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Die kleine Hexe

Deutschland 2018

 

 

»Hokuspokus Krötenei, weiße Wolke rasch herbei!« Ein paar Zauberworte kann sie ja schon, aber eher so zum Vergnügen, aus Lust am Schabernack. Gerade mal 127 Jahre alt, gilt sie in ihrer Zunft als junges Ding und wird deshalb an Walpurgis auch nicht eingeladen zum Hexentanz auf dem Blocksberg. Neugierig wie sie ist, fliegt sie trotzdem hin, wird erwischt und mit drastischer Strafe belegt: 7.892 Zaubersprüche wird sie auswendig lernen und bei der Hexenprüfung unter Beweis stellen müssen. Zunächst aber fliegt ihr Besen ins Feuer und sie muss zu Fuß in ihr windschief-verwunschenes Häuschen zurück. Ja, diese kleine Hexe ist anders als all die andern. Weder alt noch hässlich – und vor allem nicht böse. Von ihrem flugfaulen, altklugen Rabenfreund Abraxas dazu angehalten, lernt sie fleißig und vollbringt nebenbei gute Taten. Am Ende aber steht die Gewissensentscheidung: So böse werden wie die Ihren oder auf sein gutes Herz hören? 

Große kleine Hexe: zauberhaft im wahrsten Sinne des Wortes.

Bilder: StudioCanal, Berlin

Buchtipp
Otfried Preußler, Winnie Gebhardt
Die kleine Hexe
Jubiläumsausgabe
Ab 6 Jahre, 128 Seiten, mit rotem Buchschnitt, gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-522-18471-7 – 12,00 €

Otfried Preußler
Die kleine Hexe – Filmbuch
Ab 6 Jahre, 112 Seiten, mit zahlreichen Filmfotos
ISBN: 978-3-522-18490-8 – 10,00 €

beide erschienen im Thienemann Verlag Stuttgart


 

Themen

Abenteuer, Anerkennung, Diskriminierung, Fantasie, Freundschaft, Gewissenskonflikt, Gruppenzugehörigkeit, Lernen, Literaturverfilmung, Magie, Märchen, Mobbing, Natur, Selbstbewusstsein, Stärken/Schwächen, Werte, Zusammenhalt

 

Fächer

Deutsch, Kunst, Musik, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Mit der ersten Real­ver­fil­mung der ›Kleinen Hexe‹ ist ein Fami­li­en­film im besten Sinne gelungen, der ganz nebenbei auch Themen wie Ausgren­zung, eigen­s­tän­diges Denken und selbst­be­stimmtes Handeln ins Spiel bringt, mit seiner inhalt­li­chen und formalen Gestal­tung sein junges Publikum ernst nimmt und auch Erwach­sene, die das Buch aus ihrer Jugend kennen, gut unterhält und Erin­ne­rungen wachruft.« Christel Strobel, artechock.de, München

»Ein herzerfrischend nostalgischer Film, der das bisschen seiner Computergemachtheit geradezu vor sich her trägt. Der analogste aller Zaubererrealfilme der vergangenen Jahre. Schaerer folgt geradezu manisch dem Verlauf des Buches. Die Hütte im Wald, der Marktflecken, auf dem sich die Menschen, die Kinder und die kleine Hexe treffen, sind eine Augenweide der Ausstattungskunst. Die Liebenswürdigkeit der Details wirft sich um unser Herz wie die Wärme der Umsetzung. Und Karoline Herfurth ist eine kleine Hexe mit einem Herz so groß wie ihre angeklebte Nase. Eine Hexe, die so preußlersch bleibt, wie sie heutig ist. Eine große, zauberhafte Schwester für alle Muggelkinder dieser Welt.« 
Elmar Krekeler, Die Welt, Berlin

»Eine nostalgische Augenweide, die nicht bloß mit handgemachten Effekten (der von einem hörbar engagierten Axel Prahl gesprochene Rabe Abraxas ist ein Animatronic) punktet, sondern auch mit einer liebevollen Ausstattung: Allein die Inneneinrichtung des Hexenhauses strotzt nur so vor kleinen sympathischen Details, an denen man sich einfach nicht sattsehen kann.« 
Antje Wessels, filmstarts.de, Berlin 

»Obwohl er von Hexenkunst erzählt, hält sich der Film bei der Dosierung des Surrealen geschickt an die Devise ›weniger ist mehr‹. So wirkt die verlängerte Nasenspitze, die Karoline Herfurth verpasst bekommt, nur lustig, aber nicht entstellend. Indem er auf schrille Töne und Übertreibungen verzichtet, bereitet der Film durchaus im Sinne der Buchvorlage mild bezauberndes Vergnügen.« 
Bianka Piringer, kritiken.de, Herford 

»Die bösen Protagonisten haben immer etwas Komisch-Kauziges an sich, zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass die Protagonistin oder andere Figuren in ernsthafter Gefahr wären. Die Zaubersprüche sind nie bedrohlich, selbst wenn größte Urgewalten beschworen werden. Stattdessen hat Michael Schaerer einen sehr leichtherzigen Film gedreht, der von vielen, vielen Grüntönen dominiert wird. Und von Karoline Herfurth natürlich.« 
Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, Falkensee

»Wem die großen Hexen schon immer leidgetan haben, dem macht es diese Neuauflage (Prädikat: sympathisch) nicht einfacher: Getanzt wird auf dem Blocksberg hübsch nach irischer Folklore, und Therese Affolter gibt die Oberhexe mit quietschiger Stimme und Rokokofrisur. Ansonsten lernt wie schon vor 60 Jahren bei Preußler jeder seine Lektion.« pek, Der Standard, Wien

»Die Heldin ist hin- und hergerissen zwischen den Moralvorstellungen einer Gruppe, zu der sie gehören möchte, und ihrer inneren Stimme. Das bildet eine klassische Adoleszenzkrise ab, die mitnichten Kindern und schon gar nicht Frauen* vorbehalten ist, sondern alle Menschen immer wieder einholt: Warum will ich zu dieser oder jener Gemeinschaft, Clique, Szene gehören? Und wie weit bin ich bereit mich anzupassen? Nicht zur Mitläuferin zu werden, sondern den eigenen Grundsätzen treu zu bleiben und damit einen unter Umständen einsamen, dafür aber in jedem Falle selbstbestimmten Weg zu gehen, ist ein emanzipatorischer Akt. Das macht die kleine Hexe schließlich doch zu einer brauchbaren Identifikationsfigur – und zwar geschlechtsübergreifend.«
Sophie Charlotte Rieger, filmlöwin – Das feministische Filmmagazin, Berlin – https://www.filmloewin.de/drei-gedanken-zu-die-kleine-hexe/








zuletzt aktualisiert am 07.11.2018

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