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Wildhexe
Vildheks

Dänemark 2018

 

 

»Die Zeit ist gekommen. Du bist die, auf die wir gewartet haben«, offenbart der Höchste Rat der Wildhexen – die Rabenmütter – einem 12-jährigen Mädchen. Clara aber möchte eigentlich nur wie alle anderen sein und schnell zurück in ihre ganz normale Welt. Doch weiß sie jetzt und spürte es längst, Teil eines rätselhaften Vorgangs mit schicksalhafter Berufung zu sein. Begonnen hatte alles mit einer schwarzen Katze, die ihr morgens fauchend vors Fahrrad lief und abends die Wange blutig kratzte. Im Fiebertraum sieht sie dunkle Gestalten, hört eine Stimme: »Du bist die Auserwählte! « Am nächsten Tag wird ihr zur Genesung ein bitterer Kräutertrunk gebraut, von einer Unbekannten. Die Mutter stellt sie als ihre Schwester und Claras bislang verschwiegene Tante vor. Isa lebt weit weg von der Stadt mitten im Wald und bildet Wildhexen aus. Hier soll sich Clara erholen, wird aber nur immer tiefer in das mysteriöse Geschehen hineingezogen. Sie lernt, in der Natur ihre Gedanken zu befreien und all ihre Sinne zu schärfen: zu fühlen, zu lauschen, sich zu konzentrieren. So kann sie den Auftrag der Rabenmütter annehmen und aufbrechen in den eisigen Norden, um Bravita und das Böse für immer zu besiegen und die wilde Welt zu retten.

Ein Abenteuer in wilder Natur, das mit fantastischer Kraft die reale Welt verwandelt. Die großartige filmische Adaption eines literarischen Bestsellers.

Fotos: MFA+ Filmdistribution, Regensburg


Das Buch zum Film
»Wildhexe – Die Feuerprobe« von Lene Kaaberbøl
Taschenbuch, 192 Seiten, 7,95 Euro
dtv (Reihe Hanser), München 2018
ISBN 978-3-423-08659-2


 

Themen

Abenteuer, alternative Lebensformen, Außenseiter, Bewährungsproben, Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Fantasy, Freundschaft, Geheimnisse, Geschlechterrollen, Gruppenzugehörigkeit, Identität, Literaturverfilmung, Mythen, Natur, Naturphilosophie, Ökologie, Tiere, Vertrauen, Verwandlungen, Vorurteile, Werte

 

Fächer

Deutsch, Kunst, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Musik, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Nicht nur für die fantastischen Welten wurde einiger Aufwand betrieben. Die diesseitige Geschichte Claras, ihre Ausbildung zur Wildhexe im geschützten Hag ihrer Tante, deutet im idyllischen und gemächlichen Fortschreiten erst nur die Bedrohungen durch die mysteriöse Chimära an. Bis Clara aus der grünen Welt entführt in einem dunklen Reich landet. Die Kombination der typisch irritierenden Teenager-Welt mit einer starken Fantasy-Geschichte und eindrucksvollen großen Landschaftsaufnahmen hebt sich von den vielen ähnlichen Ansätzen ab, indem hier nicht das Leben und Empfinden der 12-Jährigen den Effekten geopfert wird.«
Günter H. Jekubzik, filmtabs.de

»Besonders faszinierend ist in dieser sogenannten Wilden Welt die enge Verzahnung von Magie und Natur. Sie erinnert an archaische Legenden und Sagen, an Märchenbilder über Hexen, die im Wald leben und mit Raben sprechen. Männer können übrigens auch Wildhexen sein, und wenn Clara dem Rat der Rabenmütter vorgestellt wird, erkennt man unter den dunklen Kapuzen ihrer Mäntel auch ein paar männliche Gesichter. Claras neu entdeckte Hexeneigenschaften vertragen sich nicht mit ihrer bisherigen Position in der Schulklasse, sie droht, zur Außenseiterin zu werden. Aber sie findet einen charmanten, überraschenden Weg, zu sich zu stehen. Auf diesen gelungenen Einstand könnten getrost noch weitere filmische ›Wildhexe‹-Abenteuer folgen.«
B
ianka Piringer, spielfilm.de, Nierstein

»Doch das Besondere an der Wildhexe sind der Thrill und die Besonderheiten von Isas Welt, die Clara nach und nach kennenlernt. Würde man deren Leben auf die bloße Wildhüterfunktion reduzieren, wäre man schnell bei einem Öko-Märchen und hätte das Ganze in eine Schublade gesteckt. Doch die fantastische Welt der Bücher und des Films hat einen Mehrwert. Ja, der Öko-Touch schwirrt schon irgendwo rum, aber es steckt auch eine Magie in diesem Wildhexen-Universum, die sich nicht eins zu eins ausdeuten lässt. Dunkle Mächte haben darin ihren Platz, Urängste und die Tiefen des Unbewussten.« 
Peter Gutting, cinetastic.de, Hamburg

»Immer wieder beeindruckt ›Wildhexe‹ durch sein Szenenbild und die prächtigen Cinemascope-Aufnahmen, die dem Filme eine passende epische Note verleihen und sich an den Look großer Hollywood-Filmreihen anlehnen. Durch die Wirkung der Bilder rückt der Film damit auch seine Botschaft, die Umwelt zu achten und zu bewahren, angenehm unaufdringlich in den Mittelpunkt. Dazu zählt auch eine Szene, in der Clara das abgelegene Haus von Isa erkundet, bei der sie ihre Ausbildung antritt. Geradezu magisch wirkt dieses. Eine Zwischenwelt, in der die Harmonie zwischen Mensch, Flora und Fauna möglich scheint.«
Stefan Stiletto, kinder-jugend-filmportal.de, Remscheid



zuletzt aktualisiert am 16.05.2019

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