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König von Deutschland

Deutschland 2013

 

 

Max Mustermann heißt hier Thomas Müller – und alles an ihm ist absolut durchschnittlich. Todlangweilig und stinknormal, wie sein Sohn meint. Mensch Müller ist der typische deutsche Mann und Bürger, Konsument und Wähler. Was er denkt und tut, entspricht dem Mittelmaß, den Hoffnungen, Wünschen und Bedürfnissen der Masse. Vielleicht war er schon lange im Visier des Markt-forschungsinstituts, das ihn nach seinem Jobverlust scheinbar das Leben rettete und ihm eine Chance bot. Nun wird er auf Schritt und Tritt begleitet und überwacht, wird sein durchschnittliches Leben ausgeforscht bis ins letzte. Bald aber merkt er, dass man ihn benutzt und missbraucht. Weil er nicht länger als Blaupause dienen will, plant er gemeinsam mit dem Sohn und dessen Freundin sowie seiner heimlichen Liebe den Aus- und Aufbruch. 

Fotos: Zorro Filmverleih



 

Themen

Anpassung, Familien- und Generationsbeziehungen, Gesellschaftssatire, Identität, Konsumkritik, Manipulation, Markt- und Meinungsforschung, Max Mustermann, Produkt- und Parteienwerbung, Propaganda, Überwachung, Vater-Sohn-Beziehung, Werte

 

Fächer

Darstellen und Gestalten, Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Medienerziehung, Psychologie

 

Kritikerstimmen

Dieser Jedermann ist so gewöhnlich und so deutsch, dass es schon wehtut. Olli Dittrich spielt ihn mit sensationeller Unauffälligkeit, in einem Stoizismus wie bei Loriot. So wird ›Der König von Deutschland‹, der Debütfilm des Regisseurs David Dietl, zum Triumph des Hauptdarstellers.«
Christian Schröder, Der Tagesspiegel, Berlin

»Ein Olli Dittrich gehört einfach mehr und öfter auf die Kinoleinwand. Er packt es, dass man gebannt ist. Von seinem Thomas-Wir-Müller. David Dietl hat mit ›König von Deutschland‹ einen hoffnungsvollen, bravourösen Starkinofilm hingekriegt.« 
Hans-Ulrich Pönack, DeutschlandRadio Kultur 

»Aber die 65% des Films, die gelungen sind, sind eine so willkommene positive Überraschung, die Offenbarung einer inszenatorischen Vision, dass man über so manche Schwäche gern hinwegsieht. Wer ohne allzu große Erwartungen an diesen Film herantritt (auch ohne die Erwartung, eine Knaller-Komödie zu erleben), der wird reich beschenkt.« 
Thomas Vorwerk, satt.org

»Seinen naiven Ansatz spielt Dietl jedenfalls konsequent durch und fragt: Wie durchschnittlich sieht ein Ausbruchsversuch aus, wenn er vom Durchschnitt abweichen will?« 
Cosima Lutz, Die Welt, Berlin

»Die souverän in Szene gesetzte Reise in eine Welt der Überwachung und Kontrolle, die sich manchen Science-Fiction-Visionen der Sechzigerjahre gespenstisch annähert.« 

Rainer Gansera, Süddeutsche Zeitung, München




zuletzt aktualisiert am 07.11.2013

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