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Mondscheinkinder

Deutschland 2006

 

Inhalt
Liebend gerne möchte der sechsjährige Paul aus der Wohnung, runter auf den Spielplatz und mit anderen Kindern herumtoben. Doch Paul muss in der abgedunkelten Wohnung bleiben und jeden Sonnenstrahl meiden. Er leidet an der schweren Hautkrankheit Xeroderma pigmentosum (XP), einem genetischen Defekt, der fast nur bei Kindern auftritt und in der Regel nach wenigen Jahren zum Tode führt. Voller Ungeduld wartet Paul jeden Tag, dass seine große Schwester Lisa endlich aus der Schule zurückkehrt und dann nur für ihn da ist. Die Zwölfjährige kümmert sich hingebungsvoll um den Bruder und versucht, der berufstätigen Mutter möglichst viel abzunehmen. Lisa versetzt Paul als Hauptakteur in fantastische Weltraumabenteuer: Als Angehörigen einer fremden Spezies hat es ihn von einem kleinen Planeten im fernen Andromedanebel auf die Erde verschlagen. Schon bald aber wird er wieder ins All Richtung Heimat entschwinden - weg von dieser in eine andere Welt. Die einfallsreichen Geschichten - im Film als Animationssequenzen - machen Paul Hoffnung und Mut, lassen ihn über sein Schicksal hinweg- und in eine überirdische Zukunft hineindenken. Als sich Lisa jedoch zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt, fühlt sich Paul zurückgesetzt und reagiert mit Schikanen. Lisa ist hin und hergerissen: Darf sie dem Kribbeln im Bauch nachgeben und Zeit mit Simon verbringen oder hat sie die Pflicht, ihr ganzes Leben nach der Krankheit des Bruders auszurichten? Es gibt nur eine Chance: Ihr Freund Simon, der sich zum Glück mit Astronomie und Raumtechnik auskennt, muss Teil von Pauls Universum werden.

Themen
Familie, Geschwisterbeziehungen, Außenseiter, Isolation, Verantwortung, Krankheit, Tod, Trauer, Erwachsenwerden, Freundschaft, erste Liebe, Astronomie, Animation/Tricktechnik

Fächer
Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Biologie

Pressestimmen
»Allein der Versuch, einen Film für Kinder zu machen, der das Leben nicht nur in rosigen Tönen schildert, sondern sich auch schwieriger Themen annimmt, wäre aller Ehren wert. Dass darüber hinaus auf sensible Weise über so komplizierte Familienverhältnisse erzählt wird, macht Mondscheinkinder zu einem absolut sehenswerten Film.«
Michael Meyns, Programmkino.de

»Ein sehr guter Film, der ein schweres Thema einfühlsam, vielschichtig und abgesehen von einigen märchenhaften Ausflügen sehr realistisch umsetzt - und der nicht zuletzt sehr stark von der tollen Leistung der beiden jungen Protagonisten lebt.«
Sascha Klein, Saarländischer Rundfunk

»Weit weg davon, die Thematik des Todes durch die Allegorie eines finalen Fluges zum anderen, dem eigenen Stern zu verniedlichen, nimmt Stacke ihr Publikum ernst – ob groß oder klein. Ein Unterfangen, das weitaus mehr Einfühlungsvermögen verlangt als die oft servierte Kinderbelustigung großer Produktionsfirmen … Statt aufwändiger Effekte setzt Stacke voll auf ihre glänzenden Darsteller und landet damit mitten im Herzen der Zuschauer.«
Nicole Kühn, Filmstarts.de


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