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Mein Freund, die Giraffe
Dikkertje Dap

Niederlande/Belgien/Deutschland 2017

 

 

»Und denk dran: In der Schule sitzt man still!« Das dürfte Dominik nicht ganz leicht fallen, denn bisher hatte er im Tierpark viel Bewegungsfreiheit. Jeden Tag ist er hier, wo sein Großvater als Tierpfleger arbeitet und wo vor allem sein bester Freund zu Hause ist: eine Giraffe namens ›Raff‹. Dominik und ›Raff‹ sind am selben Tag zur Welt gekommen – und morgen feiern beide ihren 4. Geburtstag. Für Kinder in den Niederlanden ein großer Tag, denn ab diesem Alter schon werden sie eingeschult. Dominik freut sich darauf, findet es aber schade, dass er ohne ›Raff‹ zur Schule gehen soll. Giraffen wissen schon alles, wie die Mutter sagt. Sprechen jedenfalls kann der langhalsige ›Raff‹, doch es könnte natürlich sein, dass ihn einzig und allein sein bester Freund Dominik versteht. Yous, ein Junge aus seiner Klasse, glaubt nicht an ›Raffs‹ spezielle Fähigkeiten, und so setzt Dominik alles daran, es ihm zu beweisen. Im Tierpark bleibt die Giraffe zunächst stumm, sie ist einfach traurig, weil Dominik in Yous anscheinend einen anderen Freund gefunden hat. Dass sich Freundschaft nicht nur auf eine Beziehung beschränkt, erfährt ›Raff‹ dann vor der Schule, gemeinsam mit allen Kindern: Dominik hat einen neuen Freund gefunden, ohne den alten im Stich zu lassen. 

Eine wunderbar nostalgisch animierte Giraffe: wirklich wahr und einfach fantastisch. Wenn Kinder mit Tieren sprechen, sollten Erwachsene zuhören.

Fotos: Little Dream Entertainment, Hamburg/Köln


 

Themen

Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Fantasie, Freundschaft, Heimat, Identität, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Literaturverfilmung, Schule, Selbstvertrauen, Tiere im Film, Tierliebe, Toleranz, Vertrauen

 

Fächer

Biologie, Deutsch, Kunst, Musik, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Das Problem, zwischen zwei Freunden zu stehen, ist sicher­lich eines, das viele Kinder kennen, von der einen, der verlas­senen, wie auch von der anderen, der verlas­senden Seite her, und der Film bietet Lösungs­an­sätze für die jungen Zuschauer, die ihnen hilfreich sein können. Denn es geht natürlich nicht darum, sich wirklich entscheiden zu müssen, sondern um die Klärung, wie beide Freund­schaften mitein­ander zu verbinden sind, oder im besten Fall eine Dreier-Konstel­la­tion zu schaffen, die für jeden der Betei­ligten eine Berei­che­rung ist.« Katrin Hoffmann, artechock.de, München

»Mit einem guten Gespür für eines der wichtigsten Entwicklungsthemen von Kindern im Vor- und Grundschulalter, wie man Freunde findet und Freundschaften gestaltet, schildert Barbara Bredero das Dilemma ihres Protagonisten, mit dem sie stets auf einer Augenhöhe bleibt. ›Mein Freund, die Giraffe‹ ist bunt, aber nicht kitschig, und zeichnet sich durch eine liebevolle Ausstattung aus. Die Inszenierung hat den Mut, angenehm unaufgeregt zu erzählen. Weder Erwachsene noch Kinder werden dabei der Lächerlichkeit preisgegeben.« Stefan Stiletto, film-dienst, Bonn

»Das ist sympathisch, an manchen Stellen sogar witzig – blöde Missverständnisse können doch immer wieder eine Quelle der Freude sein. Und auch die Aufnahmen mit der Giraffe sind gelungen. Da die Laufzeit mit 75 Minuten angenehm kurz ist, man ein gutes Gespür dafür beweist, wie viel bzw. wie wenig ein solcher Stoff hergibt, ist Mein Freund, die Giraffe für den nächsten Kinobesuch mit sehr jungen Kindern rundum zu empfehlen.«
Oliver Armknecht, film-rezensionen.de, Falkensee 

»Dass man dankenswerter Weise darauf verzichtete, Raff mithilfe von Computertrick Maulbewegungen machen zu lassen (oder ihn gar direkt vollständig zu animieren), ist ein großer Pluspunkt von ›Mein Freund, die Giraffe‹. Auch sonst kommt die Komödie mit wenig Effekthascherei daher – das Bemerkenswerteste ist gerade in diesem Zusammenhang die Interaktion zwischen dem über zwei Meter hohen, perfekt trainierten (und teilweise animatronischen) Wildtier und dem kleinen Jungen, wodurch sich tatsächlich der Eindruck ergibt, dass zwischen den beiden eine Freundschaft bestehen würde.« Antje Wessels, Wessels-Filmkritik.com, Hamburg

»In deutschen Kinderfilmen findet vergleichbare Romantisierung der Kleinstadt in der Regel nur unter fast vollständige Ausschaltung aller ethnischen und sozialen Diversität statt – sprich: alles ist friedlich-weißes Bildungsbürgertum –, hier spiegeln Lehrkräfte und Schüler_innen gleichermaßen die Vielfalt der niederländischen Gesellschaft wider.« Rochus Wolff, kino-zeit.de, Mannheim




zuletzt aktualisiert am 17.10.2018

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