Die Söhne der großen Bärin …
… dürften mittlerweile schon recht alt sein. 1966 kam der erste DEFA-Indianerfilm in die Kinos – und vielleicht wäre die Begegnung mit Häuptling Tokei-ihto durchaus mal eine FILMERNST-Entdeckung wert. Jetzt aber gibt es erst mal andere Bären auf der Leinwand – und die sind uns gleich ein FILMERNST-Gütesiegel wert: »Clara und das Geheimnis der Bären« ist der allererste Film, dem wir dieses Prädikat verleihen. Nun wünschen wir ihm viele Kino-Besucher!
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Nah am Wasser gebaut
Wenn die heimischen Flüsse aussehen wie der Mississippi, dann muss es sich um Film handeln. Wenn Spree und Havel aber tatsächlich fast so breit werden wie der Mississippi, dann liegt‘s an der Natur. Das »Spreekino« in Spremberg, langjähriger FILMERNST-Partner, konnte jedenfalls mal wieder von oben sehen, wie unten die ockerfarbenen Wassermassen vorüberrauschten. Vier Meter 50 Pegelhöhe! Das Kino spielte weiter – und wie uns dessen Leiter Detlef Zindler sagte, durchaus auch vor Publikum. Am Mittwoch kann er sich über 170 Schülerinnen und Schüler aus der berufsorientierten Oberschule freuen, die sich »Die Abenteuer des Huck Finn« ansehen. Ist auch aufregend – und garantiert trocken!
Nah am Wasser gefeiert
Der Ausflugs-Tipp in die Landeshauptstadt zum Ferienstart: die 24 Stunden-Installation in Potsdams Schiffbauergasse am Tiefen See: Die »Stadt für eine Nacht« vom 22. zum 23. Juni als künstlerische Installation mit Zelten, Bühnen, Erlebnisräumen und Containern. Ein Fest für die Sinne mit Live-Musik, Theater, Literatur, Tanz und Film zum Entdecken, Experimentieren, Hören, Sehen und Erleben. Auch FILMERNST ist mit von der Partie. Gemeinsam mit dem Filmverband Brandenburg präsentieren wir in der »Kinohöhle« am Nachmittag Kurz- und Animationsfilme.
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Heißer Sommer
Wie letztes Mal »Der Frühling braucht Zeit«, so wäre nun »Heißer Sommer« der DEFA-Filmtitel mit Bezug zum Wetter. Wir hatten angekündigt, dass es nach dem letzten Rundbrief-Versand sonniger, wärmer und grüner werden würde. Ganz falsch lagen wir nicht, aber dass für den Besuch der Freiluftbühnen Schirme und Decken noch immer unverzichtbar sind, damit hätten wir nicht gerechnet. So stimmt lediglich die erste Zeile eines Chris-Doerk-Verses aus »Heißer Sommer«: »Kinder, ist das Wetter außer Rand und Band!« Auf die Fortsetzung des Songs müssen wir noch warten: »Das gibt einen sagenhaften Sonnenbrand!«
Pommes ohne Schranke
»Alter, der Film war der absolute Hammer!« Damit meinte der junge Mann nicht etwa »Fast & Furious« oder einen anderen Hollywood-Kracher, sondern eine deutsche Familienkomödie: Im Movieland Erkner lief in einer FILMERNST-Vorführung »Pommes essen«. Die Schüler der Grundschule »Artur Becker« aus Spreenhagen waren total begeistert – und auch ihre Deutschlehrerin Bärbel Meng lobte das FILMERNST-Angebot mit allem Drum und Dran. Der zweite FILMERNST-Abspielring des Jahres, in dem »Pommes essen« zu sehen war, ist gerade zu Ende gegangen: In 30 Veranstaltungen zählten wir reichlich 2.000 Besucher
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Am märkischen Strand
»Das Donaudelta und die Havel sehen dem Mississippi zum Verwechseln ähnlich«, heißt es in einer Rezension zu »Die Abenteuer des Huck Finn«. Auch andere Kritiker lobten »malerische Landschaftsaufnahmen, aufwendige Ausstattung und liebevoll detaillierte Kostüme« – und staunten, wie authentisch amerikanisch vor allem die deutschen Drehorte wirken. Wer sich von den Schönheiten unserer Heimat und den Reizen ihrer filmischen Verfremdung – das Holzhaus beispielsweise steht am Ufer des Trottheide-Sees bei Marienthal – überzeugen will, kann das im letzten FILMERNST-Programm vor den Sommerferien.
