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Filmernst - Sehend lernen - Die Schule im Kino

In eigener Sache

Solchen Überschriften folgen ja meist Hiobsbotschaften. Hier ist es das ganze Gegenteil, nämlich die Jubelmeldung in einem weiteren Extra-Rundbrief, dem bald ein regulärer folgen wird – versprochen! Jetzt aber der Tusch in eigener Sache, für den ersten Preis, auf den FILMERNST reichlich zwölf Jahre lang ebenso geduldig wie zielstrebig hingearbeitet hat. Die DEFA-Stiftung würdigte die filmernste Arbeit, auch und gerade zur Vermittlung des filmischen Erbes, mit einem ihrer – durchaus begehrten und für uns durchaus viel werten – Programmpreise.

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Los geht's!

Es ist mal wieder soweit: Nicht die Umstellung der Zeit auf den lichtarmen Modus, sondern die Ausrichtung des filmernsten Angebots auf die nächsten SchulKinoWochen – und das ist in jedem Fall erleuchtend und erhellend. Die Broschüren sind an alle Schulen versandt worden; das Programm ist vom Feinsten: 31 Animations-, Dokumentar- und Spielfilme für alle Jahrgangsstufen, thematisch und künstlerisch ebenso vielfältig wie hochwertig. Unterhaltsame und spannende Filmgeschichten, aber auch solche …

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Ab ans Meer!

Diese Aufforderung passt wohl besser zum Sommer, aber bis dahin ist es ja noch weit. Dafür ist der tschechische Film mit diesem Titel der absolute Favorit unseres Herbstprogramms. Mehr als 2.200 angemeldete Schülerinnen und Schüler für 24 Veranstaltungen, das ist überraschend und ganz großartig. Die höchst originelle Geschichte von zwei Elfjährigen, die mit Videokameras zu den Regisseuren ihres eigenen Lebens werden, wurde zurecht mit dem FILMERNST-Gütesiegel ausgezeichnet. Freie Plätze für die Novembertermine des Films gibt's noch in ...

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FILMERNST ist traurig

»Manches ist wirklich zu schwer für die Erwachsenen zu verstehen«, sagt Carola Huflattich im »Schulgespenst«, einem der vielen wunderbaren Filme von Rolf Losansky. Gestern, am 15. September, ist Rolf im Alter von 85 Jahren gestorben – und diese Nachricht ist für uns wirklich schwer zu verstehen. Sie geht uns nahe, greift uns ans Herz. Lieber Rolf: Im Himmel ist vielleicht kein Jahrmarkt, aber bestimmt ein Platz für Dich und Deine Filme. Du bleibst für immer unser Ehren-FILMERNST – mit vielen Erinnerungen an Deine Besuche und die Gespräche mit Dir. Wir behalten das dritte Auge für den bunten Blick, versprochen!

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Kino und Bino

Im ersten Frühlings-Rundbrief dieses Jahr hatten wir zur Einstimmung ein bisschen Poesie geboten. Die »Rührei-mit-Schnittlauch«-Verse der lustigen Lyrikerin Friederike Kempner kamen ausgesprochen gut an, so dass wir die Reimerei in diesem Extra-Rundbrief fortsetzen. Allerdings aus einem ganz besonderen Anlass, es ist gewissermaßen ein Geburtstagslied. Der Jubilar feiert am 17. Mai seinen 70., und obwohl er schon vor fast einem Vierteljahrhundert aufs Altenteil geschickt wurde, scheint er fideler denn je.

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Perlen und Presse

Schon geographisch liegt Babelsberg dem FILMERNST-Kinobüro in Ludwigsfelde sehr nahe. Naheliegend war es daher von Anfang an, den Genius loci, den Geist und die Traditionen des Ortes, für unser Programm zu nutzen. Vor allem der DEFA-Kinderfilm bietet ja – unbestritten – eine Menge cineastischer Perlen. Wir wussten von einem Regisseur, für den Filme für Kinder so sein mussten wie für Erwachsene, nur etwas besser. Er hatte das »dritte Auge« für den bunten Blick, und nur mit dem lässt sich …

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Shakespeare und Sommersprossen

