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Die Häschenschule – Jagd nach dem goldenen Ei

Deutschland 2017

 

 

»Der Weg zum Osterhasen beginnt in seinem Innern.« Mit derartigen Weisheiten bereitet die – von fernöstlicher Philosophie inspirierte – Lehrerin ihre Eleven auf die Osterhasenprüfung vor. Vor allem Max sollte sich diesen Satz dick hinter die Löffel schreiben, aber der fühlt sich hier eher fehl am Platz. Unglückliche Umstände haben den großspurigen Großstadthasen in dieses Internat geführt: Max' Mutprobe für die Aufnahme in die ›Wahnsinns-Hasen‹-Gang endete mit der Notlandung seines ferngesteuerten Flugzeugs im Wald. Möglichst rasch will er wieder weg von dieser Landschule mit ihrem strengen Regelwerk, stünden ihm nicht die Füchse im Weg. Die wollen das große goldene Ei stehlen, das den Hasen magische Kräfte verleiht. Nun wird sich zeigen, ob einer nur an sich denkt oder für die Gemeinschaft einsteht.

Kein »olles Märchenbuch«, wie Max anfangs mümmelt, sondern die originelle filmische Fortschreibung eines Kinderbuchklassikers.

Fotos: Universum Film, München


 

Themen

Animationsfilm, Bildungs- und Erziehungsziele, Freundschaft, Geschlechterrollen, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Lernen, Literaturverfilmung, Osterbräuche, Regeln, Solidarität, Stadt/Land, Stärken/Schwächen, Vorurteile

 

Fächer

Deutsch, Kunst, Musik, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»Für ein (Vor)Schulkind mit wenig Popkulturerfahrung ist ›Die Häschenschule‹ ein echtes Erlebnis, denn auf der Leinwand passiert nahezu immer irgendwas. Zu aufregend wird es trotzdem nie, denn die Tollpatschigkeit der Füchse nimmt den Rotschöpfen ihren ausladenden Schrecken. Stattdessen setzen die Macher hier auf viel Slapstick und leicht nachvollziehbare Handlungsverläufe, mit denen es sich als junger Zuschauer gut mitfiebern lässt. Auch die visuelle Aufmachung ist gelungen, wenngleich die minimalistische Animation der Stadt im krassen Gegensatz zu den satten Farben und den opulenten Bildern der Waldkulisse steht.«
Antje Wessels, wessels-filmkritik.com, Hamburg 

»Unschwer zu erkennen entwickelt sich nun eine typische Geschichte der Kontraste: Hier der egoistische Stadthase, der anfangs nur sein eigenes Vergnügen im Sinn hat, dort die Gemeinschaft der Osterhasen, die etwas altmodisch sind, traditionelle Werte hochhalten und dem Außenseiter bald den Wert von Zusammenhalt nahe bringen. So konventionell sich diese Geschichte auch anhört, sie wird leicht und unterhaltsam erzählt, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Dieses Kunststück gelingt vor allem deshalb, da nicht etwa eine Seite, eine Lebensweise bevorzugt wird, sondern man sich in der Mitte trifft.«
Michael Meyns, programmkino.de
, Osnabrück

»Der Animationsfilm taucht diesen ›Reifungsprozess‹ in knallbunte Bilderwelten von Stadt- und Naturleben, würzt ihn mit Witz und Humor, Poesie und moderater Spannung, um sanftes Lernen und die Bedeutung von Verantwortung für sich selbst wie auch für andere spielerisch zu vermitteln – gute, alte Werte, gedacht ohne Schubladendenken, Vorurteile und das Ausgrenzen anderer. Liebenswert und amüsant reibt sich dabei angesagter (Kinder-)Alltagsslang an den pathetischen Spruchweisheiten von Madame Hermine, die sogar magische Fähigkeiten zu vermitteln weiß.«
Horst Peter Koll, film-dienst, Bonn

»Der Falle einer zweifelhaften Nostalgie entgeht der Film durch die bewusst progressive Ausrichtung der Geschichte. Die Häschenschule ist zwar eindeutig ein idyllischer Ort der Ruhe und steht damit im krassen Gegensatz zur Moderne in der Stadt, profitiert aber dennoch von den Impulsen des Neulings Max. Die strengen Regeln, die für den Erhalt einzelner Traditionen sorgen sollen, erweisen sich als flexibel. Auch hier geht Madame Hermine mit positivem Beispiel voran: Statt sich an Bewährtem festzuklammern, ist die Lehrerin stets bereit, neuen Ideen eine Chance zu geben und althergebrachte Regeln zu überdenken.«
Sophie Charlotte Rieger, filmloewin.de, Berlin

»Hermine ist die eigentliche Hauptfigur, das Leitbild. Wer den Klassiker von Albert Sixtus mit den Zeichnungen von Fritz Koch-Gotha seinen Kindern vorliest und sich mit ihnen ins Kino setzt, erkennt sich in ihr wieder.« Michael Pilz, Die Welt, Berlin



zuletzt aktualisiert am 02.07.2018

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