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Paddington
Paddington

Großbritannien, Frankreich 2014

 

 

»Bitte kümmern Sie sich um diesen Bären. Danke!« Mit diesem Schild um den Hals hatte Tante Lucy ihren Neffen aus dem hintersten peruanischen Urwald – als blinden Passagier, aber mit ganz viel Orangenmarmelade als köstlichem Reiseproviant – auf den langen Weg in die britische Hauptstadt geschickt. Dort wären die Menschen freundlich und interessiert aneinander, dort würde es ihm gutgehen. Mit großen Erwartungen also ist der kleine Bär nun in der U-Bahn-Station namens »Paddington« gestrandet, er friert und braucht eine Unterkunft zum Übernachten. Die mit sich selbst beschäftigten Londoner indes hasten gedankenverloren am putzigen Kerlchen im british-blauen Dufflecoat, mit rotem Schlapphut und verbeultem Koffer vorbei. Erst die Familie Brown nimmt sich des Bären-Schicksals an und lässt sich damit auf ein Großstadt-Abenteuer ganz besonderer Art ein. Die Tücken der Zivilisation verursachen natürlich Katastrophen, am Ende aber haben Paddington alle ins Herz geschlossen und mit vereinten Kräften die fiesen Angriffe einer rachsüchtigen Tierpräparatorin abgewehrt. Der Bär hat sein Zuhause gefunden!

Die von Michael Bond geschriebenen und 1958 erstmals publizierten Abenteuer des england-liebenden Bären Paddington wurden seitdem in über 40 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 35 Millionen Mal verkauft. Im Live-Action-Film agiert eine großartig animierte Figur in einem Ensemble erstklassiger Schauspieler; im Deutschen leiht Elyas M'Barek Paddington seine Stimme, im Original ist Ben Whishaw zu hören. .

Fotos: StudioCanal


 

Themen

Abenteuer, andere Kulturen, Andersartigkeit, Außenseiter, Empathie, Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Freundschaft, Heimat, Integration, Literaturverfilmung, Toleranz, Vertrauen, Vorurteile, Werte, Zusammenhalt

 

Fächer

Deutsch, fächerübergreifend, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Musik, Sachunterricht

 

Kritikerstimmen

»So macht der Film es leicht, Identifikationsfiguren zu finden und mit Spaß etwas Wichtiges zu lernen: Dass man Fremde immer willkommen heißen soll. Denn sie können das Leben und das Zuhause enorm bereichern, mit Spaß, Abwechslung und vor allem ganz viel Marmelade. Im Grunde braucht jede Familie einen Bären! ›Paddington‹ ist ein klug erzählter und liebevoll gemachter Familienfilm über einen kleinen Bären, der die Herzen der Zuschauer im Sturm erobern wird. Charmant, zauberhaft und bärenstark.« 
Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW), Wiesbaden

»Paddingtons Geschichte ist die des Fremden, der zum Freund wird. ›Er gehört zur Familie‹, sagen die Browns, als sie Paddington im Showdown vor einer bösen Tierpräparatorin (Nicole Kidman in politisch unkorrektem Animal Print) retten wollen. Patchwork funktioniert eben gattungsübergreifend.«
Jenni Zylka, taz, Berlin

»Paddington selbst lernt schnell. Und so schnell wie er lernt, desto mehr faszi­niert die erstaun­liche Inte­gra­tion des compu­ter­ani­mierten Bären in das reale London. Vor allem die mit über­bor­dendem Humor verse­henen Szenen in Padding­tons Gast­fa­milie verblüffen.«
Axel Timo Purr, artechock.de, München

»Tatsächlich werden wir in ›Paddington‹ aber Zeugen einer unglaublich sinnlichen Qualität. Wie sich das Licht im dichten Blätterwald bricht, wie die Haare im Pelz des Bären fallen, Wasser-tröpfchen durch die Luft wirbeln oder eine reife Orange beim Öffnen spritzt – Gerüche, Ober-flächen, Texturen werden hier direkt sicht- und auch fast fühlbar […] Sätze wie ›In London ist jeder anders, deshalb passt auch jeder rein‹, transportieren eine im Grunde recht einfache Botschaft. Aber eben auch eine absolut notwendige.« 
cutrin, filmosophie.com, Berlin

»Das Bärchen, von Kidmans Betäubungswaffe abgeschossen, poltert eine Treppe herunter, und der Kinosaal erlebt einen Altersrollentausch: In den Erwachsenen erwacht das amoralische Kind, das sie mal waren – sie lachen übers Missgeschick des Helden –; in den Kindern aber regen sich die Erwachsenen, die sie einmal sein werden – sie schluchzen auf, vor Mitleid. Genau so soll das sein.« 
Dietmar Dath, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ausgesprochen albern ist der kleine Skandal, den der Film in England ausgelöst hat, weil er angeblich allzu vieldeutige erotische Anspielungen mache, die Abenteuer zu gefährlich seien und die Ernährung des Bären mit Orangenmarmelade nicht kindertauglich sei, denn ein bisschen Anarchie gehört auch in den politisch korrektesten Zeiten zur Kindheit! Und im Vergleich zum Gros der Kinder- und Jugendfilme ist ›Paddington‹ ausgesprochen charmant und vergnüglich, ohne albern zu sein, altmodisch und zugleich sehr modern.« 
Anke Sterneborg, kulturradio vom rbb




zuletzt aktualisiert am 21.03.2018

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