und auch das ist eine Qualität, die Erwachsenen ernstzunehmende Kontrahenten sind, keine Witzfiguren. In der Ausschreibung für den ›Besonderen Kinderfilm‹ heißt es: ›Die erzählten Geschichten haben Tiefgang und Relevanz‹. Auftrag erfüllt, kann man da nur sagen.« Cornelia Geissler, Berliner Zeitung

»die in jedem Super­hel­dInnen Film wichtigen Tricks sind gekonnt unauf­fällig einge­bettet und sollten Kindern ab acht Jahren keine Albträume bescheren. Und auch schau­spie­le­risch ist alles gut. Denn es wird nicht mit dem in vielen deutschen Kinder­filmen so uner­trä­g­li­chem Over­ac­ting gerade von Eltern­rollen auch die letzte Glaub­wür­dig­keit verspielt und spielen auch die Kinder­dar­stel­lerInnen, ange­fangen von der tollen Ruby M. Lich­ten­berg als Invisible Sue ihre Rollen so, wie es sich für einen guten Kinder-Action-Film gehört – unauf­dring­lich authen­tisch.«
Axel Timo Purr, artechock.de, München

»Das Superhelden-Genre wird somit nicht einfach bloß zitiert, sondern ernst genommen mit seinen Anforderungen an Action, Spezialeffekte und skurrilen Wendungen. Der Unterschied ist nur, dass mangels Blockbusterbudgets nicht ganze Städte in Schutt und Asche gelegt werden, sondern nur mal hier und da was explodieren darf oder die drei Freunde in ›ET‹-Manier mit einem Moped über die Dächer fliegen dürfen. Was ihm an Zerstörungspotential fehlt, macht der Film mit spielfreudigen Kinderdarstellern, einer Fülle von Wendungen und mit einem schönen Hintersinn wett. Die größte Superkraft ist dabei nicht die reine Stärke, sondern der überlegte Umgang mit einer persönlichen Eigenheit, die per se nicht für Siegerqualitäten steht. Dem Stereotyp des Superhelden gewinnen die Filmemacher damit eine intelligente und emotional kluge Variante ab.« Peter Gutting, cinetastic.de, Hamburg




zuletzt aktualisiert am 19.11.2019

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