Hauptnavigation

Filmernst | Who Am I – Kein System ist sicher

Filme | Who Am I – Kein System ist sicher | Inhalt

Unternavigation

 

Who Am I – Kein System ist sicher

Deutschland 2014

 

 

Online top, offline flop, so wäre Ben wohl am treffendsten charakterisiert. Schüchtern, unauffällig, ein Außenseiter, der nur vor und mit seinem PC zu großer Form aufläuft. Ein genialer Netz-Virtuose, ein Hacker vor dem Herrn. Kein Problem, den Uni-Rechner anzuzapfen, um einem Mädchen die Prüfungsfragen zu verschaffen. Sein Pech, dass er erwischt und zu Sozialstunden verdonnert wird. Sein Glück, dass er dabei den smarten und schönen Max – und über den ein paar andere exzentrischen Typen kennenlernt. Gemeinsam werden sie zum Hacker-Kollektiv CLAY: clowns laughing@you. Rasch lassen sie sich auf große Nummern ein, und eine BND-Attacke soll ihr Meisterstück werden. Doch bald sind ihnen Polizei und Geheimdienste auf der Spur, aus Spaß wird bitterer Ernst. Aber ist es wirklich so wie es scheint?

Fotos Sony Pictures 


 

Themen

Außenseiter, Cybercrime, Datenüberwachung, Elite, Freundschaft, Hacker, Ideale, Idealismus und Utopien, Identität, Kommunikation, Macht, Persönlichkeitsentwicklung, Social Engineering, Sucht, Thriller, Vertrauen, Werte

 

Fächer

Deutsch, Informatik, Kommunikation und Technik, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Medienerziehung, Philosophie, Politische Bildung, Psychologie, Wirtschaft-Arbeit-Technik

 

Kritikerstimmen

»Das brisante Thema Cyberkriminalität wird in ›Who am I‹ in frischem Stil präsentiert, mit aggressivem Drive und in einer raffinierten Konstruktion mit Rückblenden, Perspektivwechseln und Täuschungsmanövern: Nach seinem aufsehenerregenden Kindermörderkrimi ›Das letzte Schweigen‹ ist der dritte Film von Baran bo Odar ein ziemlich cooles Ding, zugleich sexy und gefährlich, mitreißend und beunruhigend, selbstbewusstes deutsches Unterhaltungskino, das es ziemlich locker mit Hollywood aufnehmen kann.«
Anke Sterneborg, Die Welt, Berlin

»Die Story entfaltet sich in langen Rückblenden, in denen Benjamin in der Manier eines geläuterten Kriminellen einer dänischen Ermittlerin seine Lebensbeichte ablegt. Auch das, so scheint es, ist keine sonderlich originelle Drehbuchtechnik. Doch je länger Benjamin erzählt, desto undurchschaubarer werden die Zusammenhänge. Und desto mehr beginnen wir uns zu fragen, wo in seinen Ausführungen die Grenze zwischen Realität und Erfindung verläuft, zwischen Tatsache und Täuschung. Die Antwort gibt der Film am Ende ganz stilecht: mit einem sensationellen Zaubertrick.« 
Frank Schnelle, epd film, Frankfurt/Main

»Berlin wird in kühlen, entsättigten Bildern zu einem würdig düsteren Schauplatz, der harte Score aus Elektronik und Rock zum passenden Sound. Auf der Bildebene gelingt den Autoren ein Kunstgriff, durch den sie die oft ermüdend lang abgefilmten Bildschirmdialoge anderer Cyber-Thriller vermeiden. Als Metapher für Internetforen, diese unwirklichen Räume, zeigen sie einen U-Bahn-Wagen, in dessen Innerem sich die Avatare der Chat-Partner leibhaftig begegnen, wenn auch unkenntlich hinter Maske und Kapuzenpulli.« 
Kaspar Heinrich, Die Zeit, Hamburg 

»›Who am I‹ ist ein Zitatenfilm, der sich seiner Zitathaftigkeit bewusst ist und denen, die Kritik daran üben wollen, den Mittelfinger entgegenstreckt wie CLAY dem Establishment. So harmlos wie die Vier sind aber nicht alle Hacker: Es wird ernst, kriminell und blutig, die Abgründe der Szene visualisieren sich in den originellsten Szenen des Films in einem vollgestopften, versifften U-Bahn-Wagen. Dieser allegorisiert den Chatroom, in dem alle Gestalten Masken tragen und im verzerrten Bass aufeinander einreden, ein unheimlicher Karneval mit dem sagenumwobenen Hacker MRX, dem großen Vorbild von Max und Benjamin.« 
Tim Slagman, film-dienst, Köln

»Es gibt rasante Schnitte, Berlin als Kulisse, ein überwiegend guter Soundtrack und dazu eine Menge Filmzitate aus der neueren Kinogeschichte in die Story verpackt. Einzig die Hacks sind etwas unrealistisch. Dafür kommen die Chats recht gelungen als eine Art Darknet-Visualisierung daher ... Der Film ist überraschend gut gemacht. Wenn man sich nicht an den unrealistischen Hacks stört, dann kann man seinen Spaß haben.« 
Markus Beckedahl, netzpolitik.org



zuletzt aktualisiert am 23.10.2015

Zweite Hauptnavigation