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Das Runde muss aufs Eckige
Damit ist nicht der Fußball gemeint, sondern ein großer runder Aufkleber, der künftig Filmplakate und anderes zieren soll. Ab jetzt gibt es das FILMERNST-Gütesiegel, mit dem wir auf ganz besondere Kinder- und Jugendfilme im Programm unserer Partner-Kinos aufmerksam machen wollen. Die meisten Kinos, mit denen wir uns beraten haben, fanden die Idee gut und das Siegel super. Sie haben ja auch bislang schon Perlen im Angebot. Aber manche dieser Filme stehen vielleicht, weil sie zu wenig Werbung bekommen, zu sehr im Schatten der Blockbuster, über die alle sprechen und die jeder sehen will. Das FILMERNST-Gütesiegel …
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Mia san mia
Das klingt aber nun wirklich nach Fußball und den hochgelobten Champions des FC Bayern. Doch auch diese Annahme täuscht! Hier geht‘s nicht um das Spiel der Pracht-Buam, sondern um den Wohlklang ihres »mia san mia«. Mit einer »Tom und Hacke«-Vorführung wollten wir schon lange mal testen, ob die originelle Adaption des Mark-Twain-Klassikers in ihrem breiten bayerischen Dialekt auch für preußische Ohren taugt. Das Ergebnis: Die brandenburgischen Schüler sind offen für ›Fremdsprachen‹! Ein Drittel des Publikums hatte überhaupt keine Probleme, die Dialoge zu verstehen und der Handlung zu folgen, obwohl: »Wenn man kein Bayer ist, …
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Geniale Idee
Nicht nur die Schulbuchverlage freut die stetig steigende Nachfrage nach Spanischunterricht. Wir freuen uns ebenfalls, wenn die wachsende Beliebtheit des Spanischen möglichst vielen Lehrern auch Lust auf eine CineFiesta macht. Zum sechsten Mal haben wir die Reihe im Programm, drei Filme stehen bereits fest: »¡NO!« blendet zurück in Chiles Geschichte und zeigt, wie ein unpolitischer Werbefuzzi eine politische Großtat vollbringt. Im Stil von Hochglanzprodukten inszeniert er die Wahlkampagne gegen das ¡SI! für die Pinochet-Diktatur. Eine geniale Idee, völlig abwegig und scheinbar aussichtslos – ein Ruhmesblatt für das Geschichtsbuch. Vielleicht ...
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Standhaft in Spremberg
Die Auszeichnung ist zwar schon eine Weile aber, aber dieser Glückwunsch liegt uns am Herzen: Der für die »Lausitzer Rundschau« arbeitende Spremberger Journalist René Wappler hat den »Henri Nannen Preis« 2013 bekommen. Gewürdigt wurde damit sein besonderer Einsatz für die Pressefreiheit, was konkret heißt: Wappler berichtete, trotz vieler übler Einschüchterungs-versuche, immer wieder über die rechte Szene in seiner Heimat. Die Redaktion in Spremberg wurde mit rechtsradikalen Parolen besprüht, Fenster mit Blut beschmiert, Innereien eines Schweins hingen am Redaktionsschild. Wappler blieb standhaft ...
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Erinnerung an die Zukunft
Es war zu erwarten, dass er im Ruhestand keine Ruhe geben würde: Dieter Wiedemann, der 17 Jahre lang die Babelsberger Filmhochschule als Präsident prägte und profilierte. Mit dem Babelsberger Fußball gelang ihm das nicht ganz so gut, da hängte er den Job als Vorstandschef binnen kurzem wieder an den Nagel. Das schafft Zeit und Raum, sich wieder Wichtigerem zu widmen, nämlich Film und Kino. Bei einem Ostseeurlaub kam ihm – angesichts eines verfallenen Kinos – die Idee, einen Verein zum »Erhalt der Lichtspielkultur« zu gründen. Auf Facebook warb er um Gleichgesinnte, von denen es nicht wenige zu geben scheint.
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Angelica trifft Angela
Angela Merkel war ja unlängst im Kino. Im »Filmkunst 66« saß sie in der fünften Reihe neben Andreas Dresen und sah ihren DEFA-Lieblingsfilm: »Die Legende von Paul und Paula« mit der zu Tränen rührenden Angelica Domröse. Ein Klassiker, ein wenig Revolte, aber immer im Rahmen. Kein Agitprop, sondern Kultur: »Geh zu ihr und laß deinen Drachen steigen!« Ob auch Henryk Wichmann eingeladen war und gar in der dritten Reihe saß, ist nicht bekannt. Andreas Dresen hat ja über den Uckermärker, der für die CDU im Potsdamer Landtag sitzt, schon zwei erhellende Dokfilme gedreht. Eine DVD gab‘s bei uns zu gewinnen ...
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Lolas zu verlosen
Stimmt nicht ganz, denn wer eine LOLA sein eigen nennen darf, der gibt sie ja nicht wieder her. Nicht mal Til Schweiger würde das tun, der aber zog gegen Matthias Schweighöfer beim Publikumspreis den kürzeren. Was wir zu verlosen haben, sind ein Buch und eine DVD zu LOLA-Gewinnern 2013. »More Than Honey« gewann den Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm. Er lief schon im FILMERNST-Programm und wir empfehlen ihn weiter. Beim Spielfilm ging die Bronze-LOLA an »Lore«: einen »Film voller Schönheit und Schrecken über die vermeintliche Stunde Null in Deutschland«, wie der »Spiegel« schrieb.
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