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Filmernst | Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Deutschland 2018

 

 

»Ihr seid meine wahre Familie, und Lummerland ist meine Heimat«, antwortet Jim auf Lukas' Frage, weshalb er sich denn nicht vom Goldenen Drachen der Weisheit das Rätsel seiner Herkunft lösen ließ. Mit dieser warmherzigen Erkenntnis endet das große Abenteuer, das ein Findelkind und dessen Adoptivvater an höchst malerische und mystische, aber ebenso an finstere und furchtbare Orte geführt hatte. Aufgebrochen waren sie, weil der König von Lummerland sein Reich zu klein fand für fünf Menschen und eine Lokomotive. »Emma« soll nach dem Willen von Alfons, dem Viertelvorzwölften, ausrangiert werden, weil sie halt zum alten Eisen gehört. Was sie tatsächlich zu leisten imstande ist, auch ohne Gleise, ist über die bekannten Stationen hinweg fantastisch anzusehen.
Für den Zauber von Michael Endes Geschichte zieht der Film alle Register: Animation, Dekor, Maske, Kostüm – eine einzige Verführung, ein Mandala für alle Sinne. Für den Verstand gibt's kluge Sätze vom Halbdrachen Nepomuk, vom Scheinriesen Tur Tur und von der,
 ihre Rückverwandlung erhoffenden Frau Mahlzahn.

Eine fantastische Odyssee durch ein reales Wunderland! 

Fotos: Warner Bros. Pictures Germany, Hamburg


 

Themen

Abenteuer, andere Kulturen, Außenseiter, Bewährungsproben, Empathie, Familie, Fantasie, Freundschaft, Geheimnisse, Heimat, Identität, Literaturverfilmung, Migration, Toleranz, Vater-Sohn-Beziehung, Verantwortung, Vertrauen, Vorurteile, Werte, Zugehörigkeit, Zusammenhalt

 

Fächer

Darstellen und Gestalten, Deutsch, Kunst, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Musik, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Dennis Gansel hat sich an die erste, wie man das nennt, Realverfilmung des Stoffs gemacht. Eine Herausforderung für die Fans, für die alten zumindest: Es entzaubert die Fantasiewelt, die man aus der eigenen Kindheit memoriert. Sie schafft dafür freilich eine andere. Und das ist die große Kraft dieses Films.«
Peter Zander, Berliner Morgenpost

»Zusammen mit einer in jeder Sekunde spürbaren herzlichen Verbindung zum Stoff, man könnte es auch Vernarrtheit, Verliebtheit nennen, und mit einem nicht gerade knappen Budget (›Jim Knopf‹ ist mit 26 Millionen Euro Etat eine der teuersten deutschen Filmproduktionen überhaupt) ist aus Endes zeitlosem Literaturwunderwerk aus mythischer Abenteuererzählung, Lebenslernlektionen und unter ganz viel Fantasieflitter verstecktem moralisch-politischem Erziehungsprogramm ein zeitloses Kinowunderwerk geworden.« Elmar Krekeler, Die Welt, Berlin

»Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer macht durchgehend Spaß und bietet viel fürs Auge. Dazu kommen spielfreudige Schauspieler, die perfekt in ihre Rollen passen. Ein wenig mehr Wagemut hätte man diesem sehr auf Nummer Sicher gedrehten Film aber gewünscht, um ein eigener Klassiker zu werden.« 
Markus Fiedler, lauterfilme.de, Hamburg

»Der Film malt seine Welt in bunten Bildern. Lummerland und Mandala wirken angenehm farbenfroh und strahlend, die Drachenstadt düster bedrohlich. Besonders Mandala, mit seinen bisweilen skurrilen Einwohnern bietet viele Schauwerte, ohne das Publikum völlig mit Computerbildern zu überladen. Zwar ist der Einsatz von Greenscreen und dergleichen manchmal sehr deutlich, und an manchen Szenen hätte man definitiv noch etwas an den Pixeln feilen können – insgesamt aber kann sich ›Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer‹ mit internationalen Produktionen messen.« Johannes Hahn, Robots & Dragons, Berlin

»Das Schönste am ganzen Film ist aber: Alle Gefahren verkehren sich auf pfiffige Weise irgendwann ins Positive, sodass es für die Kinder unter den Zuschauern keinen bösen Grusel gibt, sondern nur eine allumfassende Botschaft der Toleranz – und jede Menge aufregende Abenteuer. Schade ist nur, dass der bunte Spaß viel zu schnell vorbei ist. Vielleicht wird ja nun auch ›Jim Knopf und die Wilde 13‹ verfilmt.« Carsten Scheibe, Falkensee aktuell

»Ansonsten erinnert ›Jim Knopf & Lukas der Lokomotivführer‹ an ein Roadmovie, das diverse Stationen aneinanderreiht, von denen der Großteil spannend, skurril oder einfach nur lustig geraten ist. Zeitweise wirkt Gansels Film nicht ganz wie aus einem Guss; doch so viele Figuren, Handlungsorte und Ideen, wie sie in der Buchvorlage nun einmal auftauchen, unter einen Hut zu bringen, ist letztlich eine hochkomplexe Leistung, die in dieser Verfilmung zumeist sehr gut gelingt. Der Film ist weder aufgebläht, noch hektisch, hier und da ein wenig düster (für die Allerkleinsten vielleicht sogar eine Spur zu düster), aber steckt zu jedem Zeitpunkt voller Liebe und Leben. Eine Fortsetzung ist bei dem Potenzial eigentlich Pflicht.« 
Antje Wessels, Wessels-Filmkritik.com, Hamburg

»Mit dem Thema einer Schein-Übervölkerung eines Staates und der Neigung des dortigen Chefpopulisten, damit in Immigrationsfragen zu punkten, könnte ›Jim Knopf‹ einige Aktualität für sich reklamieren. Wobei am Ende bei Ende und Gansel alles gut wird: Vernunft regiert, wahre Nächstenliebe führt zu ultimativer Integration. Und der knuffige Jim fragt nicht mehr ›Wo komme ich her?‹, sondern ›Wo gehöre ich hin?‹ Die Antwort ist so gewiss wie eine Fortsetzung des Films. Viva Lummerland!« 
Matthias Halbig, RedaktionsNetzwerk Deutschland/RND, Hannover

»Die Verfilmung von ›Jim Knopf‹ zeigt, dass man ein Original stellenweise tatsächlich behutsam und bedeutsam verbessern kann. Aber die Neuerzählung hätte mutiger sein können, so wie die Regisseurin von ›A Wrinkle in Time‹, die sich nicht scheute, eine als weiß geschriebene Figur schwarz zu casten, oder der Regisseur von ›Ghostbusters‹, der die Hauptfiguren in der Neuverfilmung mit Frauen besetzte. Ein ebenfalls schwarzer Lukas oder Jim als Mädchen – das wäre in Deutschland leider unvorstellbar.«
Lalon Sander, taz, Berlin



zuletzt aktualisiert am 07.11.2018

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