»Die Erwachsenen wollen, dass man genauso wird wie sie. Das nennen sie dann Erziehung.« Weil ihn das elterliche Regelwerk zunehmend auf ein Muster trimmt, aber weil Moritz eben Moritz und so gar nicht »auf zack« ist, wie es der Vater gern hätte, quittiert er den Familiendienst: »Ich bin gegangen. Es hat mir nicht mehr gefallen«, hinterlässt der Junge als Botschaft und haut ab. Das starke kindliche »Plädoyer fürs Individuelle« hatte eine Autorin verfasst, deren literarische Vorlagen und filmische Szenarien …

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Illusionen und Ideale

»Lasst uns all unsere Mühe, unsere Leidenschaft und unser ganzes bisschen Verstand darauf verwenden, dass das Leben leichter, anmutiger und fröhlicher wird. Fangen wir an!« Mit dieser Hoffnung und Zuversicht, mit diesem Grundvertrauen in die eigene Kraft endet die Rede einer jungen Frau, die gerade ihr Pädagogikstudium absolviert hat und nun als Lehrerin in die Provinz geht. Doch bald schon eckt sie an mit ihren Idealen, ihrem Drang zu Offenheit, Ehrlichkeit, Kritik. Das hatte die Heldin mit dem Film gemein: »Karla« …

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Hoffnung und Haltung

»Im Sozialismus scheint immer die Sonne! Ich bin schon ganz blind vor lauter Licht. Wenn man’s genau nimmt, haben wir doch nur das Beifallklatschen gelernt, Fähnchen winken und so.« Sätze wie diese, von einer 17-jährigen FDJ-lerin, klangen in den Ohren einer Volksbildungsministerin, die Margot Honecker hieß, bestimmt besonders schrill. Bücher, Stücke, Filme, die sich Schule, Bildung und Erziehung widmeten, wurden von den Kunstwächtern höchst penibel »auf Stellen« gelesen und auf ihre ideologische Reinheit …

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Hüben und drüben

»Wo wir nicht sind, sind unsere Feinde. Fang neu an, Junge!« Der Volkspolizist, dein Freund und Helfer, spricht hier zu einem, der vom rechten Wege abzukommen drohte. Damals, Ende der 1950er, in der Frontstadt Berlin. Hüben die Blauhemden, die nach »lauter fertigen Vorschriften« politisch-ideologisch konform leben sollten. Drüben die Halbstarken, die ihr Hemd über der Hose und Schuhe mit Kreppsohlen trugen, die Boogie tanzten und sich um Politik nicht scherten. »Berlin Ecke Schönhauser« traf einen Lebensnerv …

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Märker und Marathon

»Nun bin ich also mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die Zielgerade eingebogen, ohne dass ich je Sportler war. Eher Dauerläufer in den verschiedensten Disziplinen. An Puste fehlt’s mir eigentlich noch nicht, aber es muss ja an irgendwas liegen, wenn man nicht ewig lebt.« Diese Sätze schrieb uns ein filmischer Ausdauerathlet auf unsere Grüße zu seinem 80. Gefeiert hatten wir ihn mit einem Film, der – vom Genre her – in seinem Schaffen eher die Ausnahme darstellt: »Der tapfere Schulschwänzer« …

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Politik und Propaganda

»Wir stehen da wie die Schlange und das Kaninchen. Das Kaninchen bin ich«, denkt eine 19-Jährige, als sie sich der Frau ihres Geliebten und deren Luftgewehr gegenübersieht. Nicht wegen sittlicher Bedenken wurde »Das Kaninchen bin ich« 1965 verboten. Ging ein Genosse fremd, war das nicht schön, aber auch kein Drama. Das Drama wäre, wenn ein Film zeigte, welch Karrierist dieser Genosse ist, wie er sein sozialistisches Fähnchen nach dem Wind ausrichtet. Selbst für den DEFA-Gründer gab es hier kein Pardon …

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Manja und Maria

»Glaubt nicht, daß ihr mich erschrecken könnt, indem ihr mir sagt, daß ich allein steh. Meine Einsamkeit soll meine Kraft sein. Ich will wagen und wagen und wagen bis in den Tod.« Welchen Unterschied macht es, ob dieser Schlussmonolog aus Shaws »Heiliger Johanna« von einer Arierin oder einer Jüdin gesprochen wird? Der Liebe wegen wurde aus der Christin Maria Rheine die Jüdin Manja Löwenthal, ein Identitätswechsel auf Leben und Tod. Corinna Harfouch wurde für die Gestaltung dieser Doppelrolle 1988 …

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