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Waltz with Bashir

Israel/Frankreich/Deutschland 2008

 

In einer Bar hatte ein alter Freund des Regisseur Ari Folman diesem von seinen Albträumen erzählt: Allnächtlich hetzen 26 dämonische Hunde hinter ihm her. Die beiden Männer kommen zu dem Schluss, dass es einen Zusammenhang geben müsse zwischen diesen nächtlichen Schreckensbildern und ihrem Einsatz im ersten Libanon-Krieg, vor allem zu den grausamen Massakern in den palästinensischen Flüchtlingslagern von Sabra und Schatila Anfang der 80er Jahre. Bei Ari hingegen ist scheinbar jegliche Erinnerung an das damals Geschehene verblasst. Er beschließt, alte Freunde und Kameraden aufzusuchen und mit ihrer Hilfe seine Gedächtnislücken zu schließen. Je tiefer er vordringt, je stärker er sich mit den Erinnerungen der anderen auseinandersetzt, desto klarer wird seine eigene Rückbesinnung: die Vergangenheit kehrt mit Macht zurück und leuchtet in surrealen Bildern auf ...Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, hat Ari Folman den ersten animierten Dokumentarfilm in Spielfilmlänge geschaffen. Die israelisch-deutsch-französische Koproduktion feierte ihre umjubelte Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele in Cannes 2008.

Themen
Nahost-Konflikt, Israel, Krieg, Gewissen, Schuld und Verantwortung, Vergangenheitsbewältigung, Verdrängung, Opfer- und Tätergefühle, Erinnern und Vergessen

Fächer
Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Politische Bildung, Geschichte, Deutsch, Psychologie, Philosophie, Recht, Kunst

Pressestimmen
»Es sind keine Bilder, die etwas erklären und formulieren, sondern die zeigen sollen, wie innere Bilder, Erinnerungsbilder überhaupt zustande kommen. Hier geht es nicht um historische Fakten, sondern um deren Spuren im Medium der Seele.«
Diedrich Diederichsen, Die Zeit, Hamburg

»Der Regisseur ließ authentische Aufnahmen von Interviews und Gesprächen, Traumsequenzen und Rückblenden - Realität wie Fiktion - Einzelbild für Einzelbild in kräftigen, kantigen Strichen und gedeckten Farben nachzeichnen. Ein Stilmittel, das zugleich distanziert und intensiviert -
und aus ›Waltz with Bashir‹ einen sehr persönlichen Kriegsfilm macht, der tief unter die Haut geht.«
Ilse Henckel, Der Spiegel, Hamburg



zuletzt aktualisiert am 07.11.2013

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