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Filmernst | The Liverpool Goalie

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The Liverpool Goalie – Oder: Wie man die Schulzeit überlebt
Keeper’n til Liverpool

Norwegen 2010

 

 

Inhalt

Jo ist kein Sport-As und kein Musik-Genie, kein Draufgänger und kein Aufschneider. Jo steht nicht lautstark im Mittelpunkt, sondern eher leise am Rande. Jo sieht nicht aus wie einer, dem die Mädchen hinterherlaufen. Aber wie jeder Außenseiter, verfügt auch Jo über etwas ganz Besonderes: Der 13-Jährige hat eine blühende Fantasie, die ihm vor allem die Risiken des Lebens in den erschrecklichsten Facetten vor Augen führt. Die Befürchtungen haben ihren Grund: Seit sein Vater in der Dusche ausrutschte und zu Tode stürzte, lauern die Gefahren überall. Selbst Fußballspielen wäre kreuzgefährlich, meint die Mutter in permanenter Angst um den Sohn. So fügt sich Jo in sein Schicksal, lässt sich von einem Mitschüler erpressen, dessen Hausaufgaben zu erledigen und ansonsten nicht aufzumucken. Das ändert sich, als Mari in die Klasse kommt. Sie ist schön, gut in Mathe und spielt sogar Fußball. Jo tut alles, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und scheut vor keiner Notlüge zurück. Sein Glück wäre perfekt, wenn er als einziger die Sammelkarte mit Liverpools Torwart José Reina bekäme. Doch Marie ist gar nicht interessiert an Siegertypen – und vor allem hasst sie Unehrlichkeit. Jo muss seinen ganzen Mut zusammennehmen, um sich und den anderen seine wahren Qualitäten zu beweisen.

Schwächen, Ängste, Mobbing: schwierige Themen treffen auf schwarzen Humor. Bild- und Wortwitz in Drama und Komödie verbindender Perfektion!

Fotos: drei-Freunde Filmverleih




 

Themen

(erste) Liebe, Außenseiter, Ehrlichkeit, Erziehungsmethoden, Familie, Familien- und Generationsbeziehungen, Fantasie, Freundschaft, Fußball, Geschlechterrollen, Identität, Literaturverfilmung, Mobbing, Pubertät, Satire, Selbstfindung, Sport, Starruhm, Tagträume, Vertrauen

 

Fächer

Biologie, Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Mathematik, Medienerziehung, Sport

 

Kritikerstimmen

»Das Spielfilmdebüt des norwegischen Werbefilmers präsentiert sich von Anfang an erfrischend anders als eine nach Schema F konfektionierte Coming-of-Age-Komödie oder eine vor Pädagogik triefende Moralpredigt – nämlich herrlich durchtrieben. […] Auf diese Art spinnt die eigentlich geradlinige Handlung Fäden, die in alle möglichen Richtungen weisen. Banalitäten mischen sich unter existenzielle Fragen, kindliche Unschuld unter Anspielungen auf Sexualität, Slapstick unter lebensnah normale Situationen. Damit bietet sich auch erwachsenen Kinogängern reichlich Anlass zum Amüsieren und Nachdenken.«
Marguerite Seidel, film-dienst, Bonn

»Indem Andresen das Geflecht pubertärer Lügen auch auf die Erwachsenenwelt ausdehnt, nimmt er die Probleme von Jugendlichen ernst. Das Ergebnis ist ein leichter, unangestrengter
Film, der ohne pädagogischen Druck zum Nachdenken anregt.«
Ulrich Sonnenschein, epd Film, Frankfurt/Main

»›The Liverpool Goalie‹ findet eine gute Balance zwischen der Thematisierung von Pubertätsnöten und einer frischen Bildsprache, die voller makabrer Komik ist. Der filmische Kniff liegt darin, dass Regisseur Andersen die von Actionfilmen und den Fernsehnachrichten geprägten Fantasievorstellungen seines Protagonisten sarkastisch visualisiert.«
Josef Engels, Die Welt, Berlin

»Der Film besticht vor allem durch seine witzige Erzählweise, die durch Jos ständige Tagträume entsteht. Die stark an die Gedanken-spiele des Hauptdarstellers der US-Fernsehserie ›Scrubs‹ erinnernden lustigen Einspielungen sorgen immer wieder für laute Lacher unter dem Publikum. Dabei stellen die kurzen Träume Jos immer Szenen in der Zukunft dar, die auf total übertriebene Weise den möglichen Ausgang aufzeigen. Der trocken-schwarze Humor kann aber auch deswegen punkten, weil er sich perfekt in den Film integriert und dem Charakter des Hauptdarstellers noch wesentlich mehr Glaubwürdigkeit verpasst.« 
Holger Weiß, NEGATIV, Mainz

»Was ›The Liverpool Goalie‹ angenehm von deutschem Teenie-Klamauk abhebt, ist die Erzählweise von Regisseur Arild Andresen. Zwar folgt die Story einem vorhersehbaren Faden, doch besticht sie auch durch herrlich süffisante Dialoge (...) und einer smarten Verflechtung von Realität und Tagträumen aus der fabelhaften Welt des Jon.« 
Andreas Bock, 11FREUNDE, Magazin für Fußballkultur, Berlin

»Gerade die imaginären Szenen, in denen die tollen jungen Schauspieler aus dem Vollen schöpfen, geben dem Film seinen lakonischen Charme. Wunderbar.«
Michael Pöppl, Der Tagesspiegel, Berlin




zuletzt aktualisiert am 19.03.2014

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