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TKKG – Jede Legende hat ihren Anfang

Deutschland 2019

 

 

»Wir sind in den Verhandlungen mit dem Entführer. Da darf uns niemand dazwischen funken!« Selbstredend hat der Kommissar diese Rechnung ohne seine smarte Tochter und die ihrer drei Freunde gemacht. Natürlich müssen sich die vier in all ihrer Unterschiedlichkeit erst zusammenraufen, die Viertel zu einem Ganzen fügen. Aber sind die Stärken der Jungen und – in voller Gleichberechtigung – des Mädchens erkannt, ist die Lösung des Falls vorprogrammiert. Erwachsene haben keine Chance. So funktioniert TKKG seit Jahrzehnten. 14 Millionen Bücher und 30 Millionen Hörspielkassetten verbinden Generationen. Die Neuauflage ist quasi ein Vorspiel: Alles (fast) wie immer und doch stark – mit Smartphones und Drohnen – ins Heute geholt. Die Entführung von Willis Vater und der Raub einer fernöstlichen Statue erfordern die Mobilisierung aller Talente. Ein falscher Verdacht, versteckte Botschaften, mysteriöse Kung-Fu-Kämpfer. Ein Gärtner, der suspekt ist und ein Kunstlehrer, der zu vermitteln versucht – Irrtümer nicht ausgeschlossen. 

Dieses Abenteuer hat Witz und Geist, bürstet Vorurteile und Klischees gegen den Strich!


Fotos: Warner Bros. Pictures Germany GmbH, Hamburg


 

Themen

Außenseiter, Familie, Familien- und Cliquenbeziehungen, soziale Gegensätze, soziale Beziehungen, Schule, Charaktereigenschaften, Begabungen und Talente, Stärken/Schwächen, Gruppenzugehörigkeit, Freundschaft, Teamarbeit, Vorurteile, Toleranz, Vertrauen, Zusammenhalt, Geschlechterrollen, Identität, Literaturverfilmung

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Kunst

 

Kritikerstimmen

»Mit dem neusten TKKG-Kinofilm sollte es Regisseur Robert Thalheim (›Westwind‹) problemlos gelingen, eine neue, junge Generation für die schräge Detektivbande zu begeistern. Denn Thalheim liefert hier einerseits einen schlüssig erzählten und mit allerlei Dialogwitz garnierten Neustart der Reihe, der keinerlei Vorkenntnisse und TKKG-Erfahrung auf Seiten des Zuschauers voraussetzt. Andererseits präsentiert er genau das, was Kinobesucher im fortgeschrittenen Kindes- und im Teenie-Alter zwischen acht und vierzehn Jahren von einem unterhaltsamen, temporeichen Krimi erwarten.«
Björn Schneider, spielfilm.de, Nierstein

»Das Rezept, mit dem vor einigen Jahren die Hörspielserie ›Bibi und Tina‹ die Leinwand eroberte, geht auch hier erstaunlich gut auf. Robert Thalheim, ein etablierter Autorenfilmer, übersetzt leicht angestaubte Figuren in die Gegenwart, stellt charakterstarken Neuentdeckungen prominente Schauspieler an die Seite, streut ein paar selbstreferenzielle Gags für TKKG-Fans ein und verleiht dem Ganzen jenen Retro-Look und Sound, in dem zuletzt die Netflix-Serie ›Stranger Things‹ die 80er Jahre wieder auferstehen ließen.« Ralf Krämer, Berliner Morgenpost

»Apropos den Kern der Vorlage treffen: Was Robert Thalheim besonders gut gelingt, ist das Kreieren eines Nostalgiegefühls. Dabei ist das im Anbetracht des hier präsentierten Zeitgeists noch nicht mal selbstverständlich, denn die Macher scharwenzeln sich so geschickt um das Benennen einer bestimmten Dekade herum, dass man bis zum Schluss nicht benennen könnte, wann genau ›TKKG‹ eigentlich spielen soll […] Dieser ›TKKG‹-Film ist die beste Adaption einer Kinder- und Jugendhörspielreihe, die es je gegeben hat.« 
Antje Wessels, wessels-filmkritik.com, Hamburg

»Gegen ›TKKG‹ würde – hört man die erste Staffel noch einmal nach – heute jeder nachwachsende Schulgender- und Klischeebeauftragte zum Boykott aufrufen (Frauenbild, Sprache, Umgang mit Migranten, mit sozialen Randgruppen). Würde man dieses noch mit beiden Füßen in allen Fettnäpfen der Fünfziger stehende Zeug ungefiltert verfilmen, der Shitstorm wäre einem sicher. Und das mit Recht. Nun gut. Auch Thalheim […] langt für seinen elterntauglichen Kinderthriller ziemlich in die Klischeekiste. Er macht das allerdings mit offenem Visier und zwinkert bei jedem Griff mit beiden Augen. Man kann ihm selbst den höchsten Blödsinn einfach nicht übel nehmen.« Elmar Krekeler, Die Welt, Berlin

»Das mag sich alles ein wenig des Guten zu viel anhören, doch funk­tio­niert es tatsäch­lich auch gut. Das liegt natürlich nicht nur an den erwach­senen Schau­spie­lern und an den völlig über­zeu­genden Kinder­dar­stel­lern, sondern vor allem an einer souver­änen Regie und einem Drehbuch, das mit den stereo­typen Geschlechter- und Krimi­nellen-Klischees, die in frühen TKKG-Geschichten gern repro­du­ziert wurden, aufgeräumt hat. Zwar gibt es zahl­reiche Verweise auf die 1980er und die Grün­der­zeit von TKKG, doch im Kern ist TKKG ein Film, der versucht, auch von unserer Gegenwart, dem Deutsch­land von heute zu erzählen.« Axel Timo Purr, artechock.de, München

»Charme ist dann auch die größte Stärke von ›TKKG‹, vor allem im Zusammenspiel der vier exzellent besetzten Jungschauspieler. Deren Figuren sind natürlich weiter die typischen Stereotype (der Sportler, der Dicke, der Schlaue, die Hübsche), doch die Schauspieler schaffen es oft genug, dies in den Hintergrund zu drängen. Weil das Zusammenspiel des Quartetts so gut funktioniert, dürfte es auch kaum einen Fan wirklich stören, dass der in der Vorlage sehr große und schlaksige Karl hier der deutlich Kleinste ist.« Björn Becher, filmstarts.de, Berlin

»Alle Kinderrollen in diesem Film sind herausragend besetzt, so dass man sich auf die unvermeidlichen Fortsetzungen freuen darf. Fast spielen die Jungschauspieler erwachsene Darsteller wie Tom Schilling als Lehrer Pauling und Milan Peschel als mysteriöser, blinder Energie-Guru Raimundo mit ihrer authentischen Spielweise sogar an die Wand. Gabys Rolle wurde glücklicherweise von Drehbuchautor Peer Klehmet modernisiert: Sie ist jetzt nicht mehr das ängstliche, tierliebende Mädchen, das hoffnungslos in den starken Tim verknallt ist, sondern die mutige und selbstbewusste Tochter eines alleinerziehenden Polizisten – und ineinander verlieben tun sich beide auch ein bisschen. Anderen Figuren, inklusive der Bösewichte, bekommen ebenfalls mehr Hintergrundgeschichte und Tiefe zugestanden als in den doch recht klischeehaften Buchvorlagen.« 

Gabriele Summen, Weser Kurier, Bremen




zuletzt aktualisiert am 29.10.2019

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