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Sturm

Deutschland, Dänemark, Niederlande 2009

 

Inhalt
Als sich ein wichtiger Augenzeuge bei seiner Aussage in Widersprüche verstrickt, schickt das Gericht eine Delegation nach Bosnien, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Die Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Zeugen erhärten sich, allem Anschein nach sagt er nicht die Wahrheit. Kurz darauf findet man seine Leiche; er hat sich in seinem Hotelzimmer das Leben genommen. Hannah gibt den Fall noch nicht verloren.
In der Hoffnung, neue Erkenntnisse zu gewinnen, reist sie zur Beerdigung des Zeugen nach Sarajevo und trifft dort auf dessen Schwester Mira. Diese hat große Angst, sich der Vergangenheit zu stellen und damit ihre ahnungslose Familie zu gefährden, mit der sie sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut hat. Schließlich aber ist sie doch bereit, vor dem Tribunal in Den Haag auszusagen. Unmittelbar vor der entscheidenden Verhandlung gibt es eine überraschende Wende.
Im Spannungsfeld zwischen dem politischen Interesse der Vereinten Nationen und ihrem eigenen Anspruch auf Unabhängigkeit kämpft Hannah gegen die Schattenseiten von Recht und Gerechtigkeit.

Fächer 
Geschichte, Deutsch, Politische Bildung, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Sozialkunde, Philosophie

Themen 
Zeitgeschichte (Balkankrieg), Kriegsverbrecherprozesse, Politik, Justiz, Diplomatie, Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Strafe, Gewissen, Verantwortung, Moral, Idealismus, Wahrheit, Vergangenheitsbewältigung

Pressestimmen
»Ein Film, der es sehr ernst nimmt mit der Wahrheit, jener des Gerichts und jener der Menschen, die vor ihm stehen. Schließlich ist das, was er erzählt, noch lange nicht Geschichte.
Am Anfang sieht man Goran Duric seelenruhig mit seiner Familie in einem spanischen
Supermarkt einkaufen. Die Mörder, heißt das, sind immer noch unter uns.«
Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Am Ende muss sich Maynard entscheiden zwischen Recht und Gerechtigkeit. Dass diese Entscheidung keine einfache ist, dass sie gegen ihre Karriere und vielleicht auch gegen die politische Vernunft getroffen wird, spricht für diesen Film, der auf komplizierte Fragen
keine einfachen Antworten gibt.«
Katja Nicodemus, NDR Kultur

»Verzichtet auf actionfilmähnliche Rückblenden in die Kriegshandlungen, Massaker und Massenvergewaltigungen des Balkankriegs der neunziger Jahre. Seine Stärke besteht in der Konzentration auf die Nachwirkungen dieses jüngsten europäischen Krieges, die aus unserem öffentlichen Bewusstsein zu verschwinden drohen.«
Claudia Lenssen, tip, Berlin

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