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Lore

Deutschland/Australien/Großbritannien 2012

 

 

Frühjahr 1945. Der Krieg ist verloren, die Truppen der Sieger rücken an. Nichts hat mehr Bestand, was bislang als unerschütterlich galt: der Glaube an Führer, Volk und Vaterland, die Gewissheit vom Endsieg. Auch für die 15-jährige Lore, Tochter eines SS-Offiziers, bricht eine Welt zusammen. Der Vater verbrennt Papiere, die Mutter rafft Hausrat in Koffer, der Hund wird erschossen. Die Familie flüchtet, aber zusammen können sie nicht bleiben. Die Erwachsenen schicken die fünf Kinder allein auf den Weg zur Großmutter, hoch an die Nordsee. Lore trägt nun die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister. Von Hunger und Kälte traktiert, sehen sie Not und Verzweiflung ringsherum. Lores altes Weltbild kollidiert mit den neuen Realitäten. Ein anderer Blick auf ein verwüstetes Land und verwüstete Seelen: erschütternd und voller Hoffnung.

Fotos: Piffl Medien



 

Themen

(deutsche) Geschichte, (erste) Liebe, Antisemitismus, Erwachsenwerden, Familie, Flucht/Vertreibung, Gewalt, Identität, Kriegsfolgen, Literaturverfilmung, Moral, Nationalsozialismus, Schuld und Sühne, Werte

 

Fächer

Deutsch, Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Philosophie, Politische Bildung, Psychologie

 

Kritikerstimmen

»Ein wichtiger und auch schöner Film, weil er in einer ungewöhnlichen Mischung aus Empathie und Distanz seine Hauptfigur jenseits politisch korrekter Täter/Opfer-Zuschreibungen betrachtet: Ohne deutsches Barmen, aber auch ohne hochmütige Verurteilung.«
Peter Uehling, Berliner Zeitung

»Diese so deutsche wie ungewöhnliche Geschichte setzt die Australierin in erstaunlich schöne, manchmal lyrisch überhöhte Bildern voller Symbolkraft.«
Patrick Seyboth, epd Film, Frankfurt/Main

»Visuell anspruchsvoll, glänzend inszeniert aus einem für solche Geschichten äußerst ungewöhnlichen Blickwinkel, erzählt Shortland vom Übergang, von den verschiedenen Aggregatzuständen der Psyche. Hinter dem düsteren deutschen Wald auf dem Weg lauert tatsächlich eine ›Neue Welt‹ in der auch die Fragen nach Schuld und Sühne ganz neu gestellt werden müssen.«
Josef Schnelle, Deutschlandfunk, Köln

»Es ist kein Film, der Antworten liefert, seine Stärke liegt in der bewundernswerten Sensibilität, mit der er diese fragilen Momente von Unsicherheit und Gefühlswirrungen einfängt, in denen unsere Gewissheiten Risse bekommen und wir uns neu definieren müssen.«
Barbara Lorey, tip, Berlin




zuletzt aktualisiert am 09.03.2016

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