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Pünktchen und Anton

Deutschland 1998

 

 

Inhalt

Pünktchen und Anton sind beste Freunde. Am liebsten würden die Zehnjährigen jede freie Minute gemeinsam verbringen. Doch das Leben des Jungen ist nicht so sorgenfrei wie das seiner Freundin aus begütertem Hause. Aus Angst, seine kranke Mutter könnte den Job in der Eisdiele verlieren, hat Anton heimlich ihren Arbeitsplatz eingenommen. Pünktchen, die Göre mit kessem Mundwerk und großem Herz, setzt alles daran, dem Freund in seinem Dilemma zu helfen. Bei ihrem Vater allerdings stoßen Antons Probleme auf taube Ohren, und ihrer Mutter haben die UNICEF-Aktionen für Afrika den Blick auf die Sorgen in nächster Nähe getrübt. Als Anton in der Schule ständig einschläft und ein Verweis droht, erklärt Pünktchen dem Lehrer heimlich die Situation. Prekär wird Antons Notlage jedoch, als er der Versuchung erliegt, aus dem Haus der Pogges − wo es ja alles im Überfluss zu geben scheint − ein wertvolles Feuerzeug zu stehlen. Für Pünktchen bleibt Anton aber trotz allem ein Freund, dem geholfen werden muss. Ihr Plan zur Geldbeschaffung: nächtliche Straßenmusik. Anfangs geht alles glatt, bis ihre Eltern Wind von der Sache kriegen. Erst als Anton einen Einbruch verhindert, ändern sie ihre Ansichten über Pünktchens besten Freund.

Ein Kästner-Klassiker adaptiert und modernisiert: in eine Gegenwartskomödie mit pointierten Dialogen, erzählerischem Tempo und reichlich Stoff zum Nachdenken.

Fotos: Buena Vista (Germany)

 

Themen

(erste) Liebe, Erziehungsmethoden, Familie, Freundschaft, Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft, Kindheit, Literaturverfilmung, Verantwortung, Vertrauen, Vorurteile, Wahrheit, Werte

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Musik, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Der Film ist eine gelungene Mischung aus Kästners warmherziger Erzählung und Caroline Links Regietalent. Wie schon in ihrem Spielfilmdebüt ›Jenseits der Stille‹ spürt man auch bei ›Pünktchen und Anton‹ ihre Liebe zu den Menschen, besonders zu den jungen. Mit ihrer bedingungslosen Parteinahme für die Bedürfnisse der Kinder macht Caroline Link anderen Kindern Mut, sich gegen die Welt der Erwachsenen mit ihren vermeintlichen Unabänderlich-keiten zu wehren. Es macht Spaß zu sehen, wie Pünktchen und Anton es schaffen, die Erwachsenen zu verändern, eine realistische Utopie, amüsant beherzt inszeniert, ein gelungener Unterhaltungsfilm.»
Gudrun Lukasz-Aden, Christel Strobel,
Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz, München

»Die Inszenierung ist angenehm unspektakulär: Caroline Link sucht keine gewollten dramaturgischen und bildlichen Sensationen, vermeidet eine aufgepeppt-coole Kinder- und Jugendsprache und verläßt sich ganz auf die präzise geführten, sich vorbehaltlos der Fabel unterordnenden Schauspieler.«
Horst Peter Koll, film-dienst, Bonn

»Ist das noch Kästner? […] Die entsprechenden Veränderungen sind wohldurchdacht und auf das sorgfältigste ausgeführt, mit viel Witz und Liebe zum Detail. Viele Szenen sind wunderbare kleine Milieustudien, es ist keine Übertreibung darin, kein falscher Ton. Schon hier hätte vieles schiefgehen können. Und wäre Caroline Link hier stehengeblieben, dann hätte sie Erich Kästner auf bewundernswerte Weise neu verfilmt. Sie geht aber einen entscheidenden Schritt weiter: Sie erzählt ihn neu. […] Statt Kästner wörtlich nachzuerzählen, hat sie ihn beim Wort genommen.«
Monika Osberghaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es ist gerade dieses Liebenswerte, das letztlich aus diesem Stoff für Kinder einen unterhaltsamen Film macht, der auch so manchem längst erwachsenen ehemaligen Kästner-Leser gefallen wird. […] Insgesamt wird ›Pünktchen und Anton‹ so zu einer unterhaltsamen Komödie, die in ihrer Eigenständigkeit mehr ist als die bloße Verfilmung eines Kinderbuch-Klassikers, die aber wegen ihrer Einfachheit doch hauptsächlich ein Kinderfilm bleibt.«
Frank Geissler, www.filmreporter.de

»Die Münchner Regisseurin inszenierte konventionell, gleichzeitig aber witzig und temporeich einen unterhaltenden Kinderfilm mit einer optimalen Mischung von kindgerechter Action, Gefühl und komischen Momenten, bei dem keine Langeweile aufkommt. Ein Feelgood-Movie für die Kleinen und die ganze Familie.« 
Margret Köhler, merz | medien+erziehung, München






zuletzt aktualisiert am 02.09.2014

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