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Die Wolke

Deutschland 2006

 

 

Ein Störfall in einem Atomkraftwerk südöstlich von Frankfurt/Main erschüttert das Land. Eine riesige radioaktive Wolke treibt Richtung Norden. Die Menschen in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks sind sofort verstrahlt, Zehntausende sterben. Die öffentliche Ordnung bricht auseinander, pure Angst breitet sich aus. Auch die Einwohner des kleinen Städtchens Schlitz sind gewarnt worden und verlassen nun in panischer Flucht ihren Heimatort. Sie wollen den Bahnhof von Bad Hersfeld erreichen, um sich irgendwie und irgendwo in Sicherheit zu bringen. Mittendrin in der immer rücksichtsloseren Meute auch die 16-jährige Hannah und ihr kleiner Bruder Uli. Ob ihre, ausgerechnet heute auf Dienstreise weilende Mutter noch lebt, wissen sie nicht. Auch Hannahs Freund Elmar kann den beiden nicht helfen, im Chaos haben sie sich verfehlt und aus den Augen verloren. Die Warnsirenen hatten just in dem Augenblick aufgeheult, als zwischen Elmar und Hannah die behutsam und lange angebahnte Liebe begann. Während sich der Sohn aus gutem Hause der tödlichen Bedrohung in letzter Minute entziehen kann, gerät Hannah in den radioaktiven Regen. Auf einer Krankenstation in Hamburg erwachend, wird sie mit der bitteren Wahrheit konfrontiert. Wahrscheinlich ist sie gezeichnet für immer, die ausfallenden Haare und schließlich die Glatze sind nur das äußere, sichtbare Zeichen dafür. Wider alle Vernunft schlägt sich Elmar zu ihr durch und will bei ihr bleiben. Sein Entschluss steht fest, lange bevor er erfährt, dass er auf der Flucht selbst verstrahlt worden ist. Doch so verzweifelt ihre Situation auch zu sein scheint: Ihre Liebe hilft ihnen, alle Widerstände zu überwinden.


 

Themen

Atomenergie, Erwachsenwerden, Familie, Freundschaft, Katastrophenfilm, Literaturverfilmung, Ökologie, Persönlichkeitsentwicklung, Trauer und Tod, Verantwortung, Zeitgeschichte

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Philosophie, Physik

 

Kritikerstimmen

»…erzählt, ein Jahr nach Tschernobyl, aus der Perspektive der 16-jährigen Hannah von erster Liebe und einer Atomkatastrophe. Anders als der Roman betont der Film die Liebesgeschichte, weiß aber auch einige Widerhaken einzusetzen. Herausragend ist das Spiel der Hauptdarstellerin.«
epd Film

»Seinen stärksten und nachhaltigsten Eindruck mit realitätsnahen Bildern von hektisch agierenden Menschen und verwirrt herumirrenden Kühen hinterlässt der Film in den ersten 40 Minuten, wenn Angst und Panik um sich greifen. Da ist Tschernobyl wieder ganz nah: Atomkraft – nein danke.« Bayerischer Rundfunk

»…Mischung aus beklemmendem Katastrophen-Szenario und Teenager-Romanze. In der Hauptrolle sensibel gespielt, konfrontiert der Film sein jugendliches Zielpublikum nicht nur mit ausgrenzendem Verhalten, sondern vor allem auch mit Fragen nach Schuld und Verantwortung.«
film-dienst

»Es ist gerade die Stärke des Films, auf unbekannte, aber überzeugende Gesichter zu setzen. Gerade dadurch ist 'Die Wolke' einer der seltenen, wirklich gelungenen deutschen Filme, die sich und ihre Figuren ernst nehmen, ohne dabei gleich wehleidig oder melodramatisch zu werden.«
Deutsche Welle

»Packende Verfilmung des ausgezeichneten Jugend-Bestsellers von Gudrun Pausewang über eine junge Liebe und den Willen zum Leben in Zeiten des Super-GAUs.«
Blickpunkt Film

»…leidenschaftlich und grandios gemachtes Kino, zutiefst deutsch und vollkommen undeutsch zugleich - ein spektakulärer Thriller von enormer Wucht und Wut. Das dürfte auch die Kids aufrütteln. Hoffentlich.«
Cinema



zuletzt aktualisiert am 15.02.2016

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