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Land in Sicht

Deutschland 2013

 

 

»This dance is not for sex, sondern for culture«, sagt die deutsche Sozialarbeiterin zu einem Afrikaner, wenn in einem Bad Belziger Restaurant zum orientalischen Tanz aufgespielt wird. Willkommen in der deutschen Wirklichkeit! Abdul aus dem Jemen, Farid aus dem Iran und Brian aus Kamerun sind – mit Bildern von einem goldenen Europa im Kopf – in einem brandenburgischen Heim gestrandet. »Hier läuft das anders«: Die Kontraste der Kulturen und Mentalitäten sind gewaltig, das beiderseitige Unverständnis ist groß, die Annäherung schwer. Der Film hat die drei so unterschiedlichen Charaktere und eine engagierte Sozialarbeiterin ein Jahr lang begleitet. Er zeigt mit viel Verständnis und ohne Vorurteile die Ankunft in der neuen Welt und den beschwerlichen Weg der Integration und des Asylverfahrens: »It’s the law, not Germany«, sagt Brian, als sein Antrag abschlägig beschieden wird.

Witzig, ironisch, bitterernst: Porträts, die leblos-nüchternen Statistiken Gestalt und Gesicht verleihen.

Fotos: Basis-Film Verleih

 

Themen

andere Kulturen, Anpassung, Asyl, Bürokratie, Heimat, Inklusion, Integration, Lebensentwürfe, Liebe, Menschenrechte, Migration, multikulturelle Gesellschaft, Sprache, Toleranz, Tradition, Verantwortung, Vertrauen, Vorurteile

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Pädagogik, Politische Bildung, Psychologie

 

Kritikerstimmen

»›Land in Sicht‹ ist eine bemerkenswerte, authentische und schonungslos offene Dokumentation geworden, die darlegt, in welch schwieriger und oft hoffnungsloser Lage sich viele der Asylanten in Deutschland befinden. Anstatt jedoch auf die Tränendrüse zu drücken, rückt der Film die humorvollen Seiten der schwierigen Integrationsversuche ins Zentrum.«
Björn Schneider, spielfilm.de

»Der Film setzt dramaturgisch durchaus auf Zugänglichkeit, mit pointierten Szenen und einer Schnittfolge, die das Geschehen mitunter fast inszeniert erscheinen lässt; doch zugleich wahrt er seine offene, bruchstückhafte Form, in der Momente und Situationen wichtiger sind als der narrative Bogen. Das Resultat dieser geduldigen Annäherung ist ein kurzweiliger, äußerst vielschichtiger Film voller Humor und bizarrer Einsichten, der viel über die Erfahrungen der drei Migranten erzählt, aber auch das eigene Land als seltsam fremd erscheinen lässt.« 

Josef Lederle, film-dienst, Bonn 

»Es sind fein beobachtete Momente ..., die die Balance halten zwischen intimem Porträt und gesellschaftlich engagierter Dokumentation. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber viel Empathie für ihre Protagonisten wirbt »Land in Sicht« für eine Sache, die eigentlich selbstverständlich sein sollte: Den einzelnen Menschen hinter den anonymen Zahlen der Asylantenstatistik zu sehen.« Joacim Kurz, kino-zeit.de 

»Die Filmemacherinnen bleiben dicht an ihren Protagonisten und reduzieren sie nie auf bloßen Beispielstatus. Obwohl man nicht viel über ihre jeweiligen Hintergründe erfährt, vermittelt der Film etwas von ihren Persönlichkeiten. Allesamt kluge Köpfe, hätten sie der deutschen Gesellschaft zweifellos etwas zu bieten – wenn man sie ließe. Doch daran scheint hierzulande niemand interessiert.«
Barbara Schweizerhof, epd film, Frankfurt/Main







zuletzt aktualisiert am 22.10.2015

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