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ThuleTuvalu

Schweiz 2015

 

 

Auf den ersten Blick könnten Thule und Tuvalu nicht unterschiedlicher sein: der nördlichste bewohnte Ort der Erde und der Inselstaat im Pazifik. Doch der globale Klimawandel verbindet sie in einer tragischen, für Land und Leute existenzgefährdenden Entwicklung. Gerade jene Menschen, die den geringsten Anteil an der Erderwärmung haben, sind am stärksten betroffen: In Grönland verschwindet das Eis; der pazifische Inselstaat wird vom Meer »gefressen«. Für die hier wie dort sehr naturnah, traditionell lebenden Menschen führt das zu radikalen Veränderungen. Sie verlieren – im wahrsten Sinne des Wortes – den Boden unter ihren Füßen. In eindringlichen, auch bedrückenden Bildern zeigt der Film die Auswirkungen der klimatischen Veränderungen. Er macht anschaulich, dass die auf Klimakonferenzen diskutierten Zukunftsszenarien für Thule und Tuvalu bereits lebensbedrohlicher Alltag sind.

Die Erosion beginnt an den Rändern, der Film rückt sie in den Kern.

Fotos: barnsteiner-film, Ascheffel

 

Themen

andere Kulturen, Bodenerosion, Heimat, Klimaflüchtlinge, Klimawandel, Natur, Ökologie, Politik, Tradition, Überschwemmungen, Umweltethik, Umweltschädigung, Umweltschutz, Werte, Wissenschaft und Forschung

 

Fächer

Deutsch, Geografie, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Politische Bildung, Wirtschaft-Arbeit-Technik

 

Kritikerstimmen

»›ThuleTuvalu‹ ist auch deswegen ein besonders eindrucksvoller Dokumentarfilm, weil er den Menschen eine Chance gibt, ihre wahren Ängste und auch ihre Wünsche zu zeigen. Und manchmal wird es direkt philosophisch, wenn der Älteste das unausweichliche Schicksal seiner Heimat auch noch preist. Vielleicht werden das sagenhafte Thule und das Südseeparadies gleichzeitig verschwinden. Den Lauf der Welt wird das nicht verändern. Aber unsere Wahrnehmung von ihr.« 
Josef Schnelle, Deutschlandfunk, Köln

»Der Film beobachtet die Bewohner auf beiden Seiten des Planeten in ihrem Alltag und spricht mit ihnen über die Folgen des steigenden Meeresspiegels. Es geht um Religion, Landwirtschaft, das Leben der Kinder, die Traditionen und das Sterben von Kultur. Es wird klar, dass die Lebensweise dieser Menschen so eng mit der Natur verwoben ist, dass sie entweder mit ihr sterben oder ein völlig neues Leben beginnen müssen. Chancen auf eine Rettung sind eigentlich nicht vorhanden.« 
Patrick Holzapfel, kino-zeit.de

»Sehr langsam dringt von Gunten über die geduldige Beobachtung dieser Menschen zum Problem des Klimawandels vor. Weil sich die Dramatik nach und nach entwickelt, ist ihre Wirkung umso größer. Es wird deutlich, dass die Bewohner von Thule und Tuvalu nicht mehr erst am Anfang einer Spirale stehen, sondern schon schon heute unter gravierenden Folgen leiden. Die Heftigkeit der Bilder – poröses Eis, absterbende Bäume, rationiertes Trinkwasser – überraschen. Dem Zuschauer wird deutlich vor Augen geführt, dass an den Rändern der Welt der Klimawandel längst eine Realität ist. Der Film schließt mit einem skeptischen Blick in die Zukunft, der auch Platz für ein wenig Hoffnung lässt.«
Oliver Kaever, programmkino.de

»Während die Erderwärmung in anderen Dokumentationen zum Thema wie etwa dem oscargekrönten ›Eine unbequeme Wahrheit‹ wissenschaftlich mit Experteninterviews und Flipcharts erklärt wird, betrachtet Regisseur Matthias von Gunten die konkreten Auswirkungen der Klimaveränderungen im grönländischen Thule sowie auf der Pazifikinsel Tuvalu und zeigt dazu, wie sie den Alltag der Einheimischen verändern […] Hier werden keine Fakten angehäuft, sondern es kommen die unmittelbar betroffenen Menschen zu Wort.«
Christian Horn, filmstarts.de




zuletzt aktualisiert am 23.10.2016

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