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Knallhart

Deutschland 2006

 

Inhalt
Weil der Liebhaber der Mutter die Beziehung beendet hat, muss sie mit ihrem Sohn auch das bisherige Anwalts-Domizil verlassen. An Michaels 15. Geburtstag geht's vom beschaulich-noblen Zehlendorf in Berlins Problembezirk Neukölln - aus der Villa in die Hinterhauswohnung. In der neuen Umgebung sieht sich Michael schnell den Bedrohungen und Erpressungen der Kiez-Gang ausgesetzt. Um dem Opfer-Status zu entgehen, sucht er nach Anerkennung und Respekt. Von den Erwachsenen ignoriert und im Stich gelassen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er selbst ins kriminelle Milieu abrutscht. Er beginnt die Schule zu schwänzen und gerät in einen Teufelskreis aus Diebstahl, Hehlerei und Drogenhandel, bis es schließlich zur offenen Konfrontation kommt.

Themen
Identität, Familienbeziehungen, Freundschaft, multikulturelle Gesellschaft, Migration, soziale Milieus, Happy Slapping, Drogen, Gewalt, Jugendkriminalität, Macht, Vorurteile, Toleranz

Fächer
Deutsch, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Politische Bildung

Pressestimmen
»›Knallhart‹ ist ein Film in bleichen, wie ausgelöschten Farben, eine Elegie in grellem Grau und Beige, die dennoch nie wehleidig oder gar herablassend wirkt. Detlev Buck, der zum ersten Mal in seiner Regisseurskarriere nicht am Drehbuch beteiligt war ..., läßt die Geschichte für sich selbst sprechen, ohne Faxen, ohne gesuchte Bilder, nur mit ein paar surrealen Akzenten am Rand.«
Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In seinen Rhythmen, seinem zitathaft ästhetisierten Neorealismus, seiner sonderbaren Mischung aus stilisierender Verzauberung der Verhältnisse und schockhaft durchschlagender Brutalität lädt er stets auch zum Zweifel daran ein, ob das, was die Fünfzehnjährigen einander hier antun, wirklich typisch ist für die Welt, in der wir leben.«
Jens Balzer, Berliner Zeitung

»Das alles trägt ein ausgezeichnetes Ensemble bis an die Schmerzgrenze. Vor allem Oktay Özdemir (Erol), Jenny Elvers, die als Miriam hier - ganz ehrlich - Erstaunliches zeigt, und insbesondere David Kross, dessen im Grunde todtrauriger Michael nicht nur Eltern das Wasser ins Auge treiben dürfte.«
Oliver Reinhard, Sächsische Zeitung, Dresden

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