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Pommes essen

Deutschland 2012

 

 

Ob Cola, Limonade oder Ketchup: Es gibt immer nur das eine und echte Ur-Rezept, in jedem Falle Gold wert und streng geheim. So auch die Mischung der köstlichen Currysauce von »Freys Feyner Imbiss« am Duisburger Hafen. Früher, als im Ruhrpott noch die Schlote qualmten und die Kumpel heißhungrig waren, leckten sich viele nach dieser Spezialität die Finger. Das aber ist Jahrzehnte her. Heute fehlt‘s an Kundschaft, und das Ende der Imbissbude scheint nah. Frieda Frey jedoch klammert sich ans väterliche Erbe, gemeinsam mit ihren drei Töchtern leistet sie trotzig und traurig Widerstand. Das zehrt an den Kräften, führt zu einem Schwächeanfall und letztlich zu einer Kur. Gemeinsam, so geloben es die fürsorglichen Kinder, werden sie in der Zwischenzeit den Laden schon schmeißen. Natürlich hat das Versprechen seine Tücken. Die 15-jährige Patty träumt ohnehin von einer Karriere als Sterneköchin und beginnt gleich zur Probe in einem Nobelrestaurant. Mutters Bruder ist der örtliche »Pommes King« und schon lange scharf auf das Saucenrezept. Als aussichtsreicher Bewerber für das Stadion-Catering des MSV Duisburg braucht er es jetzt um so dringender. Doch dem raffgierigen Onkel Walther erwächst starke familiäre Konkurrenz: Im Bunde mit einer beherzten russischen Schrotthändlerin geben die drei Frey-Schwestern ihr Bestes. »Nix Glück. Harte Arbeit«, es geht im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurscht.  Als die Mutter von der Kur zurückkehrt, haben tausende Fußballfans ihre Geschmacks-Entscheidung bereits getroffen.


 

Themen

Ernährung, Erwachsenwerden, Familie, Freundschaft, Solidarität, Tradition, Träume, Verantwortung

 

Fächer

Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde

 

Kritikerstimmen

»Hat alles, was einen unterhaltsamen Familienfilm ausmacht – eine gute Story, flottes Timing, herausragende Schauspieler und ein Thema, das zu Herzen geht.«
Katrin Hoffmann, epd Film, Das Kino-Magazin, Frankfurt/Main

»Dass Scheitern immer auch die Möglichkeit zum Neuanfang einschließt, zeigt der Film mit bemerkenswerter Leichtigkeit. Überhaupt behandelt die Geschichte vermeintlich schwierige Themen ohne den berühmten erhobenen Zeigefinger.«
Oliver Kaever, Programmkino.de

»In schönen, ruhigen Bildern entwickelt sich die Geschichte, ohne angesichts der vielen Wendungen in allzu große Hektik zu verfallen; sie bleibt eher bescheiden und sucht stets die Nähe zu den jungen Protagonistinnen.«
Horst Peter Koll, film-dienst, Bonn

»Neben diesen kleinen Bild-Frechheiten und herrlich gezeichneten Nebenfiguren verhindert auch der angenehm handgestrickte, rockige Sound der Kölner Band ›Roman‹, dass der gelegentliche Anarcho-Humor nicht von Schnulzenschwere erdrückt wird.«
Cosima Lutz, Die Welt, Berlin

»Tina von Trabens Kinodebüt mit kurzen Cartoonsequenzen als Verbindungselement ist einer der besten deutschen Kinderfilme der Saison, weil hier die Kids als Protagonisten ernstgenommen werden. Zudem regiert hier die Frauenpower, die Herren der Schöpfung wirken nur noch lächerlich, so auch Smudo als Pommes-Ketten-King.«
Manfred Hobsch, Der Tagesspiegel, Berlin



zuletzt aktualisiert am 26.02.2013

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