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We Feed the World

Österreich 2005

 

Ein Film über Ernährung im Zeitalter der Globalisierung. Ein Film über den Mangel im Überfluss. Welchen mitunter irrsinnigen Weg legen unsere Lebensmittel vom Produktionsort bis in die Supermärkte zurück? Der Regisseur verfolgt die Spuren internationaler Warenströme und Geldflüsse, er filmt in Gewächshäusern und Fabriken und in den Wohnungen der Arbeiter. Auskünfte geben Produzenten und Verkäufer, Fischer und Bauern, Geflügel- und Gemüsezüchter, Fernfahrer und Nahversorger. Zu Wort kommen aber auch Wirtschaftsbosse und Konzernlenker wie der Produktionsdirektor von Pioneer, dem größten Saatguthersteller der Welt, und der Chef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelhändler der Welt. Ein Interview mit Jean Ziegler, streitbarer UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, zieht sich als roter Faden durch die beeindruckende, aufklärerische Dokumentation.


Themen
Globalisierung, Welthandel, EU-Agrarpolitik, Genfood, Gentechnologie, Ökologie, Ernährungsgewohnheiten und -skandale, Konsumverhalten, soziale Verantwortung

Fächer
Geografie, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Politische Bildung, Wirtschaft-Arbeit-Technik

Pressestimmen
»Oberste Priorität: Anschaulichkeit und Verständlichkeit. Scharf und zugespitzt. Blicke in die Kulissen eines Zentralbereichs unseres gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen Lebens, der dennoch aus der Wahrnehmung, der Empfindung, dem Wissen gerutscht ist. Kein Schielen auf Skandale. Der Normalfall, sofern man genau hinsieht, ist Skandal genug.«
Ralph Eue, Tagesspiegel, Berlin

»Globalisiert, aber weltfremd: Diesen Widerspruch will der Filmemacher Erwin Wagenhofer auflösen. Mit seinem Lebensmittelindustrie-Film versucht er, den Zuschauern die ferne Wirklichkeit einer Ökonomie nahe zu bringen, welche die Weltregionen in spezialisierte Produktionszonen einteilt und damit Verschwendung, Hunger und ökologische Wüsten schafft – ohne Rücksicht auf Menschen und Zukunftsressourcen [...] Je härter die Zeiten, desto mehr haben Dokumentarfilme wieder Konjunktur, die scheinbar undurchschaubare Verbindungen und Folgen der Globalisierung ins Bild setzen. Und vielleicht ist es kein Zufall, dass überraschend viele ihrer Autoren aus Wagenhofers Heimat Österreich stammen, wo man, noch und wieder, auch regionale Wirtschaftskulturen zu verteidigen hat.«
Christiane Grefe, Die Zeit, Hamburg

»Louis de Funès hat es schon vor dreißig Jahren gewusst. In Brust oder Keule zog er gegen eine Lebensmittelindustrie zu Felde, die ihrer ewig gleichen Pampe nur verschiedene Formen, Geschmacksstoffe und Namen gab […] Wenn man vom Essen redet, ist der Ekel oft nicht weit und der Wunsch nach einer sachlichen Perspektive schon eine ästhetische Entscheidung. Nicht allein aus Selbstschutz darf man Erwin Wagenhofer dafür dankbar sein, dass er beinahe gänzlich auf schockierende Bilder aus Schlachthöfen oder Legebatterien verzichtet hat. In ›We Feed the World‹ geht der Bewusstseinswandel einmal nicht durch den Magen, sondern beginnt im Kopf: Nicht verdorbene Ware wird als Skandalon dargestellt, sondern die Wirtschaftslogik, aus der die Geschmacklosigkeit unserer Nahrungsmittel folgt.«
Michael Kohler, Frankfurter Rundschau


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