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Mein Lotta-Leben – Alles Bingo mit Flamingo!

Deutschland 2019

 

 

»Eigentlich bin ich ein ganz normales Mädchen«, so stellt sich die elfjährige Lotta Petermann ganz direkt ihrem Publikum vor. Was natürlich heißen soll, dass sie in Wirklichkeit weit entfernt ist von dieser Charakterisierung. Schon ihre Familie – Eltern, Zwillingsbrüder und eine Schildkröte namens Heesters – praktiziert die Ordnung im Chaos, den permanenten Ausnahmezustand. Ein Glück, dass Lotta eine Herzensfreundin hat: Cheyenne, die viele gute Witze kennt, wie Lotta Tiere über alles mag und dieselben Spiele liebt. Weshalb Cheyenne allerdings mit älteren Jungs anbandeln möchte, leuchtet Lotta gar nicht ein. In ihrer Dreier-Bande »Wilde Kaninchen« haben sie doch schon Paul, das kluge Kerlchen mit guten Ideen. Der gerät allerdings zwischen die Fronten, als er zu Berenikes »Prinzessinnen-Party« eingeladen wird, Lotta und Cheyenne aber nicht. Mit List und Tücke, nach viel Verwirrungen und einem handfesten Streit gelingt es ihnen doch, das Fest der »Glämmer-Girls« zu erobern und als Siegerinnen von dannen zu ziehen.

Wie in den Büchern so auf der Leinwand: Lotta ist lebenslustig und lebensklug!

Fotos: Wild Bunch AG, Berlin

 

Themen

Außenseiter, Familie, Identität, Literaturverfilmung, Mobbing, Musik, Vorurteile, Werte, Schule, Andersartigkeit, Freundschaft, Vertrauen, Toleranz, Selbstverwirklichung, soziale Medien, Idole, Gruppendruck, Comic, Komödie

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Sachunterricht, Musik

 

Kritikerstimmen

»Regisseurin Neele Leana Vollmer, die schon die ›RICO, OSKAR‹-Filme 1 und 3 inszenierte, wirft auch hier wieder einen liebevollen Blick auf die Welt der Kinder und ihren krawalligen, bunten Alltag. Da sie tonal nah an der Welt der Bücher bleibt, hat sie auch deren grafische Elemente übernommen und die Filmbilder mit Scribbles von Daniela Kohl aufgelockert, um Lottas emotionale Schwankungen zu kommentieren. Das funktioniert hier genauso gut wie in der literarischen Vorlage und schafft einen ganz besonderen Erzählstil, da die hingehauchten Zeichnungen eine zusätzliche Kommentarfunktion bieten.« 
Katrin Hoffmann, epd film, Frankfurt/Main

»Ein veritabler Gute-Laune-Film mit einer ganz normalen Protagonistin, die Rosenkohl hasst und sich sehnlichst ein Haustier wünscht. Auch dank Kostümen, Szenenbild und Filmmusik gewinnt ›Mein Lotta-Leben‹ eine enorme Farbenfröhlichkeit und Buntheit. Am Ende freut man sich mit der Kaninchen-Gang, dass ihre tiefe Freundschaft aller Unbill zum Trotz irgendwie doch noch gehalten hat.« Thomas Lassonczyk, film-dienst, Bonn

»Die Buchreihe Mein Lotta-Leben hat Tagebuch-Charakter und ist geprägt von vielen Zeichnungen, Randnotizen, Sprechblasen und Erklärungen, illustriert von Daniela Kohl. Der Film spielt damit und arbeitet ebenso mit Pfeilen, eingeblendeten Schriftzügen und Gezeichnetem, Kommentaren und Effekten auf Bild- wie auf der Tonebene. Auch dadurch gelingt ihm, eine eigene Kinderfilmwelt auf die Leinwand zu werfen: Die jungen Leserinnen der Buchreihe werden die Vorlage wiedererkennen, und auch die begleitenden Eltern können dabei so manches Mal schmunzeln. Und auch wenn der Film vor allem weibliche Zuschauerinnen anlocken wird, Jungs werden bestimmt auch ihren Spaß beim Schauen haben.«
Verena Schmöller, kino-zeit.de, Mannheim

»Denn auch das unterscheidet Mein Lotta-Leben – Alles Bingo mit Flamingo! von den vielen anderen Kinderfilmen, die hierzulande produziert werden. Meistens werden die von kleinen Helden und Heldinnen bevölkert, die Vorzeigecharakter haben. Sie sind aufgeweckt, einfallsreich, mutig, wenn es sein muss, und grundsätzlich die hilfsbereitesten Menschen, die man sich auf der Erde vorstellen kann. Lotta hilft auch anderen. Aber nur manchmal, wenn ihr danach ist. Und wenn sie die Person mag. Berenike und deren Freundinnen beschimpft sie hingegen, wann immer sie sie sieht. Während bei solchen Filmen meist die Rollen Täter und Opfer klar definiert sind, da weiß man das hier nicht so genau. Lotta kann schon ein kleines Miststück sein.«
Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, Falkensee

»Auch gestalterisch überzeugt der Film mit pfiffigen Einfällen. So hat Daniela Kohl, die Illustratorin der Buchreihe, kleine Skizzen im Comicstil beigesteuert: Ist Lotta wegen eines Streits mit Cheyenne geknickt, erscheint über ihrem Kopf eine kleine, in weißer Farbe gezeichnete Regenwolke. Ein-zweimal durchbricht Lotta als Erzählerin die vierte Wand und wendet sich mitten im Geschehen unvermittelt ans Publikum. Das wirkt nicht gewollt, sondern passt gut zur gewitzten Atmosphäre. In der Landschaft des deutschen Kinder- und Familienfilms sichert sich diese Produktion scheinbar mühelos den Rang einer vergnüglichen Sehenswürdigkeit.«
Bianka Piringer,
 spielfilm.de, Nierstein

»Das Skript verknüpft frechen Humor mit Emotionalität und kann von ein, zwei Ausrutschern abgesehen den Klamauk umschiffen. Selbst einige Klischees in der Figurenzeichnung sind erträglich, da sie in der gewollten Übertreibung letztlich stimmig sind und keine platten Pointen bedienen. Szenenbild, Maske und Kostüm etablieren mit viel Detailliebe und Mut zur Farbe gekonnt die unterschiedlichen sozialen Milieus […] Überhaupt ist die Besetzung durchweg gelungen. Laura Tonke und Oliver Mommsen sind als auch mal genervte Eltern mit ganz eigenen Charakterzügen glaubwürdig. Lukas Rieger, Popsänger und Social-Media-Star mit immenser Followerzahl auf Instagram, YouTube & Co. spielt als seine Fans verachtender, eitler Popstar Marlon möglicherweise selbstironisch sich selbst – oder auch nicht. Carolin Kebekus gibt die humorlose Klassenlehrerin Frau Kackert.« 
Ulrike Seyffarth, kinder-jugend-filmportal.de, Remscheid




zuletzt aktualisiert am 29.10.2019

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