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Lola auf der Erbse

Deutschland 2014

 

 

Schöner wohnen als die elfjährige Lola kann man wohl kaum. Mit ihrer Mutter lebt sie nicht nur nahe am, sondern direkt auf dem Wasser. Eigentlich gehörte zur Hausboot-Besatzung der »Erbse« auch ein Vater, doch der ist aus freien Stücken von Bord gegangen. Mit imaginären Gesangseinlagen behauptet der Abwesende auch weiter einen festen Platz in den Gedanken und Gefühlen der Tochter. Den neuen Freund der Mutter vergrault Lola, weil sie fest an die Rückkehr des Vaters glaubt. In den Augen der Mitschüler hat das rothaarige Mädchen einen Spleen und daher auch keine Freunde. Doch dann lernt sie den gleichaltrigen Rebin kennen, Sohn einer kurdischen Familie, die sich vor den Behörden verbergen muss. Zu den kleinen Problemen kommen nun weit größere hinzu, aber gemeinsam sind Lola und Rebin stark für die großen Herausforderungen.

Fotos: farbfilm Verleih



 

Themen

(erste) Liebe, andere Kulturen, Asyl, Außenseiter, Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Flüchtlinge, Freundschaft, Groteske, Heimat, Literaturverfilmung, Migration, multikulturelle Gesellschaft, Toleranz, Vertrauen, Vorbilder

 

Fächer

Deutsch, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Musik

 

Kritikerstimmen

»Die humorvolle Zeichnung der Figuren bewahrt die Inszenierung davor, in klassische Klischees à la Gut gegen Böse abzudriften. Wenn die betagte Lehrerin den Hafenmeister und ehemaligen Schüler mit ›Sechs. Setzen!› zurechtweist und der wie ein Schuljunge der Anweisung folgt, ist das sehr amüsant. Der Polizeioberwachtmeister wird dabei gleich in Mithaftung genommen. Richtig Drive nimmt der Film aber mit seiner mitreißenden Musik von Frankie Chinasky auf, der es schließlich gelingt, ein dröges Volksfest und Lolas Geburtstagsparty (die sie mit Rebins Familie feiert) zu einem fröhlichen Sommerfest zu vereinen.«
Katrin Hoffmann, epd film, Frankfurt/Main 

»Das Schöne an ›Lola auf der Erbse‹ ist seine entspannte Heiterkeit, mit der hier ernste Probleme wie Verlust, Trennung, Vertrauen verhandelt werden, ohne dass daraus sozialpädagogischer Nachhilfeunterricht wird. Ein Film, nicht allein über Kinder, sondern mit Kindern und Erwachsenen über das Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen. Deshalb ein höchst empfehlenswerter Film für Kinder und Erwachsene. Der Idealismus der Macher muss einfach belohnt werden.«
Herbert Spaich, 
SWR Kulturspaicher

»So ist dieser kleine Film nur auf den ersten Blick ›harmlos‹; hinter den mal sanft, mal skurril, aber fast immer mit Nachsicht gezeichneten Figuren steckt eine große Utopie: dass Kinder selbstbestimmt zu einer glücklichen Zukunft beitragen können, wenn man ihnen mit Respekt begegnet und sie nicht (allzu) hermetisch aus der Realität ausschließt. Darunter müssen weder die Fantasie noch die Daseinsfreude leiden, im Gegenteil.« 
Horst Peter Koll, film-dienst, Bonn 

»Alles in allem bleibt ›Lola auf der Erbse‹ ein liebenswerter Film. Das Setting auf dem bunten Hausboot ist wunderschön anzusehen, die Figuren sind sympathisch, und selbst die Bösewichte wie der übermotivierte Polizeiobermeister Strube am Ende irgendwie niedlich. Aber ein bisschen mehr Schwung hätte diese pädagogisch wertvolle Geschichte durchaus vertragen. Lernen soll ja auch Spaß machen!«
Sophie Charlotte Rieger, kritiken.de








zuletzt aktualisiert am 24.11.2015

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